Pendler und Reisende in Nordrhein-Westfalen müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen: Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag, den 13. März 2026, zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. Betroffen sind vor allem Busse und Straßenbahnen, die in vielen Städten und Kreisen des Bundeslandes stillstehen werden.

Hintergrund: Warum kommt es zu den Warnstreiks im Nahverkehr?
Die aktuellen Warnstreiks im Nahverkehr sind Teil einer laufenden Tarifauseinandersetzung zwischen Verdi und den kommunalen Arbeitgebern. Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im ÖPNV. Verdi argumentiert, dass die steigende Inflation und der Fachkräftemangel eine deutliche Anhebung der Gehälter notwendig machen, um die Attraktivität der Branche zu erhalten und den öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähig zu gestalten. Die Arbeitgeberseite hat bisher kein ausreichendes Angebot vorgelegt, was die Gewerkschaft zu den jetzigen Warnstreiks veranlasst hat.
Aktuelle Entwicklung: Wo genau wird gestreikt?
Der von Verdi ausgerufene Warnstreik betrifft den Großteil von Nordrhein-Westfalen. Wie der WDR berichtet, sollen am Dienstag Busse und Straßenbahnen in fast allen Regionen des Landes „spürbar von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht stillstehen“. (Lesen Sie auch: Nach Postauto-Brand in Kerzers: Was bedeutet SRF…)
Es gibt jedoch auch Ausnahmen: Laut Verdi sind die Nahverkehrsunternehmen Wupsi (Leverkusen), die Bahnen der Stadt Monheim, die Fahrzeuge von Stadtbus Gütersloh sowie die Stadtwerke Hamm und Münster nicht betroffen. In Aachen fährt das Unternehmen Aseag, das ohnehin nicht Teil des Tarifkonflikts ist. In Siegen und im Kreis Olpe werden die Auswirkungen laut WDR-Informationen als gering eingeschätzt, da bei den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd (VWS) viele Mitarbeitende nicht betroffen sind. In Duisburg sollen die DVG-Nachtexpresslinien ganztägig im Stundentakt fahren. Auch in den Kreisen Kleve und Wesel soll ein Großteil der NIAG-Busfahrten stattfinden.
S-Bahnen und Regionalzüge sind von den Warnstreiks im Nahverkehr grundsätzlich nicht betroffen. Fahrgäste sollten sich jedoch vor Fahrtantritt über mögliche Einschränkungen und Verspätungen informieren, da es auch hier zu Auswirkungen kommen kann, beispielsweise durch überlastete Bahnhöfe oder eine erhöhte Fahrgastzahl.
Reaktionen und Stimmen
Die angekündigten Warnstreiks im Nahverkehr haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während Verdi die Streiks als notwendiges Mittel zur Durchsetzung der Forderungen verteidigt, kritisieren Arbeitgebervertreter die Maßnahme als unverhältnismäßig und belastend für die Fahrgäste. Auch von Seiten der Politik gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Einige Politiker äußern Verständnis für die Anliegen der Streikenden, während andere vor negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Bevölkerung warnen. (Lesen Sie auch: Orf Manager Pius Strobl: Intrigen um nach…)
Fahrgastverbände haben Verständnis für die schwierige Situation der Beschäftigten, weisen aber auch auf die erheblichen Beeinträchtigungen für die Fahrgäste hin. Sie fordern die Tarifparteien auf, schnellstmöglich eine Einigung zu erzielen, um weitere Streiks zu vermeiden. Die Bundesregierung hat sich bisher nicht direkt zu den Warnstreiks geäußert, appelliert aber an die Tarifpartner, verantwortungsvoll zu handeln und eine Lösung im Sinne der Allgemeinheit zu finden.
Was bedeuten die Warnstreiks im Nahverkehr für die Fahrgäste?
Für die Fahrgäste in NRW bedeuten die Warnstreiks im Nahverkehr massive Einschränkungen. Viele Menschen werden am Dienstag auf alternative Verkehrsmittel umsteigen müssen, wie beispielsweise das Auto, das Fahrrad oder Mitfahrgelegenheiten. Dies kann zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und längeren Fahrzeiten führen. Auch die Nutzung von Taxis oder Mietwagen ist eine Option, jedoch oft mit höheren Kosten verbunden.
Es ist ratsam, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage und die Fahrpläne der noch verkehrenden Bahnen und Busse zu informieren. Die Nahverkehrsunternehmen bieten in der Regel auf ihren Webseiten und über ihre Apps entsprechende Informationen an. Auch die lokalen Medien berichten über die Auswirkungen der Streiks. (Lesen Sie auch: Orf Manager Pius Strobl: Intrigen um nach…)

Die Dauer und der Umfang der Einschränkungen sind derzeit noch nicht vollständig absehbar. Es ist möglich, dass die Streiks auch in den folgenden Tagen fortgesetzt werden, falls es zu keiner Einigung zwischen den Tarifparteien kommt. Fahrgäste sollten sich daher auf eine längere Phase mit Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen.
Eine Tabelle der betroffenen und nicht betroffenen Städte (Stand: 13.03.2026, 14:00 Uhr):
| Betroffene Städte/Kreise | Nicht betroffene Städte/Kreise (Ausnahmen) |
|---|---|
| Fast alle Regionen in NRW (Busse und Straßenbahnen) | Leverkusen (Wupsi) |
| Monheim (Bahnen der Stadt Monheim) | |
| Gütersloh (Stadtbus Gütersloh) | |
| Hamm (Stadtwerke Hamm) | |
| Münster (Stadtwerke Münster) | |
| Aachen (Aseag) | |
| Siegen und Kreis Olpe (VWS – geringe Auswirkungen) | |
| Kreise Kleve und Wesel (Großteil der NIAG-Busfahrten) |
FAQ zu Warnstreiks im Nahverkehr
Häufig gestellte Fragen zu warnstreiks nahverkehr
Warum kommt es zu den aktuellen Warnstreiks im Nahverkehr in NRW?
Die Warnstreiks sind das Ergebnis einer Tarifauseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern. Verdi fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im ÖPNV, um die Attraktivität der Branche zu erhalten und den öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähig zu gestalten. (Lesen Sie auch: Muriel Baumeister spricht offen über ihre Alkoholsucht)
Welche Verkehrsmittel sind von den Warnstreiks im Nahverkehr betroffen?
Hauptsächlich betroffen sind Busse und Straßenbahnen in fast allen Regionen Nordrhein-Westfalens. S-Bahnen und Regionalzüge sind in der Regel nicht direkt betroffen, jedoch kann es auch hier zu Einschränkungen und Verspätungen kommen, beispielsweise durch überlastete Bahnhöfe.
Gibt es Ausnahmen von den Warnstreiks im Nahverkehr in NRW?
Ja, es gibt einige Ausnahmen. Nicht betroffen sind unter anderem die Nahverkehrsunternehmen Wupsi (Leverkusen), die Bahnen der Stadt Monheim, die Fahrzeuge von Stadtbus Gütersloh sowie die Stadtwerke Hamm und Münster. Auch in Aachen fährt das Unternehmen Aseag.
Wie können sich Fahrgäste über die aktuellen Auswirkungen der Warnstreiks informieren?
Fahrgäste können sich auf den Webseiten und in den Apps der jeweiligen Nahverkehrsunternehmen informieren. Auch die lokalen Medien berichten über die aktuellen Entwicklungen und Auswirkungen der Streiks. Es ist ratsam, sich vor Fahrtantritt zu informieren.
Welche Alternativen gibt es für Fahrgäste während der Warnstreiks im Nahverkehr?
Als Alternativen bieten sich das Auto, das Fahrrad oder Mitfahrgelegenheiten an. Auch die Nutzung von Taxis oder Mietwagen ist eine Option, jedoch oft mit höheren Kosten verbunden. Es ist wichtig, sich auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen einzustellen.
Weitere Informationen zu den Hintergründen und Auswirkungen der Warnstreiks finden Sie auf den Seiten der Gewerkschaft Verdi.





