Dunkelflaute: Österreich kämpft mit trübem Winter

Österreich erlebte im Winter 2025/26 eine Zitterpartie am Stromnetz, da eine ausgeprägte Dunkelflaute das Land an seine Grenzen brachte. Zwischen Oktober und Februar herrschten trübe Bedingungen, die die heimische Stromproduktion beeinträchtigten. Ohne Importe und Gaskraftwerke wären die Lichter ausgegangen, wie salzburg24 berichtet.

Symbolbild zum Thema Dunkelflaute
Symbolbild: Dunkelflaute (Bild: Pexels)

Winter 2025/26: Rekord-Importe und Gaskraftwerke

Der Winter 2025/26 wird als einer der trübsten in die Geschichte eingehen, mit erheblichen Auswirkungen auf die österreichische Stromversorgung. An jedem zweiten Tag zwischen Oktober und Februar herrschte statistisch gesehen Dunkelflaute. Besonders betroffen waren die Bundesländer Salzburg und Tirol, die einen hohen Energiebedarf aufwiesen. Um die Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent zu gewährleisten, musste das Übertragungsnetz der Austrian Power Grid (APG) Höchstleistungen erbringen. (Lesen Sie auch: Coop Käse Salmonellen: und Migros rufen zurück:…)

Die Zahlen der APG für Februar 2026 verdeutlichen die angespannte Lage: Österreich musste im Februar 997 GWh Strom aus dem Ausland beziehen – ein sattes Plus von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am 1. Februar wurde mit einem Import-Saldo von 106 GWh ein neuer historischer Tagesrekord aufgestellt.

Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Die Dunkelflaute im Winter 2025/26 hat die Abhängigkeit Österreichs von fossilen Brennstoffen und Energieimporten offengelegt. Ohne den Einsatz von Gaskraftwerken und die Zufuhr von Strom aus dem Ausland wäre es zu Versorgungsengpässen gekommen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, alternative Speichertechnologien und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, um die Resilienz des Energiesystems zu erhöhen. Die Energy Charts bieten detaillierte Einblicke in die Stromerzeugung aus verschiedenen Energiequellen. (Lesen Sie auch: Rückrufaktion betrifft auch REWE: Salami-Snack)

Ausblick: Wie geht es weiter?

Die Erfahrungen aus dem Winter 2025/26 zeigen, dass Österreich verstärkt in den Ausbau erneuerbarer Energien und die Entwicklung von Energiespeicherlösungen investieren muss. Nur so kann die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Energieimporten reduziert und die Versorgungssicherheit auch bei ungünstigen Wetterlagen gewährleistet werden. Es gilt, die Potenziale von Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft weiter auszuschöpfen und gleichzeitig innovative Technologien wie Wasserstoffspeicher und Power-to-Gas-Anlagen zu fördern.

Die Rolle der Politik

Die Politik spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Energiewende und der Anpassung an die Herausforderungen der Dunkelflaute. Durch gezielte Förderprogramme, den Abbau bürokratischer Hürden und die Schaffung klarer Rahmenbedingungen kann sie den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und die Entwicklung innovativer Speichertechnologien unterstützen. Zudem ist eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarländern erforderlich, um den grenzüberschreitenden Stromhandel zu optimieren und die Versorgungssicherheit in ganz Europa zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Luka Doncic: Sorge um Dončić: Verletzung trübt…)

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Symbolbild: Dunkelflaute (Bild: Pexels)
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