Armut in Österreich: Immer mehr Menschen sind betroffen

Die steigende Armut in Österreich ist ein wachsendes Problem. Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria sind im Jahr 2025 fast 20 Prozent der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Besonders alarmierend ist die Situation der sogenannten „Working Poor“, die trotz Arbeit nicht genug zum Leben haben.

Symbolbild zum Thema Armut
Symbolbild: Armut (Bild: Pexels)

Hintergründe und Definition von Armut

Armut ist ein vielschichtiges Phänomen. Sie beschränkt sich nicht nur auf den Mangel an finanziellen Mitteln, sondern umfasst auch soziale Ausgrenzung, mangelnde Bildungschancen und eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung. Die Europäische Union definiert Armut oder Ausgrenzungsgefährdung über drei Kriterien:

  • Einkommensarmut: Das Haushaltseinkommen liegt unter 60 Prozent des nationalen Medianeinkommens.
  • Materielle und soziale Deprivation: Betroffene können sich bestimmte Güter oder Aktivitäten nicht leisten (z.B. eine einwöchige Urlaubsreise, unerwartete Ausgaben).
  • Geringe Erwerbsbeteiligung: Personen im erwerbsfähigen Alter leben in Haushalten mit sehr geringer Arbeitsintensität.

Wer eines dieser Kriterien erfüllt, gilt als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Die Armutsgefährdungsschwelle lag in Österreich im Jahr 2025 bei 1.806 Euro netto pro Monat für einen Einpersonenhaushalt. (Lesen Sie auch: Buckelwal Timmy Wal: "": Rettung in der…)

Aktuelle Entwicklung der Armut in Österreich

Die Zahlen der Statistik Austria zeigen einen deutlichen Anstieg der Armutsgefährdung in Österreich. Im Jahr 2025 waren 1.699.000 Menschen betroffen, das sind 18,8 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich zu 2024 ist das ein Anstieg um 170.000 Personen. Besonders betroffen sind:

  • Arbeitslose: Menschen ohne Job haben ein deutlich höheres Armutsrisiko.
  • Alleinerziehende: Familien mit nur einem Elternteil sind oft finanziell schlechter gestellt.
  • Menschen mit Migrationshintergrund: Sprachbarrieren und Diskriminierung erschweren den Zugang zum Arbeitsmarkt.
  • Geringqualifizierte: Ohne Ausbildung ist es schwer, einen gut bezahlten Job zu finden.

Die „Working Poor“: Arm trotz Arbeit

Ein besonders besorgniserregender Trend ist die Zunahme der „Working Poor“. Das sind Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, aber trotzdem unter der Armutsgrenze leben. Laut ORF waren im Jahr 2025 in Österreich 361.000 Personen betroffen. Das bedeutet, dass rund neun Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren trotz Arbeit armutsgefährdet sind. Ihr Nettoeinkommen liegt unter 1.800 Euro im Monat, obwohl sie mehr als sechs Monate im Jahr arbeiten.

Sozialpolitikexperte Martin Schenk von der Diakonie betont gegenüber ORF.at, dass die „Working Poor“ oft übersehen werden, da Armut in der öffentlichen Wahrnehmung stark mit Arbeitslosigkeit verbunden sei. Die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere die hohen Mieten und Energiepreise, verschärfen die Situation zusätzlich. (Lesen Sie auch: Buckelwal Timmy Wal: "": Rettung in der…)

Reaktionen und Stimmen zur steigenden Armut

Die steigende Armut in Österreich hat eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Sozialorganisationen fordern von der Regierung решительные Maßnahmen zur Armutsbekämpfung. Dazu gehören:

  • Erhöhung des Arbeitslosengeldes und der Mindestsicherung
  • Ausbau der Kinderbetreuung
  • Förderung von Bildung und Qualifizierung
  • Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsmarkt
  • Schaffung von leistbarem Wohnraum

Sozial- und Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) verteidigte die Maßnahmen der Regierung. Kritiker bemängeln jedoch, dass die beschlossenen Budgetmaßnahmen die Situation der „Working Poor“ noch verschärfen könnten.

Was bedeutet die steigende Armut für die Gesellschaft?

Die steigende Armut hat weitreichende Folgen für die gesamte Gesellschaft. Sie gefährdet den sozialen Zusammenhalt, führt zu больший Ungleichheit und schränkt die Chancen von Menschen ein. Kinder aus armen Familien haben schlechtere Bildungschancen und geringere Aufstiegschancen. Armut kann auch zu gesundheitlichen Problemen und psychischen Belastungen führen. (Lesen Sie auch: Chinesische Tischtennisnationalmannschaft: Überraschende)

Detailansicht: Armut
Symbolbild: Armut (Bild: Pexels)

Um die Armut wirksam zu bekämpfen, sind комплексные Maßnahmen erforderlich, die sowohl die Ursachen als auch die Folgen von Armut angehen. Dazu gehört eine faire Arbeitsmarktpolitik, ein starkes soziales Netz und Investitionen in Bildung und Gesundheit. Die Dokumentation „kreuz & quer reportage: Zum Leben genug? – Arm in Österreich“ auf Joyn beleuchtet die Mechanismen, die soziale Ungleichheit fortschreiben, und zeigt Wege aus der Armut.

Armutsbekämpfung: Ein Blick in die Zukunft

Die Bekämpfung der Armut muss ein zentrales Ziel der Politik sein. Es geht darum, allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und ihnen die gleichen Chancen zu eröffnen. Dazu sind mutige Reformen und Investitionen in die Zukunft notwendig. Eine Gesellschaft, die ihre Schwächsten unterstützt, ist eine starke Gesellschaft.

Weitere Informationen und Unterstützung finden Sie auf der Website des Sozialministeriums. (Lesen Sie auch: Ausserbraz: Tödlicher Wanderunfall in Außerbraz: Deutscher)

Tabelle: Armutsgefährdung in Österreich im Überblick

JahrAnzahl der Armuts- oder AusgrenzungsgefährdetenAnteil der Bevölkerung
20241.529.00017,1%
20251.699.00018,8%
R

Über den Autor
✓ Verifiziert

Redaktion

Online-Redakteur

Unser erfahrenes Redaktionsteam recherchiert und verfasst täglich aktuelle Nachrichten und Hintergrundberichte zu relevanten Themen.

📰 Redaktion
✓ Geprüfter Inhalt

Illustration zu Armut
Symbolbild: Armut (Bild: Pexels)

Schreibe einen Kommentar