Gegen NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) stehen seit März 2026 Vorwürfe des Machtmissbrauchs im Raum; ein Untersuchungsausschuss des Landtags prüft sie. Scharrenbach weist Mobbing zurück, räumt aber Fehler im Umgang ein. Im Oktober 2026 stärkte Staatssekretär Daniel Sieveke ihr als Zeuge den Rücken. Ein Ergebnis gibt es noch nicht.
Kurz zusammengefasst
Auslöser war ein Spiegel-Bericht: Beschäftigte des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung beklagten Anbrüllen und Bloßstellen, IT.NRW-Chef Oliver Heidinger warf der Ministerin vor, ihn absetzen zu wollen. SPD und FDP verlangten Aufklärung, inzwischen prüft ein Untersuchungsausschuss des Landtags. Für die Ministerin gilt, dass die Vorwürfe nicht bewiesen sind.
Aktualisiert am 24.10.2026: Stand des Untersuchungsausschusses ergänzt, Darstellung beider Seiten ausgewogen.
Ina Scharrenbach: die Vorwürfe
Nach dem Bericht des Spiegel schilderten rund ein Dutzend Beamte ein Arbeitsklima von Angst und Bloßstellen. Ein Vermerk an die Staatskanzlei sprach von schädlichen Umgangsformen. Oliver Heidinger, Präsident von IT.NRW, schrieb an Staatssekretär Sieveke, die Ministerin habe seine Arbeit torpediert und wolle ihn scheitern sehen.
Was die Ministerin sagt
Im Bauausschuss des Landtags wies Scharrenbach Ende März alle Mobbing-Vorwürfe zurück. Sie habe nie einen Menschen scheitern sehen wollen. Zugleich räumte sie ein, im täglichen Betrieb womöglich zu wenig Dank gezeigt zu haben, und kündigte Verbesserungen an.
Der Untersuchungsausschuss
| Zeitpunkt | Entwicklung |
|---|---|
| März 2026 | Spiegel-Bericht, Stellungnahme der Ministerin im Bauausschuss |
| danach | SPD und FDP drängen auf Aufklärung, der Landtag setzt einen Untersuchungsausschuss ein |
| Oktober 2026 | Staatssekretär Sieveke sagt als Zeuge aus: Ihm sei kein Mobbing bekannt, das Verhältnis zu Heidinger sei schwierig gewesen |
Eine Mitarbeiterbefragung im Ministerium ergab laut einem Personalberater keine auffälligen Missstände. Allerdings nahm nur gut die Hälfte der Beschäftigten teil, und gefragt wurde nach den direkten Vorgesetzten, nicht nach der Ministerin. Der Ausschuss arbeitet weiter.
Mehr Landespolitik im Ressort Politik.
Häufige Fragen
Was wird Ina Scharrenbach vorgeworfen?
Laut einem Spiegel-Bericht vom März 2026 klagten Beschäftigte ihres Ministeriums über ein Klima von Angst und Bloßstellen. Der Präsident des Landesbetriebs IT.NRW, Oliver Heidinger, warf ihr vor, seine Arbeit zu torpedieren und ihn absetzen zu wollen.
Was sagt Scharrenbach zu den Vorwürfen?
Sie weist Mobbing und Machtmissbrauch zurück. Sie räumte ein, im Alltag womöglich zu wenig Dank gezeigt zu haben, und kündigte Verbesserungen an.
Gibt es einen Untersuchungsausschuss?
Ja. Ein Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags befasst sich mit den Vorwürfen. Im Oktober 2026 sagte dort Staatssekretär Daniel Sieveke als Zeuge aus. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.
Welches Amt hat Ina Scharrenbach?
Sie ist seit 2022 Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung in Nordrhein-Westfalen (CDU), zuvor war sie ab 2017 Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.
Quellen
- t-online: Staatssekretär stärkt Ministerin Scharrenbach im Mobbing-Streit (05.10.2026), abgerufen 24.10.2026
- taz: Vorwürfe gegen NRW-Ministerin (29.03.2026), abgerufen 24.10.2026
- Wikipedia (englisch): Ina Scharrenbach, abgerufen 24.10.2026



