Listerien-Alarm: Gorgonzola-Rückruf bei Aldi, Kaufland

Aktuell werden Gorgonzola-Käseprodukte, die bei Aldi, Kaufland und Netto verkauft wurden, wegen einer möglichen Kontamination mit Listerien zurückgerufen. Der französische Lebensmittelkonzern Lactalis hat den Rückruf veranlasst, nachdem bei Routinekontrollen das Bakterium Listeria monocytogenes nachgewiesen wurde. Dieses kann die Krankheit Listeriose auslösen.

Symbolbild zum Thema Listerien
Symbolbild: Listerien (Bild: Picsum)

Was sind Listerien und welche Gefahren bergen sie?

Listerien sind Bakterien, die in der Umwelt weit verbreitet sind. Sie kommen in Erde, Wasser, Pflanzen und auch im Darm von Mensch und Tier vor. Eine Infektion mit Listerien, die sogenannte Listeriose, wird meist durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel verursacht. Besonders gefährdet sind Schwangere, ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei ihnen kann eine Listeriose schwerwiegende Folgen haben, wie beispielsweise eine Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung. In der Schwangerschaft kann eine Infektion sogar zu einer Fehl- oder Frühgeburt führen. Gesunde Menschen haben meist nur milde oder gar keine Symptome.

Die Symptome einer Listeriose ähneln oft denen einer Grippe, wie beispielsweise Fieber, Muskelschmerzen und Erbrechen. Bei schweren Verläufen können neurologische Symptome wie Kopfschmerzen, Verwirrtheit und Krampfanfälle auftreten. Eine Listeriose kann mit Antibiotika behandelt werden. Es ist daher wichtig, bei Verdacht auf eine Infektion einen Arzt aufzusuchen. Mehr Informationen zu Listerien und Listeriose bietet das Robert Koch-Institut. (Lesen Sie auch: Kanada Finnland Eishockey: schlägt im -Halbfinale)

Aktuelle Entwicklung: Welche Produkte sind betroffen?

Der Rückruf von Lactalis betrifft verschiedene Gorgonzola-Produkte, die unter den Eigenmarken von Aldi, Kaufland und Netto verkauft werden. Konkret handelt es sich um folgende Produkte, wie die Tagesschau berichtet:

  • K-Favourites Gorgonzola pikant und mild (Kaufland), außer in Baden-Württemberg und Bayern
  • Mondo Italiano Gorgonzola Piccante und Dolce (Netto Marken-Discount), bundesweit mit Ausnahme von Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen
  • Cucina Gorgonzola Piccante und Dolce (Aldi Nord und Aldi Süd). Bei Aldi Nord sind die Orte Weyhe, Seevetal und Sievershausen in Niedersachsen betroffen. Bei Aldi Süd Bayern und Teile von Baden-Württemberg sowie Thüringen.

Betroffen sind ausschließlich 200-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21. Februar 2026. Die Produkte wurden bereits seit dem 9. Januar 2026 verkauft.

Eine detaillierte Auflistung der betroffenen Produkte mit allen relevanten Informationen (Chargennummer, EAN-Code usw.) finden Verbraucher auf der Webseite von Lactalis. (Lesen Sie auch: Christian Hümbs: Verlobung mit Ex-Kandidatin sorgt)

Verbraucher, die die genannten Produkte gekauft haben, werden gebeten, diese nicht zu verzehren und entweder zu entsorgen oder in die jeweiligen Supermärkte zurückzubringen. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet, wie der Spiegel berichtet.

Reaktionen und Einordnung

Der Rückruf von Gorgonzola-Käse aufgrund von Listerien-Befall ist ein ernstes Problem, das die Bedeutung von Lebensmittelkontrollen und Hygienestandards in der Produktion unterstreicht. Es zeigt, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Kontaminationen vorkommen können. Die betroffenen Handelsketten Aldi, Kaufland und Netto haben umgehend reagiert und die Produkte aus dem Verkauf genommen. Lactalis hat eine Hotline für Verbraucher eingerichtet, um Fragen zu beantworten und Informationen bereitzustellen.

Listerien: Was bedeutet das für Verbraucher?

Für Verbraucher bedeutet der aktuelle Fall vor allem Vorsicht. Wer die betroffenen Gorgonzola-Produkte gekauft hat, sollte diese auf keinen Fall essen. Auch wenn der Käse bereits verzehrt wurde und Symptome auftreten, sollte ein Arzt konsultiert werden. Besonders gefährdete Personengruppen (Schwangere, ältere Menschen, immungeschwächte Personen) sollten generell auf den Verzehr von Rohmilchprodukten und anderen potenziell mit Listerien belasteten Lebensmitteln verzichten. Dazu gehören beispielsweise rohes Fleisch, roher Fisch und nicht pasteurisierte Milchprodukte. Eine gute Küchenhygiene ist ebenfalls wichtig, um das Risiko einer Listeriose zu minimieren. Dazu gehört das gründliche Waschen von Obst und Gemüse, die getrennte Lagerung von rohen und gekochten Lebensmitteln sowie die regelmäßige Reinigung von Küchenutensilien. (Lesen Sie auch: Antoinette Rijpma-De Jong holt Gold über 1500…)

Detailansicht: Listerien
Symbolbild: Listerien (Bild: Picsum)

Die Wahrscheinlichkeit, an einer Listeriose zu erkranken, ist gering. Dennoch sollten Verbraucher die Risiken kennen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen, um sich und ihre Familie zu schützen.

R

Über den Autor
✓ Verifiziert

Redaktion

Online-Redakteur

Unser erfahrenes Redaktionsteam recherchiert und verfasst täglich aktuelle Nachrichten und Hintergrundberichte zu relevanten Themen.

📰 Redaktion
✓ Geprüfter Inhalt

Häufig gestellte Fragen zu Listerien

Betroffene Gorgonzola-Produkte (Stand: 20. Februar 2026)
MarkeProduktBetroffene RegionenMindesthaltbarkeitsdatum
K-Favourites (Kaufland)Gorgonzola pikant und mildaußer Baden-Württemberg und Bayern21.02.2026
Mondo Italiano (Netto)Gorgonzola Piccante und Dolceaußer Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen21.02.2026
Cucina (Aldi Nord/Süd)Gorgonzola Piccante und DolceAldi Nord: Weyhe, Seevetal, Sievershausen; Aldi Süd: Bayern, Teile Baden-Württembergs, Thüringen21.02.2026

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Listerien
Symbolbild: Listerien (Bild: Picsum)

Schreibe einen Kommentar