Bindenwaran Bangkok: Riesenechsen Erobern den Stadtpark

„Ein Schrei durchschneidet das Idyll…“ So beginnt oft eine Szene in einem Abenteuerfilm, doch in Bangkok ist es die Realität. Touristen, die im Lumphini-Park joggen, erleben Begegnungen der besonderen Art: Zwei Meter lange Bindenwarane kreuzen ihren Weg. Bindenwaran Bangkok steht dabei im Mittelpunkt.

Symbolbild zum Thema Bindenwaran Bangkok
Symbolbild: Bindenwaran Bangkok (Bild: Picsum)

Die Frage, die sich unweigerlich stellt: Wie kommt es zu dieser ungewöhnlichen Koexistenz von Mensch und Riesenechse mitten in der thailändischen Metropole? Die Antwort liegt in einem gescheiterten Umsiedlungsprojekt und einem reichhaltigen Nahrungsangebot, das die Warane in Scharen anzieht.

Unser Eindruck: Ein faszinierender Einblick in ein ungewöhnliches Stadtökosystem, das zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und Tier anregt.

Warum bevölkern Bindenwarane Bangkok?

Die Population der Bindenwarane in Bangkok, insbesondere im Lumphini-Park, ist ungewöhnlich hoch. Dies ist hauptsächlich auf das reichhaltige Nahrungsangebot zurückzuführen. Besucher füttern regelmäßig die Fische in den Seen, was eine Überpopulation zur Folge hat. Diese wiederum dient den Waranen als reich gedeckter Tisch, was zu ihrer hohen Bestandsdichte führt.

Film-Fakten

  • Die Bindenwarane bevölkern Bangkok seit vielen Jahren.
  • Im Lumphini-Park leben schätzungsweise Hunderte dieser Tiere.
  • Ein Umsiedlungsversuch im Jahr 2016 scheiterte.
  • Die Warane sind Fleisch- und Aasfresser und passen sich gut an urbane Umgebungen an.

Ein gescheiterter Umzug: Was geschah mit den Bindenwaranen in Bangkok?

Vor etwa zehn Jahren, im Jahr 2016, versuchten die Behörden, die wachsende Population der Bindenwarane im Lumphini-Park zu kontrollieren. Der Plan war, einen Teil der Warane in ein Reservat außerhalb der Stadt umzusiedeln. Wie Stern berichtet, scheiterte dieser Versuch jedoch. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von logistischen Problemen bis hin zu dem Umstand, dass die Warane sich bereits zu stark an das Leben im Park angepasst hatten. (Lesen Sie auch: Bindewaran Bangkok: Riesenechsen Erobern den Großstadtdschungel)

Die Umsiedlung erwies sich als komplexer als erwartet. Die Tiere einzufangen und sicher zu transportieren war eine Herausforderung. Zudem stellte sich die Frage, ob die Warane in einem neuen, ungewohnten Lebensraum überleben könnten. Die Aktion wurde schließlich abgebrochen, und die Bindenwarane kehrten in ihren angestammten Lebensraum im Lumphini-Park zurück.

📌 Hintergrund

Der Lumphini-Park, eine grüne Oase im Herzen von Bangkok, bietet den Waranen Schutz und ausreichend Nahrung. Die Tiere haben sich an das Leben in der Großstadt angepasst und sind zu einer Attraktion für Touristen geworden.

Wie leben die Warane im urbanen Dschungel von Bangkok?

Die Bindenwarane (Varanus salvator) sind äußerst anpassungsfähige Tiere. Ursprünglich in Feuchtgebieten und Mangrovensümpfen beheimatet, haben sie gelernt, in den urbanen Kanälen, den sogenannten Khlongs, und Parks von Bangkok zu überleben. Ihre Ernährung ist vielfältig: Sie fressen Fische, Krebse, Vögel, Nagetiere und Aas. Auch Zivilisationsmüll verschmähen sie nicht, was zuweilen zu unappetitlichen Szenen führt, wenn sie frühmorgens zwischen Plastikflaschen nach Essbarem suchen.

Reptilienexperte Michael Cota vom National Science Museum in Thailand betont, dass die Bestandsdichte der Bindenwarane rund um Bangkok deutlich höher ist als in ihren natürlichen Lebensräumen. Das National Science Museum widmet sich der Erforschung und dem Schutz der thailändischen Flora und Fauna.

Touristenspektakel oder Gefahr: Wie sicher ist Bangkok für Mensch und Waran?

Die Begegnung mit einem zwei Meter langen Bindenwaran kann für Touristen durchaus beängstigend sein. Die Tiere sehen tatsächlich aus, als seien sie einer anderen Zeit entsprungen. Doch in der Regel sind die Warane scheu und greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Dennoch ist Vorsicht geboten, insbesondere im Umgang mit Kindern und Haustieren. (Lesen Sie auch: Straßeneinsturz Omaha: Autos Verschwunden – Was ist…)

Die Stadtverwaltung von Bangkok hat Schilder aufgestellt, die Besucher über das Verhalten der Warane informieren und zu einem respektvollen Umgang mit den Tieren auffordern. Es wird dringend davon abgeraten, die Warane zu füttern, da dies zu einer weiteren Zunahme ihrer Population und zu einer Abhängigkeit von menschlicher Nahrung führen kann. Die Fütterung von Wildtieren ist generell problematisch, da sie das natürliche Verhalten der Tiere verändert und zu einer Störung des ökologischen Gleichgewichts führt, wie die NABU (Naturschutzbund Deutschland) erklärt.

🎬 Fun Fact

Bindenwarane sind exzellente Schwimmer und können bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben. Ihr seitlich abgeflachter Schwanz dient ihnen dabei als Ruder.

Was können wir von den Bindenwaranen in Bangkok lernen?

Die Geschichte der Bindenwarane in Bangkok ist ein Beispiel für die komplexen Herausforderungen des Zusammenlebens von Mensch und Tier in urbanen Umgebungen. Sie zeigt, dass Umsiedlungsprojekte nicht immer erfolgreich sind und dass Tiere sich oft besser anpassen können, als wir erwarten. Gleichzeitig verdeutlicht sie die Notwendigkeit, das natürliche Verhalten von Wildtieren zu respektieren und zu schützen.

Die Bindenwarane sind ein integraler Bestandteil des Ökosystems von Bangkok geworden. Anstatt sie als Bedrohung zu betrachten, sollten wir sie als Chance sehen, mehr über die Anpassungsfähigkeit von Tieren und die Bedeutung des Naturschutzes zu lernen. Eine nachhaltige Lösung für das Zusammenleben von Mensch und Waran erfordert ein Umdenken und ein verantwortungsvolles Handeln von uns allen.

Hier ist ein Video, das die Bindenwarane in ihrem natürlichen Lebensraum zeigt (Achtung: Überraschung!). (Lesen Sie auch: BVB Var: Fans Toben nach Cl-Aus Wegen…)

Detailansicht: Bindenwaran Bangkok
Symbolbild: Bindenwaran Bangkok (Bild: Picsum)

Für wen lohnt sich ein Besuch im Lumphini-Park?

Wer „Jurassic Park“ mochte, aber eine realistische (und deutlich weniger gefährliche) Begegnung mit urzeitlich anmutenden Kreaturen sucht, sollte dem Lumphini-Park in Bangkok unbedingt einen Besuch abstatten. Auch Naturliebhaber und Fotografen kommen hier auf ihre Kosten, denn die Bindenwarane bieten faszinierende Motive. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass es sich um Wildtiere handelt und ein respektvoller Umgang geboten ist.

Ursprünglich berichtet von: Stern

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Häufig gestellte Fragen

Wie groß können Bindenwarane in Bangkok werden?

Bindenwarane können eine beachtliche Größe erreichen. In Bangkok sind Exemplare von bis zu zwei Metern Länge keine Seltenheit. Diese Größe macht sie zu einer beeindruckenden Erscheinung, insbesondere für Touristen, die die Tiere zum ersten Mal sehen. (Lesen Sie auch: Februar Temperaturrekord: War es das Rekordwetter von…)

Sind Bindenwarane für Menschen gefährlich?

Grundsätzlich sind Bindenwarane scheue Tiere und greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Dennoch sollte man Vorsicht walten lassen und einen respektvollen Abstand zu den Tieren halten. Insbesondere Kinder und Haustiere sollten nicht unbeaufsichtigt in die Nähe der Warane gelangen.

Was fressen Bindenwarane in Bangkok?

Die Ernährung der Bindenwarane in Bangkok ist vielfältig. Sie fressen Fische, Krebse, Vögel, Nagetiere und Aas. Auch Zivilisationsmüll gehört zuweilen zu ihrer Nahrung, was jedoch nicht ideal ist und zu Problemen führen kann.

Warum gibt es so viele Bindenwarane im Lumphini-Park?

Die hohe Population der Bindenwarane im Lumphini-Park ist auf das reichhaltige Nahrungsangebot zurückzuführen. Besucher füttern regelmäßig die Fische in den Seen, was zu einer Überpopulation führt. Diese dient den Waranen als reich gedeckter Tisch.

Gab es Versuche, die Bindenwarane umzusiedeln?

Ja, im Jahr 2016 gab es einen Versuch, einen Teil der Warane aus dem Lumphini-Park in ein Reservat außerhalb der Stadt umzusiedeln. Dieser Versuch scheiterte jedoch, und die Warane kehrten in ihren angestammten Lebensraum zurück.

Die Bindenwarane von Bangkok sind mehr als nur eine Touristenattraktion; sie sind ein Spiegelbild der Herausforderungen und Chancen, die das Zusammenleben von Mensch und Tier in einer wachsenden Metropole mit sich bringt. Es liegt an uns, eine Balance zu finden, die sowohl das Wohl der Tiere als auch die Sicherheit der Menschen gewährleistet.

Illustration zu Bindenwaran Bangkok
Symbolbild: Bindenwaran Bangkok (Bild: Picsum)

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