Dramatische Enthüllungen im Block Kinder Entführungs-Prozess: War es Spionage im Sorgerechtsstreit?
Im Hamburger Landgericht spitzt sich der Prozess um die Entführung der Block-Kinder zu. Ein zentraler Zeuge, der Geschäftsführer einer israelischen Sicherheitsfirma, belastet mit seinen Aussagen nicht nur mutmaßliche Komplizen, sondern wirft auch ein düsteres Licht auf die Methoden im Sorgerechtsstreit der Familie Block. Seine Schilderungen über die Überwachung des Hauses des Vaters in Dänemark lassen aufhorchen und werfen die Frage auf, wie weit die Beteiligten zu gehen bereit waren.

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- Der Zeuge packt aus: "Wir haben Spionage betrieben"
- Einbruch in das Netzwerk der Familie Hensel geplant
- Die Rolle von Christina Block und Gerhard Delling
- Chronologie der Ereignisse rund um die Block Kinder Entführung
- Ausblick auf den weiteren Verlauf des Prozesses
- Die juristische Bewertung der Spionage-Aktivitäten
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Chef einer israelischen Sicherheitsfirma gesteht Überwachung des Hauses des Vaters der Block-Kinder in Dänemark.
- Ziel der Überwachung war laut Zeuge das Sammeln von Informationen im Sorgerechtsstreit und der Einbruch in das Netzwerk der Familie Hensel.
- Christina Block und ihr Familienanwalt sollen über die Überwachung informiert gewesen sein.
- Sieben Angeklagte stehen vor Gericht, darunter Christina Block und ihr Lebensgefährte Gerhard Delling.
- Der Prozess wirft ein Schlaglicht auf die Eskalation eines Sorgerechtsstreits und die möglichen Folgen für die beteiligten Kinder.
Der Zeuge packt aus: „Wir haben Spionage betrieben“
Der 68-jährige Geschäftsführer der israelischen Sicherheitsfirma, der im Prozess um die Block Kinder Entführung als Zeuge aussagt, schilderte detailliert, wie das Haus des Vaters, Stephan Hensel, in Süddänemark observiert wurde. „Wir haben Spionage, was das Haus angeht, betrieben“, gab er vor dem Landgericht zu Protokoll. Diese Aussage ist brisant, da sie erstmals öffentlich einräumt, dass die Aktivitäten weit über die bloße Sammlung von Informationen hinausgingen. Laut seinen Angaben wurden bereits fast ein Jahr vor der eigentlichen „Rückholung“ der Kinder diverse technische Geräte im Umfeld des Hauses installiert. Diese Geräte dienten nicht nur der visuellen Überwachung, sondern auch dem Versuch, in den elektronischen Datenverkehr einzudringen.
Die Aussage des Zeugen belastet auch Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhauskette „Block House“, und ihren Familienanwalt. Er gab an, dass beide über die Überwachungsmaßnahmen informiert waren. Demnach sei es zunächst darum gegangen, Informationen im Sorgerechtsstreit zu sammeln, um die Position der Mutter zu stärken. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob die Information der beiden tatsächlich nur die Sammlung von Daten umfasste oder ob sie auch von den weitergehenden Plänen des Einbruchs in das Netzwerk wussten.
Einbruch in das Netzwerk der Familie Hensel geplant
Die Schilderungen des Zeugen über den geplanten Einbruch in das Netzwerk der Familie Hensel sind besonders beunruhigend. „Wir wollten in das Netzwerk der Familie Hensel einbrechen“, erklärte er laut Dolmetscherin. „Wir wollten in der Lage sein, in den ganzen Verkehr reinzuhören.“ Ziel war es demnach, Zugriff auf die gesamte Kommunikation der Familie zu erhalten. Obwohl Teile von Passwörtern entschlüsselt wurden, reichte es nicht aus, um die Daten vollständig zu entschlüsseln. Dieser Versuch des illegalen Zugriffs auf private Daten wirft ein Schlaglicht auf die Skrupellosigkeit, mit der in diesem Sorgerechtsstreit vorgegangen wurde. Die Block Kinder Entführung scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein. (Lesen Sie auch: Newsblog zum Block-Prozess: Zeuge Barkay: Entführer spionierten…)
Der Zeuge, der die Überwachung gestand, ist selbst nicht Angeklagter in dem laufenden Prozess. Ihm wurde von der Justiz sicheres Geleit für seine Aussage zugesichert, was die Bedeutung seiner Aussage für den gesamten Fall unterstreicht.
Die Rolle von Christina Block und Gerhard Delling
Christina Block, die Hauptangeklagte im Prozess, bestreitet ebenso wie ihr Lebensgefährte Gerhard Delling, etwas Unrechtes getan zu haben. Delling steht wegen Beihilfe vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft Block vor, die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben zu haben, um sie zurück nach Deutschland zu holen. Der Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel hatte sich zuvor über Jahre hingezogen und war von gegenseitigen Vorwürfen und gerichtlichen Auseinandersetzungen geprägt. Die Block Kinder Entführung war der traurige Höhepunkt dieser Auseinandersetzung.
Die Verteidigung von Christina Block argumentiert, dass sie lediglich das Wohl ihrer Kinder im Blick gehabt habe und von den gewaltsamen Methoden der „Rückholung“ nichts gewusst habe. Diese Darstellung steht jedoch im Widerspruch zu den Aussagen des Zeugen, der die Überwachung des Hauses des Vaters gestanden hat und angab, dass Block darüber informiert gewesen sei. Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht diese widersprüchlichen Aussagen bewertet und welche Schlüsse daraus gezogen werden.
Chronologie der Ereignisse rund um die Block Kinder Entführung
Installation von technischen Geräten zur visuellen und elektronischen Überwachung. (Lesen Sie auch: Block-Prozess, Tag 35: Chef-Entführer erneuert Vorwürfe gegen…)
Die Kinder werden gewaltsam aus Dänemark nach Deutschland gebracht.
Der Fall erregt internationale Aufmerksamkeit und führt zu einem komplexen Gerichtsverfahren.
Zentrale Zeugen sagen aus und belasten die Angeklagten.

Ausblick auf den weiteren Verlauf des Prozesses
Der Prozess um die Block Kinder Entführung ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Aussagen des Zeugen, der die Überwachung gestanden hat, werden sicherlich noch intensiv geprüft und bewertet werden. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Zeugen aussagen werden und ob neue Beweismittel vorgelegt werden. Die Frage, ob Christina Block und ihr Lebensgefährte Gerhard Delling von den Details der Entführung wussten und ob sie diese billigten, wird im Zentrum der weiteren Verhandlungen stehen. Das Urteil in diesem Fall wird nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für die Öffentlichkeit von großer Bedeutung sein. (Lesen Sie auch: 35. Prozesstag: Mutmaßlicher Block-Kidnapper fühlt sich schlecht…)
Die Tragweite der Block Kinder Entführung ist enorm. Sie wirft ein Schlaglicht auf die Eskalation von Sorgerechtsstreitigkeiten und die möglichen Folgen für die beteiligten Kinder. Es ist zu hoffen, dass dieser Fall dazu beiträgt, das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer friedlichen und kindgerechten Lösung von Konflikten in Familien zu schärfen.
Die juristische Bewertung der Spionage-Aktivitäten
Die von dem Zeugen geschilderten Spionage-Aktivitäten werfen auch juristische Fragen auf. Das Eindringen in fremde Netzwerke und das Abfangen von Daten sind in Deutschland und Dänemark strafbare Handlungen. Die Frage ist, ob Christina Block und ihr Familienanwalt von diesen illegalen Aktivitäten wussten und sie in Auftrag gegeben oder zumindest gebilligt haben. Sollte dies der Fall sein, drohen ihnen empfindliche Strafen. Die juristische Bewertung der Spionage-Aktivitäten ist ein wichtiger Aspekt des Prozesses und wird maßgeblich zum Urteil beitragen.
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau wird Christina Block vorgeworfen?
Christina Block wird vorgeworfen, die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben zu haben.
Welche Rolle spielt Gerhard Delling in dem Prozess?
Gerhard Delling, der Lebensgefährte von Christina Block, steht wegen Beihilfe vor Gericht.
Was hat der Zeuge, der Geschäftsführer der israelischen Sicherheitsfirma, ausgesagt?
Der Zeuge hat gestanden, dass das Haus des Vaters der Kinder in Dänemark überwacht wurde und dass Christina Block und ihr Familienanwalt darüber informiert waren. (Lesen Sie auch: 35. Prozesstag: Block-Prozess: Mutmaßlicher Kidnapper räumt Fehler…)
Was war das Ziel der Überwachung?
Das Ziel der Überwachung war laut Zeuge, Informationen im Sorgerechtsstreit zu sammeln und in das Netzwerk der Familie Hensel einzubrechen.
Wie geht der Prozess weiter?
Der Prozess wird mit weiteren Zeugenaussagen und der Prüfung von Beweismitteln fortgesetzt. Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht die widersprüchlichen Aussagen bewertet und zu welchem Urteil es kommt.
Fazit
Der Prozess um die Block Kinder Entführung offenbart ein erschreckendes Ausmaß an Eskalation in einem Sorgerechtsstreit. Die Enthüllungen über die Überwachung des Hauses des Vaters und den geplanten Einbruch in sein Netzwerk werfen ein düsteres Licht auf die Methoden, die angewendet wurden. Es bleibt zu hoffen, dass der Prozess zu einer gerechten Aufklärung führt und dass die beteiligten Kinder langfristig vor weiteren Belastungen geschützt werden können. Der Fall dient als Mahnung, dass Sorgerechtsstreitigkeiten niemals auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden dürfen und dass friedliche Lösungen stets Vorrang haben müssen.






