Die Anzahl verschwundener Waffen in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ende 2025 waren über 47.000 Schusswaffen als gestohlen oder verloren gemeldet. Dies stellt eine fast Verdopplung gegenüber dem Stand von Anfang 2018 dar, als rund 24.500 Waffen vermisst wurden.

Die wichtigsten Fakten
- Die Zahl verschwundener Waffen in Deutschland hat sich seit 2018 fast verdoppelt.
- Ende 2025 waren 47.335 Waffen als gestohlen oder verloren gemeldet.
- Rund 80% der vermissten Waffen wurden als verloren gemeldet, 20% als gestohlen.
- Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert mehr Spezialisten zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels.
Waffen Verschwunden Deutschland: Wie groß ist das Problem?
Ende 2025 waren im Nationalen Waffenregister 47.335 Waffen als verschwunden gemeldet. Davon galten 38.277 als verloren und 9058 als gestohlen. Im Vergleich dazu waren es Anfang 2018 noch 24.531 verschwundene Waffen, darunter 19.282 verlorene und 5249 gestohlene Exemplare. Die Zahlen verdeutlichen einen deutlichen Anstieg des Problems.
Woher stammen die verschwundenen Waffen?
Die als verschwunden gemeldeten Waffen stammen aus Privatbesitz. Dazu zählen Schusswaffen, die legal von Jägern, Sportschützen und Sammlern erworben wurden. Nach den jüngsten Daten waren Ende Dezember rund fünf Millionen Schusswaffen legal im Besitz dieser Personengruppen. Hinzu kamen rund 526.000 registrierte Waffenteile. Ein unachtsamer Umgang oder unzureichende Sicherheitsmaßnahmen bei der Aufbewahrung können zum Verlust von Waffen führen.
Was bedeutet das für Bürger?
Der Anstieg verschwundener Waffen in Deutschland birgt erhebliche Risiken für die öffentliche Sicherheit. Gestohlene Waffen können in die Hände von Kriminellen gelangen und für Straftaten eingesetzt werden. Auch verloren gegangene Waffen können missbraucht werden, wenn sie von Unbefugten gefunden werden. Bürger sollten daher ihre Waffen stets sicher aufbewahren und den Verlust oder Diebstahl unverzüglich der Polizei melden. Die Dunkelziffer dürfte jedoch noch höher liegen, da nicht jeder Verlust sofort angezeigt wird. (Lesen Sie auch: Biathlet Fremdgehen Beichte: Laegreids Ex reagiert Nun)
Welche Maßnahmen werden gefordert?
Der Vizevorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Manuel Ostermann, nannte die Zahl der gestohlenen Waffen erschreckend. Er betonte, dass hier „skrupellose Kriminelle“ am Werk seien. „Wer Schusswaffen stiehlt, scheut vor nichts zurück: Er bricht in Privathäuser ein, knackt Panzerschränke und stiehlt scharfe Waffen“, sagte Ostermann gegenüber Stern. Die gestohlenen Waffen landeten dann „wahrscheinlich auf dem Schwarzmarkt“.
Der illegale Waffenhandel ist ein lukratives Geschäft für Kriminelle. Die Waffen werden oft über Landesgrenzen hinweg verkauft und können in Konfliktgebieten oder für terroristische Zwecke eingesetzt werden.
Wie kann der illegale Handel mit Waffen unterbunden werden?
Um den illegalen Handel mit Waffen zu unterbinden, fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft mehr Geld, mehr Befugnisse und mehr Spezialisten bei der Polizei. Nur so könne der Schwarzmarkt effektiv bekämpft und die Sicherheit der Bürger gewährleistet werden. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Polizei, Zoll und anderen Behörden sei ebenfalls notwendig, um den Waffenhandel über Landesgrenzen hinweg zu unterbinden. Auch strengere Kontrollen bei Waffenbesitzern könnten dazu beitragen, den Verlust oder Diebstahl von Waffen zu verhindern.
Welche politischen Perspektiven gibt es?
Die Parteien im Bundestag sind sich grundsätzlich einig, dass der illegale Waffenhandel bekämpft werden muss. Allerdings gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Maßnahmen am effektivsten sind. Während einige Parteien auf eine Verschärfung des Waffenrechts setzen, fordern andere eine bessere Ausstattung der Polizei und eine verstärkte internationale Zusammenarbeit. Die Grünen fordern beispielsweise ein Verbot von halbautomatischen Waffen in Privatbesitz. Die FDP hingegen warnt vor einer übermäßigen Bürokratisierung und betont die Eigenverantwortung der Waffenbesitzer. Die SPD plädiert für eine Stärkung der Kontrollbehörden und eine bessere Vernetzung der europäischen Sicherheitsbehörden. (Lesen Sie auch: öffentlicher Dienst Tarifverhandlungen: Warnstreiks)
Die CDU/CSU sehen den Fokus auf der konsequenten Anwendung des bestehenden Waffenrechts und der Bekämpfung der Ursachen von Kriminalität. Sie betonen, dass legale Waffenbesitzer nicht unter Generalverdacht gestellt werden dürfen. Eine Verschärfung des Waffenrechts lehnen sie daher ab. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen die Bundesregierung ergreifen wird, um das Problem der verschwundenen Waffen in Deutschland zu lösen. Eine umfassende Strategie, die sowohl präventive als auch repressive Maßnahmen umfasst, ist jedoch unerlässlich, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Das Bundesinnenministerium ist für die Sicherheit der Bürger und die Bekämpfung von Kriminalität zuständig.
Die Tagesschau berichtete ebenfalls über den Anstieg verschwundener Waffen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Waffen sind in Deutschland insgesamt registriert?
Ende Dezember waren rund fünf Millionen Schusswaffen legal im Besitz von Jägern, Sportschützen und Sammlern registriert. Hinzu kommen etwa 526.000 registrierte Waffenteile. Dies zeigt die große Anzahl von Waffen, die sich im Umlauf befinden. (Lesen Sie auch: Jeffrey Epstein Erbin: Wer ist Karyna Shuliak…)
Was sind die häufigsten Gründe für das Verschwinden von Waffen?
Die häufigsten Gründe sind Verlust und Diebstahl. Waffen können beispielsweise bei Einbrüchen entwendet werden oder durch unachtsamen Umgang verloren gehen. Auch unsachgemäße Lagerung kann dazu beitragen, dass Waffen abhandenkommen.
Welche Strafen drohen bei illegalem Waffenbesitz?
Illegaler Waffenbesitz kann mit hohen Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen geahndet werden. Die genaue Strafe hängt von der Art der Waffe und den Umständen des Einzelfalls ab. Auch der Handel mit illegalen Waffen wird streng bestraft.
Wie können Bürger dazu beitragen, das Problem zu lösen?
Bürger sollten ihre Waffen stets sicher aufbewahren und den Verlust oder Diebstahl unverzüglich der Polizei melden. Auch verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit Waffen sollten den Behörden gemeldet werden, um zur Aufklärung beizutragen.
Wer ist für die Kontrolle des Waffenbesitzes zuständig?
Die Waffenbehörden der Bundesländer sind für die Kontrolle des Waffenbesitzes zuständig. Sie prüfen die Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern und führen regelmäßige Kontrollen durch. Auch die Polizei spielt eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung von illegalem Waffenbesitz. (Lesen Sie auch: Lottozahlen Mittwoch: Hier Sind Ihre Gewinnzahlen Vom…)
Der Anstieg der Zahl verschwundener Waffen in Deutschland ist ein besorgniserregendes Zeichen. Es zeigt, dass das Problem des illegalen Waffenhandels weiterhin besteht und dringende Maßnahmen erforderlich sind. Nur durch eine konzertierte Aktion von Politik, Polizei und Gesellschaft kann die Sicherheit der Bürger gewährleistet und der Missbrauch von Waffen verhindert werden. Wie Stern berichtet, hat sich die Zahl der verschwundenen Waffen seit 2018 fast verdoppelt. Es ist an der Zeit, zu handeln.







