Letzte Woche hab ich mit meiner Ärztin über einen Gentest gesprochen. Dabei hab ich mich gefragt, wie weit die Medizin wirklich schon ist. Denn mittlerweile gibt es in Deutschland 136 verschiedene Wirkstoffe, die genau auf den einzelnen Menschen abgestimmt werden.
Deshalb ist die Medizin heute nicht mehr für alle gleich. Denn sie passt sich immer mehr an jeden einzelnen Menschen an. Außerdem nutzt sie dabei moderne Tests, um das beste Mittel für jeden zu finden. Dabei hilft besonders die Analyse der DNA – also unseres Erbguts.
Was bedeutet Medizin für jeden Einzelnen?
Dabei geht es um einen neuen Ansatz in der Behandlung. Denn die Medizin schaut nicht mehr nur auf die Krankheit, sondern auch auf den Menschen selbst. Außerdem werden dabei genetische Merkmale, der Lebensstil und persönliche Faktoren beachtet. Deshalb nennt man diesen Ansatz auch Präzisions-Medizin.
Zudem erklärt Matthias Meergans vom Verband forschender Arzneimittelhersteller: „Dabei bezieht sie genetische und molekulare Infos in die Tests ein. Außerdem setzt sie teilweise auf speziell für den Einzelfall hergestellte Mittel.“ Denn das Ziel ist klar: Die beste Behandlung für jeden Menschen finden.
DNA-Analyse zeigt den Weg
Dabei spielt die Analyse der DNA eine zentrale Rolle. Denn unser Erbgut beeinflusst, wie wir auf Medikamente reagieren. Außerdem zeigt es, welche Krankheiten bei uns wahrscheinlicher sind. Deshalb werden heute vor vielen Behandlungen Tests gemacht.
Zudem gibt es in Deutschland mittlerweile über 136 verschiedene Wirkstoffe, für die solche Tests vorgeschrieben oder empfohlen sind. Dabei sind drei Viertel davon Mittel gegen Krebs. Außerdem werden die übrigen vor allem gegen Krankheiten des Immunsystems, des Stoffwechsels und der Nerven eingesetzt.
Netzwerk macht Behandlung zugänglich
Außerdem gibt es seit 2021 das Deutsche Netzwerk für Personalisierte Medizin. Dabei arbeiten 26 Uni-Kliniken zusammen. Denn sie haben an jedem Standort ein Zentrum für diese neue Medizin aufgebaut. Zudem wurde das Projekt mit 21 Millionen Euro gefördert.
Dabei erklärt Prof. Dr. Nisar Malek vom Uni-Klinikum Tübingen: „Jeden Menschen bestmöglich zu behandeln – das ist unser Ziel. Deshalb nutzen wir modernste Technologien in der Analyse und der Bildgebung.“ Außerdem werden an allen Standorten sogenannte Molekulare Tumorboards eingerichtet. Denn dort besprechen Experten gemeinsam, welche Behandlung für jeden Patienten am besten ist.
Krebs-Behandlung wird genauer
Dabei ist besonders die Krebs-Behandlung schon weit. Denn hier kann die Analyse des Erbguts zeigen, welche Mittel wirken werden. Außerdem lässt sich dadurch das Risiko für einen schweren Verlauf einschätzen. Deshalb werden heute bei bestimmten Krebs-Arten bis zu zehn verschiedene Tests empfohlen.
Zudem zeigt eine Untersuchung von 2021: In Deutschland werden aber längst nicht alle Tests auch durchgeführt. Dabei könnte die Behandlung dadurch viel besser werden. Außerdem ließen sich unnötige Nebenwirkungen vermeiden. Deshalb fordern Experten, diese Tests öfter einzusetzen.
Tests für zu Hause werden beliebter
Außerdem gibt es mittlerweile auch Tests für zu Hause. Dabei schickt man eine Speichel-Probe ein und bekommt nach einigen Wochen die Ergebnisse. Denn Firmen wie Gentastic oder ProGenom bieten solche Analysen an. Zudem werden dabei oft 400 genetische Merkmale untersucht.
Dabei liefern diese Tests Hinweise zu Ernährung, Sport und Gesundheits-Risiken. Außerdem basieren sie auf über 4 Millionen wissenschaftlichen Studien. Denn nur Gendefekte, die durch mindestens drei unabhängige Studien belegt sind, werden in die Auswertung aufgenommen. Deshalb sind die Ergebnisse meist verlässlich.
Mittel werden auf Gene abgestimmt
Zudem spielt die Pharmako-Genetik eine wichtige Rolle. Dabei geht es um die Frage: Wie wirken Medikamente bei verschiedenen Menschen? Denn Gene bestimmen, wie der Körper Wirkstoffe abbaut. Außerdem beeinflussen sie, ob Nebenwirkungen auftreten.
Deshalb ist seit 2008 bei der HIV-Behandlung mit Abacavir ein Gentest Pflicht. Denn bei Menschen mit einer bestimmten Gen-Variante können schwere Reaktionen auftreten. Außerdem gibt es beim Brustkrebs-Mittel Herceptin einen Test. Dabei wirkt das Mittel nur, wenn der Tumor ein bestimmtes genetisches Merkmal aufweist.
Forschung treibt Entwicklung voran
Außerdem fördert die Bundesregierung die Forschung stark. Dabei gibt es europäische Partnerschaften und gemeinsame Projekte. Denn Deutschland will den Anschluss an internationale Aktivitäten halten. Zudem gibt es seit Januar 2025 eine neue Förder-Richtlinie für pharmako-genomische Strategien.
Dabei betont das Forschungs-Ministerium: „Die Medizin für jeden Einzelnen hat das Potenzial, Menschen zu besseren Behandlungen zu verhelfen. Außerdem macht sie das Gesundheits-System effizienter.“ Deshalb wird dieser Bereich als strategisches Forschungs-Feld im Koalitions-Vertrag genannt.
Künstliche Intelligenz hilft bei Auswertung
Zudem wird Künstliche Intelligenz immer wichtiger. Denn die riesigen Datenmengen aus Gen-Analysen müssen ausgewertet werden. Außerdem kann KI Muster erkennen, die für Menschen schwer zu sehen sind. Dabei hilft sie zum Beispiel bei der Früherkennung von Krebs.
Deshalb zeigen Studien: KI-Systeme erreichen bei der Krebs-Erkennung fast 94 Prozent Genauigkeit. Außerdem können sie Veränderungen im Gehirn erkennen, die auf Alzheimer oder Parkinson hindeuten. Dabei werden diese Technologien in Deutschland aber noch vorsichtig eingesetzt. Denn Datenschutz und ethische Fragen müssen geklärt werden.
Kosten und Zugang bleiben Herausforderung
Dabei sind diese Behandlungen oft teuer. Denn die Herstellung von maßgeschneiderten Mitteln kostet viel. Außerdem sind die Tests aufwendig. Deshalb übernehmen die Krankenkassen nicht alle Kosten. Zudem ist der Zugang zu diesen Behandlungen noch nicht überall gleich gut.
Außerdem gibt es noch eine weitere Hürde: Viele Ärzte kennen die neuen Möglichkeiten noch nicht gut genug. Deshalb werden Tests oft nicht angeboten, obwohl sie sinnvoll wären. Dabei könnte eine bessere Ausbildung helfen. Denn dann würden mehr Menschen von diesen Behandlungen profitieren.
Fazit: Die Zukunft der Medizin ist persönlich
Deshalb steht fest: Die Medizin wird immer persönlicher. Denn die Analyse unseres Erbguts zeigt, welche Behandlung am besten passt. Außerdem hilft sie, Krankheiten früher zu erkennen. Dabei sind in Deutschland schon über 136 verschiedene Wirkstoffe zugelassen, die auf Tests basieren.
Zudem wächst der weltweite Markt stark: Bis 2025 wird er sich auf über 3 Billionen Dollar verdoppelt haben. Denn immer mehr Menschen wollen von diesen neuen Möglichkeiten profitieren. Außerdem wird die Forschung weiter gefördert. Deshalb ist klar: Die Medizin für jeden Einzelnen ist keine Zukunfts-Musik mehr. Denn sie findet jetzt statt.
