Der ORF Gehaltstransparenzbericht für das Jahr 2025 ist veröffentlicht. Er zeigt, wer im öffentlich-rechtlichen Rundfunk am besten verdient und wie der Sender seinen Sparkurs fortsetzt. Spitzenverdiener ist Pius Strobl mit einem Bruttojahresgehalt von 469.000 Euro. Der Bericht offenbart auch, dass der ORF weiterhin einen Sparkurs fährt.

Hintergrund zum ORF Gehaltstransparenzbericht
Der ORF ist gesetzlich verpflichtet, jährlich einen Transparenzbericht zu veröffentlichen. Dieser Bericht listet die Gehälter aller Mitarbeiter auf, die inklusive Zulagen über 170.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Diese Regelung soll für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Verwendung von Gebührengeldern sorgen. Der ORF ist das einzige öffentliche Unternehmen in Österreich, das zu dieser Offenlegung verpflichtet ist. Die Veröffentlichung des Berichts ist jedes Jahr aufs Neue ein Thema in den Medien und der Öffentlichkeit. (Lesen Sie auch: Top Verdiener Orf: im: Wer am meisten…)
Aktuelle Entwicklung: Topverdiener und Sparkurs im ORF
Der nun veröffentlichte Bericht für das Jahr 2025 zeigt einige interessante Entwicklungen. An der Spitze der Gehaltsliste steht Pius Strobl, der mit 469.000 Euro im Jahr mehr verdient als der zurückgetretene ORF-Chef Roland Weißmann (427.500 Euro). Strobl verantwortete unter anderem die Sanierung des ORF-Zentrums und geht Ende 2026 in Pension. Auf Platz drei folgt ORF-Enterprise-Geschäftsführer Oliver Böhm mit 349.000 Euro. Wie VOL.AT berichtet, werden im Bericht die Gehälter von 62 Mitarbeitern aufgelistet, zusätzlich gehören ORF-Enterprise-Geschäftsführer Oliver Böhm (349.000 Euro), Heinz Mosser (Kaufm. Leiter ORF-Enterprise, 203.552 Euro) und Christian Kopff (Bereichsleiter ORF-Beitrags-Service, 183.306 Euro) zu den Topverdienern.
Insgesamt listet der Bericht für das Jahr 2025 die Gehälter von 65 Personen (inklusive Tochterunternehmen) auf, die über 170.000 Euro verdienen. Das sind zehn Personen weniger als im Jahr 2024. Laut ORF sind altersbedingte Abgänge und die Inanspruchnahme von Altersteilzeit dafür ausschlaggebend. Der ORF betont im Vorwort des Berichts, dass man sich des Privilegs der öffentlichen Finanzierung bewusst sei und sorgsam mit den Beiträgen der Bevölkerung umgehe. Seit vielen Jahren verfolge man einen intensiven Sparkurs, der mit „harten Einschnitten“ für die Belegschaft einhergehe. So seien seit 2007 knapp 1.000 Vollzeitäquivalente abgebaut worden. Im vergangenen Jahr seien auch Nebenbeschäftigungen und externe Beratungsleistungen gesunken. (Lesen Sie auch: Kosovo – Türkei: WM-Playoffs: fordert die –…)
Geschlechterverteilung und weitere Details
Der Bericht zeigt auch die Geschlechterverteilung in den höheren Gehaltsklassen. Demnach verdienten keine Frau, aber vier Männer über 300.000 Euro. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind deutlich mehr Männer als Frauen vertreten. Der ORF führt den Rückgang der Nebenbeschäftigungen auf strengere Compliance-Vorschriften zurück. Die Anzahl jener Personen, die im ORF-Konzern ein zusätzliches Einkommen aus Nebenbeschäftigungen hatten, sei von 987 im Jahr 2024 auf 739 im Vorjahr gesunken.
Reaktionen und Einordnung
Die Veröffentlichung des ORF Gehaltstransparenzberichts hat in Österreich erneut eine Diskussion über die Gehälter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgelöst. Kritiker bemängeln die hohen Gehälter der Topverdiener, während der ORF auf seinen Sparkurs und die Notwendigkeit verweist, qualifiziertes Personal zu halten. Die Zeitung Der Standard berichtet regelmäßig über die Entwicklungen im ORF und die damit verbundenen politischen Diskussionen. (Lesen Sie auch: Bosnien-Herzegowina – Italien: WM-Qualifikation: fordert)
Was bedeutet das? / Ausblick
Der ORF Gehaltstransparenzbericht ist ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Kontrolle des ORF. Er zeigt, wie die Gebührengelder verwendet werden und ob der Sender seinen Sparkurs konsequent umsetzt. Die Diskussionen über die Gehälter im ORF werden voraussichtlich auch in Zukunft anhalten, insbesondere im Hinblick auf die anstehende Reform des ORF und die Frage der zukünftigen Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Weitere Informationen zur Struktur und Organisation des ORF finden sich auf der offiziellen Website des ORF.

Überblick über die Top-Gehälter im ORF (2025)
| Name | Position | Jahresgehalt (Brutto) |
|---|---|---|
| Pius Strobl | Verantwortlicher für Sanierung ORF-Zentrum | 469.000 Euro |
| Roland Weißmann | Ehemaliger ORF-Chef | 427.500 Euro |
| Oliver Böhm | ORF-Enterprise-Geschäftsführer | 349.000 Euro |
| Heinz Mosser | Kaufmännischer Leiter ORF-Enterprise | 203.552 Euro |
| Christian Kopff | Bereichsleiter ORF-Beitrags-Service | 183.306 Euro |
Häufig gestellte Fragen zu orf gehälter transparenzbericht
Warum veröffentlicht der ORF einen Gehaltstransparenzbericht?
Der ORF ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Gehälter von Mitarbeitern, die über 170.000 Euro brutto im Jahr verdienen, offenzulegen. Dies soll die Transparenz erhöhen und die Verwendung von Gebührengeldern nachvollziehbar machen, da der ORF öffentlich finanziert wird. (Lesen Sie auch: Cooper Connolly: Australier im Fokus beim IPL-Match)
Wer ist der aktuelle Topverdiener im ORF laut dem Transparenzbericht?
Laut dem ORF Gehaltstransparenzbericht 2025 ist Pius Strobl der Topverdiener mit einem Bruttojahresgehalt von 469.000 Euro. Er ist unter anderem für die Sanierung des ORF-Zentrums verantwortlich und wird Ende 2026 in den Ruhestand gehen.
Wie viele Personen im ORF verdienen mehr als 170.000 Euro im Jahr?
Im Jahr 2025 listet der ORF-Transparenzbericht 65 Personen (inklusive Tochterunternehmen) auf, die mehr als 170.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Das sind zehn Personen weniger als im Vorjahr 2024. Ausschlaggebend dafür sind altersbedingte Abgänge.
Welche Maßnahmen ergreift der ORF, um Kosten zu sparen?
Der ORF betont, dass er seit vielen Jahren einen intensiven Sparkurs verfolgt. Seit 2007 wurden knapp 1.000 Vollzeitäquivalente abgebaut. Auch die Anzahl der Nebenbeschäftigungen und externen Beratungsleistungen sind im vergangenen Jahr gesunken.
Wie ist die Geschlechterverteilung in den höheren Gehaltsklassen des ORF?
Der Transparenzbericht zeigt, dass keine Frau, aber vier Männer über 300.000 Euro verdienen. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind deutlich mehr Männer als Frauen vertreten, was auf eine ungleiche Geschlechterverteilung hindeutet.


