Die Gürtelrose-Impfung wird in Deutschland nun auch für jüngere Menschen mit bestimmten Risikofaktoren von den Krankenkassen übernommen. Ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ermöglicht es, dass Personen ab 18 Jahren mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung die Impfung als Kassenleistung erhalten. Bisher galt die Empfehlung hauptsächlich für Menschen ab 60 Jahren.

Hintergrund zur Gürtelrose-Impfung
Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, die durch die Reaktivierung von Varizella-Zoster-Viren verursacht wird. Diese Viren sind auch für Windpocken verantwortlich. Nach einer durchgemachten Windpockenerkrankung verbleiben die Viren lebenslang im Körper und können bei geschwächtem Immunsystem reaktiviert werden. Dies führt zu Gürtelrose, die sich durch einen schmerzhaften Hautausschlag äußert. Besonders ältere Menschen und Personen mit Immunschwäche sind gefährdet. Das Robert Koch-Institut (RKI) bietet umfassende Informationen zu Gürtelrose und den Empfehlungen zur Impfung. (Lesen Sie auch: Valentine's Day bei Olympia: Liebe und Wettkampf…)
Aktuelle Entwicklung: Impfung für Risikogruppen ab 18 Jahren
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Impfempfehlung gegen Gürtelrose auszuweiten. Demnach wird die Impfung nun auch für Menschen ab 18 Jahren mit bestimmten Risikofaktoren als Kassenleistung angeboten. Zu diesen Risikofaktoren zählen laut G-BA schwer ausgeprägte chronische Grunderkrankungen wie Diabetes, Niereninsuffizienz, Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen, Asthma oder die Lungenerkrankung COPD sowie Immunschwäche. Wie die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) berichtet, trat der Beschluss am Freitag in Kraft.
Die Impfung erfolgt in der Regel zweimalig im Abstand von mindestens zwei bis maximal sechs Monaten mit einem Totimpfstoff. Als Standardimpfung wird die Gürtelrose-Impfung weiterhin für alle Menschen ab 60 Jahren empfohlen. (Lesen Sie auch: Schrecksekunde um Kevin Fiala: Olympia-Aus)
Mögliche Folgen einer Gürtelrose-Erkrankung
Eine Gürtelrose kann nicht nur einen schmerzhaften Hautausschlag verursachen, sondern auch zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Dazu gehören über Monate oder Jahre anhaltende, schmerzhafte Nervenschäden (Post-Zoster-Neuralgie), Sehkraft- oder Hörminderungen sowie eine Lähmung des Gesichtsnervs. Eine frühzeitige Impfung kann das Risiko für diese Komplikationen deutlich reduzieren.
Was bedeutet die neue Regelung zur Gürtelrose-Impfung?
Die Ausweitung der Impfempfehlung ist ein wichtiger Schritt, um auch jüngere Menschen mit einem erhöhten Risiko vor Gürtelrose und ihren möglichen Folgen zu schützen. Indem die Impfung nun als Kassenleistung angeboten wird, wird sie für mehr Menschen zugänglich. Betroffene sollten sich bei ihrem Arzt über die individuellen Risikofaktoren und die Notwendigkeit einer Impfung beraten lassen. Die Pharmazeutische Zeitung betont, dass die Entscheidung des G-BA auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, die den Nutzen der Impfung auch für jüngere Risikogruppen belegen. (Lesen Sie auch: Celebrini glänzt bei Olympia-Debüt: Kanadas Eishockey-Star)
Ausblick
Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach der Gürtelrose-Impfung in den kommenden Monaten steigen wird. Ärzte und Apotheker müssen sich darauf einstellen, Patienten umfassend über die Impfung, ihre Risiken und Nutzen zu informieren. Zudem ist es wichtig, dass die Krankenkassen die Kostenübernahme reibungslos umsetzen.

FAQ zur Gürtelrose-Impfung
Häufig gestellte Fragen zu gürtelrose impfung
Wer sollte sich gegen Gürtelrose impfen lassen?
Die Standardimpfung wird für alle Personen ab 60 Jahren empfohlen. Zusätzlich wird die Impfung auch für jüngere Menschen ab 18 Jahren mit bestimmten Risikofaktoren, wie chronischen Erkrankungen oder Immunschwäche, empfohlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um Ihr individuelles Risiko zu besprechen. (Lesen Sie auch: Pius Suter erzielt Powerplay-Tor für die Schweiz)
Welche Risiken gibt es bei der Gürtelrose-Impfung?
Wie bei jeder Impfung kann es auch bei der Gürtelrose-Impfung zu Nebenwirkungen kommen. Häufig sind dies Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle. In seltenen Fällen können auch Allgemeinreaktionen wie Fieber oder Kopfschmerzen auftreten. Ernsthafte Komplikationen sind sehr selten.
Wie oft muss man sich gegen Gürtelrose impfen lassen?
Die Impfung gegen Gürtelrose erfolgt in der Regel zweimalig. Zwischen den beiden Impfungen sollte ein Abstand von mindestens zwei bis maximal sechs Monaten liegen. Nach dieser Grundimmunisierung ist nach aktuellem Stand keine Auffrischungsimpfung notwendig.
Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Gürtelrose-Impfung?
Ja, die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Gürtelrose-Impfung als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahren. Seit kurzem übernehmen sie die Kosten auch für Menschen ab 18 Jahren mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung. Klären Sie die Kostenübernahme im Zweifelsfall mit Ihrer Krankenkasse.
Kann man trotz Impfung an Gürtelrose erkranken?
Die Impfung bietet einen sehr guten Schutz vor Gürtelrose, ist aber nicht hundertprozentig wirksam. In seltenen Fällen kann es trotz Impfung zu einer Erkrankung kommen. Der Verlauf ist dann aber meist milder und Komplikationen treten seltener auf.
| Zielgruppe | Empfehlung | Kostenübernahme |
|---|---|---|
| Personen ab 60 Jahren | Standardimpfung | Krankenkasse |
| Personen ab 18 Jahren mit Risikofaktoren | Empfehlung nach G-BA Beschluss | Krankenkasse |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


