Der Kinderbuchautor und Illustrator Janosch ist tot. Der Erfinder der Tigerente starb am Dienstag, 3. November 2026, im Alter von 95 Jahren auf Teneriffa, wo er seit Jahrzehnten lebte. Bestätigt hat den Tod sein Tübinger Verleger Bernhard Feil, der am 4. November im Auftrag der Witwe Ines die Deutsche Presse-Agentur (dpa) informierte.
Kurz zusammengefasst
Horst Eckert, bekannt als Janosch, ist am 3. November 2026 mit 95 Jahren auf Teneriffa gestorben. Mit „Oh, wie schön ist Panama“, Tiger, Bär und der Tigerente prägte er Generationen von Kindern; seine Bücher erschienen in rund 40 Sprachen.
Was über den Tod bekannt ist
Bekannt sind bisher nur wenige Einzelheiten: Ort, Datum und Alter. Eine Todesursache nannte der Verleger nicht. Janosch war zuletzt kaum noch öffentlich aufgetreten und lebte mit seiner Frau Ines auf der Kanareninsel, auf die er 1980 gezogen war. Die Meldung verbreitete die dpa am Vormittag des 4. November; kurz darauf gehörte sein Name zu den meistgesuchten Begriffen bei Google in Deutschland.
Von Hindenburg nach Oldenburg: die Herkunft
Geboren wurde Janosch als Horst Eckert am 11. März 1931 in Hindenburg in Oberschlesien, dem heutigen Zabrze in Polen. Seine Kindheit war von Armut und Gewalt geprägt; der Vater, ein Hüttenarbeiter, trank. 1946 zog die Familie nach Oldenburg. Eckert lernte Schmied und arbeitete in einer Textilfabrik, ehe er sich der Kunst zuwandte. Die Kunstakademie in München nahm ihn nicht auf.
Sein erstes Kinderbuch, „Die Geschichte vom Pferd Valek“, erschien 1960 und blieb ohne großen Erfolg. Die eigene Kindheit verarbeitete er später im Roman „Cholonek oder der liebe Gott aus Lehm“.
„Oh, wie schön ist Panama“ und die Tigerente
Der Durchbruch kam 1978 mit „Oh, wie schön ist Panama“: Der kleine Tiger und der kleine Bär suchen das Land ihrer Träume – und finden am Ende ihr eigenes Zuhause wieder. Das Bilderbuch erhielt 1979 den Deutschen Jugendbuchpreis. Es folgten unter anderem „Post für den Tiger“ und „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“.
Die Tigerente, eine gestreifte Holzente auf Rädern, wurde zu seiner bekanntesten Figur. Seit dem 6. Januar 1996 trägt der „Tigerenten Club“ ihren Namen, heute eine Sendung von SWR und KiKA. Die Geschichten liefen außerdem als Zeichentrickreihe „Janoschs Traumstunde“ im Fernsehen.
Das Werk in Zahlen
| Angabe | Stand |
|---|---|
| Bücher | mehr als 150, nach anderen Zählungen rund 300 Werke |
| Übersetzungen | rund 40 Sprachen |
| Gesamtauflage | in Millionenhöhe (keine genaue Zahl veröffentlicht) |
| Auszeichnungen | Deutscher Jugendbuchpreis 1979, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1993 |
Neben Kinderbüchern schrieb er Theaterstücke und Romane und illustrierte Texte anderer Autoren. Die Figuren wurden zur Marke: Schnuller, Socken, Brotdosen und Fahrräder tragen Tiger und Tigerente. Die Rechte liegen bei der Janosch Film & Medien AG. Er selbst ging auf Abstand; mit der Vermarktung habe er nichts zu tun, sagte er sinngemäß. Die Bibliothekarin Christiane Raabe ordnete den Erfolg so ein: „Der Erfolg seiner Panama-Bücher ist ohne die damit verbundene Merchandisingmaschinerie nicht denkbar.“ (zitiert nach dpa/Nürnberger Nachrichten)
Leben auf Teneriffa
Nach einigen Jahren am Ammersee südlich von München ließ sich der Künstler auf Teneriffa nieder. Dort lebte er einfach, malte und engagierte sich für Natur- und Umweltschutz. Die dpa erinnert in ihrem Nachruf an einen Satz von ihm, der gut zu Tiger und Bär passt: „Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst“ (zitiert nach dpa).
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Häufige Fragen
Wann und wo ist Janosch gestorben?
Janosch starb am Dienstag, 3. November 2026, auf Teneriffa. Bekannt wurde der Tod am 4. November 2026, als sein Tübinger Verleger Bernhard Feil ihn im Auftrag der Witwe gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Der Autor wurde 95 Jahre alt. Zur Todesursache gibt es keine Angaben.
Wie hieß Janosch mit bürgerlichem Namen?
Sein bürgerlicher Name war Horst Eckert. Er kam am 11. März 1931 in Hindenburg in Oberschlesien zur Welt, dem heutigen Zabrze in Polen.
Welche Bücher hat Janosch geschrieben?
Am bekanntesten sind „Oh, wie schön ist Panama“ (1978), „Post für den Tiger“ und „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“. Insgesamt werden ihm mehr als 150 Bücher zugeschrieben, nach anderen Zählungen rund 300 Werke. Für Erwachsene schrieb er unter anderem den Roman „Cholonek oder der liebe Gott aus Lehm“ über seine Kindheit.
Hat Janosch die Tigerente erfunden?
Ja. Die gelb-schwarz gestreifte Holzente auf Rädern stammt aus seinen Tiger-und-Bär-Geschichten. Sie gab der Kindersendung „Tigerenten Club“ ihren Namen, die seit Januar 1996 läuft, heute bei SWR und KiKA.
Quellen
- Nürnberger Nachrichten / dpa: Schriftsteller und „Tigerente“-Künstler Janosch gestorben, abgerufen 04.11.2026
- Wochenblatt Reporter / dpa: Tübinger Verleger bestätigt Tod mit 95, abgerufen 04.11.2026
- TV Movie: Tigerenten-Erfinder Janosch ist mit 95 Jahren gestorben, abgerufen 04.11.2026
- Ruhr Nachrichten / dpa: Kinderbuchautor Janosch ist tot, abgerufen 04.11.2026
- Wikipedia: Janosch (Lebensdaten, Auszeichnungen), abgerufen 04.11.2026



