Ein Blutdruck von 120/80 mmHg ist ein guter Wert und weit vom Bluthochdruck entfernt, der erst ab 140/90 beginnt. Seit der europäischen Leitlinie von 2024 gilt 120/80 aber nicht mehr als „ideal“, sondern streng genommen schon als „erhöhter Blutdruck“: Die neue Kategorie reicht von 120 bis 139 systolisch oder 70 bis 89 diastolisch.
Kurz zusammengefasst
Nicht erhöht: unter 120/70 mmHg. Erhöht (neu seit ESC 2024): 120–139 / 70–89. Bluthochdruck: ab 140/90 (Praxismessung). 120/80 liegt damit im Bereich „erhöht“, ist aber keine Krankheit. Zielwert unter Behandlung meist 120–129 systolisch.
Aktualisiert am 24.10.2026: nach ESC-Leitlinie 2024 und Faktencheck neu aufgebaut.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Brustschmerz, Atemnot, Lähmungen oder Sprachstörungen sofort den Notruf 112 wählen.
120/80 und andere Blutdruckwerte im Überblick
| Kategorie (ESC 2024) | Systolisch | Diastolisch | |
|---|---|---|---|
| Nicht erhöht | unter 120 | und | unter 70 |
| Erhöhter Blutdruck | 120–139 | oder | 70–89 |
| Bluthochdruck (Hypertonie) | ab 140 | oder | ab 90 |
Die Werte beziehen sich auf Messungen in der Arztpraxis. Die Leitlinie empfiehlt zusätzlich Messungen zu Hause mit geprüften Geräten oder eine 24-Stunden-Messung, weil Werte in der Praxis oft höher ausfallen.
Was sich 2024 geändert hat
Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hat im August 2024 die Kategorie „erhöhter Blutdruck“ eingeführt. Wer darin liegt, soll sein Herz-Kreislauf-Risiko einschätzen lassen; bei geringem Risiko reichen zunächst Lebensstil und Kontrolle, bei hohem Risiko kann schon hier eine Behandlung sinnvoll sein. Die Grenze für Bluthochdruck blieb bei 140/90, wie auch der Faktencheck von Correctiv im Januar 2026 festhielt.
Richtig messen
- Vor der Messung fünf Minuten ruhig sitzen, Rücken angelehnt, Füße auf dem Boden.
- Manschette auf Herzhöhe am Oberarm, nicht über der Kleidung.
- Zwei Messungen im Abstand von ein bis zwei Minuten, den Mittelwert notieren.
- Morgens und abends über mehrere Tage messen und die Werte zur Ärztin oder zum Arzt mitnehmen.
Was bei erhöhten Werten hilft
Die Leitlinie nennt weniger Salz (Natrium höchstens 2 g pro Tag), mehr kaliumreiche Lebensmittel, regelmäßige Bewegung und Rauchverzicht. Medikamente sind bei Bluthochdruck oder hohem Risiko angezeigt; die Entscheidung trifft die Ärztin oder der Arzt.
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Häufige Fragen
Ist ein Blutdruck von 120/80 gut?
Er gilt weiterhin als guter Wert und liegt weit unter der Grenze für Bluthochdruck (140/90). Nach der ESC-Leitlinie von 2024 fällt er wegen des unteren Werts von 80 aber bereits in die neue Kategorie „erhöhter Blutdruck“ (120–139/70–89). Das ist keine Krankheit, sondern ein Anlass, das eigene Risiko im Blick zu behalten.
Ab wann hat man Bluthochdruck?
Ab Praxiswerten von 140 mmHg systolisch oder 90 mmHg diastolisch. Diese Schwelle hat sich mit der neuen Leitlinie nicht geändert.
Was bedeuten die beiden Zahlen?
Der obere (systolische) Wert ist der Druck, wenn das Herz pumpt, der untere (diastolische) Wert der Druck in der Entspannungsphase. Gemessen wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg).
Welcher Zielwert gilt bei Behandlung?
Für die meisten Menschen mit blutdrucksenkenden Medikamenten empfiehlt die ESC einen oberen Wert von 120 bis 129 mmHg, wenn die Behandlung gut vertragen wird. Bei älteren oder gebrechlichen Menschen gilt: so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar.
Was kann ich selbst tun?
Laut Leitlinie helfen weniger Salz (höchstens 2 g Natrium am Tag), mehr Kalium, Bewegung und Rauchverzicht. Welche Maßnahmen für dich passen, klärst du am besten mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.
Quellen
- ESC: New Hypertension Guidelines (30.08.2024), abgerufen 24.10.2026
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie: Kommentar zur ESC-Leitlinie 2024, abgerufen 24.10.2026
- Correctiv: Alte Bluthochdruck-Werte bleiben (13.01.2026), abgerufen 24.10.2026
- Pharmazeutische Zeitung: Erhöhter Blutdruck schon ab 120/70 mmHg, abgerufen 24.10.2026
- Neu aufgebaut nach der ESC-Leitlinie 2024 (Kategorie „erhöhter Blutdruck“) (Quelle)
- Einordnung des Faktenchecks: Hypertonie-Grenze bleibt 140/90 (Quelle)
- Erfundene Ich-Erzählung und falsche Normalwert-Angabe entfernt (Quelle)
Aktualisiert auf Basis der genannten Quellen, KI-gestützt.



