Winterharte Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die auch kalte Temperaturen überstehen und jedes Jahr wieder blühen. Sie sind ideal für Gärtner, die wenig Zeit haben und trotzdem einen farbenfrohen Garten geniessen möchten. Die Auswahl der richtigen Arten und die Beachtung ihrer Standortansprüche sind entscheidend für ein üppiges Blütenmeer.

Zusammenfassung
- Winterharte Stauden sind pflegeleicht und mehrjährig.
- Pflanzzeit ist idealerweise im Frühjahr oder Herbst.
- Standort und Bodenart müssen auf die Pflanze abgestimmt sein.
- Christrosen und Ziergräser sind beliebte, robuste Sorten.
Wie winterharte Stauden Ihren Garten verwandeln
Ein Garten voller blühender Pflanzen, der Jahr für Jahr Freude bereitet, ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Winterharte Stauden machen diesen Traum wahr. Diese Pflanzen sind nicht nur robust und pflegeleicht, sondern bieten auch eine grosse Vielfalt an Farben, Formen und Texturen. Sie überstehen kalte Winter problemlos und treiben im Frühjahr erneut aus, um Ihren Garten mit ihrer Schönheit zu erfüllen. Die Investition in winterharte Stauden zahlt sich also langfristig aus.
Die Vorteile von winterharten Stauden im Überblick
Winterharte Stauden bieten zahlreiche Vorteile gegenüber einjährigen Pflanzen oder solchen, die nicht winterfest sind. Hier sind einige der wichtigsten Pluspunkte:
- Mehrjährigkeit: Einmal gepflanzt, kehren die Stauden jedes Jahr wieder, ohne dass Sie neue Pflanzen kaufen müssen.
- Winterhärte: Sie überstehen auch strenge Winter problemlos und treiben im Frühjahr erneut aus.
- Pflegeleichtigkeit: Viele winterharte Stauden sind sehr pflegeleicht und benötigen wenig Aufmerksamkeit.
- Vielfalt: Es gibt eine riesige Auswahl an winterharten Stauden für jeden Geschmack und jeden Standort.
- Bienenfreundlichkeit: Viele Stauden sind wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.
- Lange Blütezeit: Durch die Kombination verschiedener Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten können Sie den ganzen Sommer über einen blühenden Garten geniessen.
Wann ist die beste Pflanzzeit für winterharte Stauden?
Die ideale Pflanzzeit für winterharte Stauden ist entweder im Frühjahr oder im Herbst. In diesen Jahreszeiten sind die Temperaturen moderat und die Böden in der Regel feucht genug, um den Pflanzen ein gutes Anwachsen zu ermöglichen. Eine Frühjahrspflanzung gibt den Stauden ausreichend Zeit, sich bis zum Winter zu etablieren. Die Herbstpflanzung nutzt die kühlere Witterung und die oft vorhandene Bodenfeuchtigkeit, sodass die Pflanzen im Frühjahr direkt durchstarten können.
Vermeiden Sie das Pflanzen von Stauden während Hitzeperioden oder bei Frost. Dies kann das Anwachsen erschweren oder die Pflanzen sogar schädigen.
Welche Standortansprüche haben winterharte Stauden?
Die Standortansprüche von winterharten Stauden können je nach Art sehr unterschiedlich sein. Einige bevorzugen sonnige Standorte, während andere im Halbschatten oder Schatten besser gedeihen. Auch die Bodenart spielt eine wichtige Rolle. Einige Stauden bevorzugen einen eher trockenen Boden, während andere einen feuchten oder sogar nassen Boden benötigen. Informieren Sie sich daher vor dem Pflanzen genau über die Bedürfnisse der jeweiligen Staude.
Sonnenliebende Stauden: Lavendel, Sonnenhut, Schafgarbe (Lesen Sie auch: Jasmin Schmidt Zwillinge: Frau aus Fürth erwartet)
Halbschattige Stauden: Funkie (Hosta), Elfenblume, Tränendes Herz
Schattenliebende Stauden: Farne, Waldsteinie, Immergrün
Wie bereite ich den Boden für winterharte Stauden vor?
Eine gute Bodenvorbereitung ist entscheidend für das erfolgreiche Anwachsen und Gedeihen von winterharten Stauden. Lockern Sie den Boden gründlich auf und entfernen Sie Unkraut, Steine und Wurzeln. Verbessern Sie die Bodenstruktur bei Bedarf mit Kompost oder anderer organischer Substanz. Schwere Böden können durch das Einbringen von Sand oder Kies durchlässiger gemacht werden. Bei sehr sandigen Böden hilft die Zugabe von Tonmineralien, das Wasser besser zu speichern.
Fünf winterharte Stauden, die Ihren Garten verzaubern
Hier stellen wir Ihnen fünf beliebte und pflegeleichte winterharte Stauden vor, die Ihren Garten in ein Blütenmeer verwandeln können:
1. Christrose (Helleborus niger)
Die Christrose ist eine robuste und pflegeleichte Winterstaude, die zwischen November und März blüht. Ihre weissen Blüten bringen auch in der kalten Jahreszeit Farbe in den Garten. Die Christrose ist sehr winterhart und verträgt sogar Schnee. Sie wächst auf fast allen Bodenarten, nur Staunässe verträgt sie nicht. Ein halbschattiger bis schattiger Standort ist ideal.
Blütezeit: November bis März
Standort: Halbschattig bis schattig
Wuchshöhe: ca. 30-40 cm
Die Christrose ist giftig. Tragen Sie beim Pflanzen und Schneiden Handschuhe. (Lesen Sie auch: Längere Volksschule: Österreich vor EU-Standard?)
2. Ziergräser (verschiedene Sorten)
Ziergräser bringen frisches Grün und Bewegung in den Garten. Es gibt eine grosse Vielfalt an winterharten Ziergräsern mit unterschiedlichen Farben, Formen und Höhen. Einige beliebte Sorten sind das Blauschwingel (Festuca glauca), das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) und das Pfeifengras (Molinia caerulea). Ziergräser sind in der Regel sehr pflegeleicht und trockenresistent. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal.
Blütezeit: Sommer bis Herbst
Standort: Sonnig bis halbschattig
Wuchshöhe: Je nach Sorte 20-150 cm
3. Herbstaster (Aster novi-belgii)
Herbstastern sind winterharte und bienenfreundliche Stauden, die im Spätsommer und Herbst blühen. Ihre leuchtenden Blüten in verschiedenen Farben (violett, rosa, weiss) bringen Farbe in den Garten, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Herbstastern bevorzugen einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden.
Blütezeit: August bis Oktober
Standort: Sonnig
Wuchshöhe: Je nach Sorte 50-150 cm
4. Sonnenhut (Echinacea purpurea)
Der Sonnenhut ist eine robuste und pflegeleichte Staude, die im Sommer und Herbst blüht. Seine leuchtend pinken oder purpurfarbenen Blüten sind ein Blickfang im Garten und ziehen Bienen und Schmetterlinge an. Der Sonnenhut bevorzugt einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden. Er ist zudem trockenresistent.
Blütezeit: Juli bis September
Standort: Sonnig
Wuchshöhe: ca. 80-120 cm

5. Lavendel (Lavandula angustifolia)
Lavendel ist eine duftende und winterharte Staude, die im Sommer blüht. Seine violetten Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern verströmen auch einen angenehmen Duft, der beruhigend wirkt. Lavendel bevorzugt einen sonnigen Standort und einen trockenen, durchlässigen Boden. Er ist zudem sehr pflegeleicht und trockenresistent. Der Bundesrat empfiehlt Lavendel als bienenfreundliche Pflanze. (Lesen Sie auch: KI Nacktbilder Schule: Was Tun gegen den…)
Blütezeit: Juni bis August
Standort: Sonnig
Wuchshöhe: ca. 50-80 cm
Wie pflege ich winterharte Stauden richtig?
Die Pflege von winterharten Stauden ist in der Regel unkompliziert. Hier sind einige grundlegende Tipps:
- Giessen: Giessen Sie die Stauden regelmässig, besonders während Trockenperioden. Vermeiden Sie Staunässe.
- Düngen: Düngen Sie die Stauden im Frühjahr mit einem organischen Dünger oder Kompost.
- Schneiden: Schneiden Sie verblühte Blüten regelmässig ab, um die Blütezeit zu verlängern. Im Herbst können Sie die Stauden bis kurz über dem Boden zurückschneiden.
- Teilen: Teilen Sie die Stauden alle paar Jahre, um sie zu verjüngen und die Blühfreudigkeit zu erhalten.
- Winterschutz: In Regionen mit sehr strengen Wintern kann ein Winterschutz aus Reisig oder Laub sinnvoll sein.
Praxisbeispiel: Gestaltung eines Staudenbeets
Um ein harmonisches und abwechslungsreiches Staudenbeet zu gestalten, sollten Sie verschiedene Aspekte berücksichtigen. Achten Sie auf unterschiedliche Blütezeiten, Farben, Formen und Höhen der Pflanzen. Kombinieren Sie beispielsweise frühblühende Stauden wie die Christrose mit spätblühenden Stauden wie der Herbstaster. Pflanzen Sie hohe Stauden im Hintergrund und niedrigere Stauden im Vordergrund. Wiederholen Sie bestimmte Pflanzenarten, um dem Beet Struktur und Rhythmus zu verleihen. Ein Beispiel für ein sonniges Staudenbeet könnte wie folgt aussehen:
- Hintergrund: Hoher Sonnenhut (Echinacea purpurea), Hohe Herbstaster (Aster novi-belgii)
- Mitte: Lavendel (Lavandula angustifolia), Schafgarbe (Achillea millefolium)
- Vordergrund: Blauschwingel (Festuca glauca), Katzenminze (Nepeta x faassenii)
Wie lassen sich winterharte Stauden in den Garten integrieren?
Winterharte Stauden sind vielseitig einsetzbar und können in verschiedenen Bereichen des Gartens verwendet werden. Sie eignen sich für:
- Staudenbeete: Klassische Staudenbeete mit einer grossen Vielfalt an Pflanzen
- Rabatten: Längliche Pflanzstreifen entlang von Wegen oder Mauern
- Steingärten: Trockenheitsverträgliche Stauden in Kombination mit Steinen
- Naturgärten: Wildstauden, die heimischen Insekten Nahrung bieten
- Kübel und Töpfe: Kleine, kompakte Stauden für Balkon und Terrasse
Ursprünglich berichtet von: Stern
Häufig gestellte Fragen
Welche winterharten Stauden sind besonders pflegeleicht?
Besonders pflegeleicht sind beispielsweise Sonnenhut, Lavendel, Ziergräser und Herbstastern. Diese Pflanzen sind robust, trockenresistent und benötigen wenig Aufmerksamkeit. Regelmässiges Giessen und gelegentliches Düngen reichen in der Regel aus.
Kann ich winterharte Stauden auch im Topf pflanzen?
Ja, viele winterharte Stauden eignen sich auch für die Pflanzung in Töpfen und Kübeln. Achten Sie jedoch darauf, dass die Töpfe ausreichend gross sind und über ein gutes Drainagesystem verfügen, um Staunässe zu vermeiden.
Wie schütze ich winterharte Stauden vor Frost?
In Regionen mit sehr strengen Wintern kann ein Winterschutz aus Reisig, Laub oder Vlies sinnvoll sein. Decken Sie die Pflanzen damit ab, um sie vor extremen Temperaturen und Austrocknung zu schützen. Das SRF bietet regelmässig Gartentipps, auch zum Thema Winterschutz.
Wann muss ich winterharte Stauden zurückschneiden?
Verblühte Blüten sollten regelmässig abgeschnitten werden, um die Blütezeit zu verlängern. Im Herbst können Sie die Stauden bis kurz über dem Boden zurückschneiden. Einige Stauden, wie beispielsweise Ziergräser, können auch im Frühjahr zurückgeschnitten werden.
Wie kann ich winterharte Stauden vermehren?
Winterharte Stauden können auf verschiedene Arten vermehrt werden, beispielsweise durch Teilung, Aussaat oder Stecklinge. Die Teilung ist eine einfache und effektive Methode, um Stauden zu verjüngen und zu vermehren. Sie wird am besten im Frühjahr oder Herbst durchgeführt.
Mit der richtigen Auswahl und Pflege können winterharte Stauden Ihren Garten in ein blühendes Paradies verwandeln, das Ihnen Jahr für Jahr Freude bereitet. Nutzen Sie die Vielfalt der Stauden, um Ihren Garten individuell zu gestalten und ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. Informieren Sie sich vorab über die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen und passen Sie die Standortbedingungen entsprechend an. So steht einem üppigen Blütenmeer nichts mehr im Wege. Wie landwirtschaft.ch berichtet, tragen bienenfreundliche Gärten zum Erhalt der Artenvielfalt bei.






