Am Sonntag, 15. November 2026, ist Volkstrauertag. Deutschland gedenkt an diesem Tag der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft. Im Bundestag findet die zentrale Gedenkstunde statt, an öffentlichen Gebäuden hängen die Flaggen auf halbmast.
Kurz zusammengefasst
Der Volkstrauertag fällt 2026 auf Sonntag, den 15. November. Er ist kein zusätzlicher freier Tag, in mehreren Ländern aber gesetzlich geschützter Trauertag mit Einschränkungen für Tanz und Unterhaltung. Seit 1952 liegt er immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent.
Wann: Sonntag, 15. November 2026
Zentrale Gedenkstunde: im Bundestag in Berlin, ausgerichtet vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, traditionell live in der ARD
Danach: Mittwoch, 18. November: Buß- und Bettag · Sonntag, 22. November: Totensonntag
Woran erinnert der Gedenktag?
Der Gedenktag erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Nationen – die gefallenen Soldaten beider Weltkriege ebenso wie zivile Opfer, Verfolgte und Ermordete.
Im Mittelpunkt steht die Gedenkstunde im Plenarsaal des Bundestags. Seit 1993 legen zudem die fünf Verfassungsorgane einen Kranz an der Neuen Wache in Berlin nieder, der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik. In vielen Städten und Gemeinden gibt es eigene Feiern an Ehrenmalen und Kriegsgräberstätten.
Wie der Volkstrauertag entstand
Die Idee stammt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, gegründet am 16. Dezember 1919. Die erste Gedenkstunde fand am 5. März 1922 im Reichstag statt, Reichstagspräsident Paul Löbe hielt die Rede.
Laut Wissenschaftlichem Dienst des Bundestags lag der Tag in der Weimarer Republik im Frühjahr, ab 1926 meist auf dem fünften Sonntag vor Ostern. 1934 machten die Nationalsozialisten daraus per Gesetz den „Heldengedenktag“. Nach dem Krieg wollten Bund, Länder und Kirchen bewusst mit dieser Tradition brechen: Seit 1952 liegt der Gedenktag im November, auf dem zweiten Sonntag vor dem ersten Advent – in der Zeit, in der die Kirchen ohnehin der Toten gedenken.
Was an diesem stillen Tag gilt
Ein zusätzlicher Feiertag ist der Tag nicht, weil er stets auf einen Sonntag fällt. Einige Länder schützen ihn aber besonders.
Bayern, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen, später auch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen erklärten ihn zum gesetzlichen Trauertag. Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen sind dort eingeschränkt. In Bayern gilt nach Angaben der Stadt München ein Tanzverbot von 2 bis 24 Uhr; private Feiern mit eingeladenen Gästen sind ausgenommen. Die genauen Zeiten regelt jedes Land in seinem Feiertagsgesetz.
Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag: die stillen Tage im November
Er ist der erste von drei stillen Tagen kurz vor dem Advent. Sie unterscheiden sich in Anlass und Herkunft.
| Tag | 2026 | Anlass |
|---|---|---|
| Volkstrauertag | Sonntag, 15. November | staatliches Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft |
| Buß- und Bettag | Mittwoch, 18. November | evangelischer Tag der Besinnung, Feiertag nur in Sachsen |
| Totensonntag | Sonntag, 22. November | evangelisches Gedenken an die Verstorbenen |
Mehr dazu in den Artikeln Buß- und Bettag 2026: Wer am 18. November frei hat und Allerheiligen 2026. Alle Termine stehen im news-7-Kalender.
Wann ist der Volkstrauertag in den nächsten Jahren?
Weil der Termin am ersten Advent hängt, wandert er zwischen dem 13. und dem 19. November.
- 2027: Sonntag, 14. November
- 2028: Sonntag, 19. November
- 2029: Sonntag, 18. November
- 2030: Sonntag, 17. November
Häufige Fragen
Ist der Volkstrauertag ein Feiertag?
Er ist kein zusätzlicher gesetzlicher Feiertag, er fällt immer auf einen Sonntag. In mehreren Ländern ist er gesetzlich als Trauer- oder stiller Tag geschützt. Dort sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen eingeschränkt, in Bayern etwa Tanz von 2 bis 24 Uhr.
Wann ist der Volkstrauertag?
Der Gedenktag liegt immer auf dem zweiten Sonntag vor dem ersten Advent. 2026 ist das der 15. November, 2027 der 14. November. Die Regel gilt seit 1952, vorher lag der Tag im Frühjahr.
Warum wird halbmast geflaggt?
Nach den Beflaggungsregeln von Bund und Ländern hängen Flaggen an öffentlichen Gebäuden an diesem Tag auf halbmast. Das ist ein Zeichen der Trauer um die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft.
Wer hat den Volkstrauertag eingeführt?
Angeregt hat ihn der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der im Dezember 1919 gegründet wurde. Die erste Gedenkstunde fand am 5. März 1922 im Reichstag statt. Bis heute richtet der Volksbund die zentrale Gedenkstunde aus.
Quellen
- Wissenschaftliche Dienste des Bundestags: Geschichte des Volkstrauertags (WD 1 – 3000 – 157/12), abgerufen 23.10.2026
- evangelisch.de: Volkstrauertag 2025, abgerufen 23.10.2026
- muenchen.de: Stille Tage in München, abgerufen 23.10.2026



