Kik schließt Filialen: Was steckt hinter den Schließungen?

Der Textildiskonter KiK schließt Filialen in Österreich und Deutschland. Das Unternehmen hat angekündigt, im ersten Quartal 2026 neun Standorte in Österreich zu schließen. Europaweit sollen es rund 50 Filialen sein. Diese Maßnahme ist Teil einer langfristigen „Portfoliobereinigung“, mit der KiK auf wirtschaftliche Schwierigkeiten reagiert.

Symbolbild zum Thema Kik Schließt Filialen
Symbolbild: Kik Schließt Filialen (Bild: Picsum)

Hintergrund: Warum KiK Filialen schließt

KiK, dessen Name ein Akronym für „Kunde ist König“ ist, gehört zum Tengelmann-Konzern. Das Unternehmen betreibt europaweit rund 4.200 Filialen und beschäftigt etwa 32.000 Mitarbeiter. Bereits 2023 geriet KiK in eine Krise und schrieb rote Zahlen. Im September 2025 kündigte das Unternehmen an, unrentable Filialen schließen zu wollen.

Die Textilhandelskette ist bekannt für ihr breites Sortiment an Kleidung, Haushaltswaren und Heimtextilien zu niedrigen Preisen. Das Unternehmen konkurriert mit anderen Discountern wie beispielsweise Aldi, die ebenfalls ein wechselndes Angebot an Textilien anbieten. Das Geschäftsmodell von KiK basiert auf hohen Umsätzen durch niedrige Preise. Wenn die Kundschaft ausbleibt, gerät das Unternehmen schnell unter Druck.
(Lesen Sie auch: Kik Filialen Schliessen: schließt: Was bedeutet)

Aktuelle Entwicklung: Neun Filialen in Österreich betroffen

Wie die Kleine Zeitung berichtet, sind von den Schließungen in Österreich neun Standorte betroffen. KiK betreibt in Österreich 220 Filialen und beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter. Welche Filialen konkret geschlossen werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Das Unternehmen betont jedoch, dass es sich bemüht, Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung der betroffenen Mitarbeiter zu finden.

Neben den Schließungen in Österreich plant KiK auch Filialschließungen in Deutschland. Laut DiePresse.com sollen europaweit rund 50 Standorte geschlossen werden, davon 25 in Deutschland. Das Unternehmen bezeichnet die Maßnahmen als langfristige „Portfoliobereinigung“, die bereits 2025 gestartet wurde. Ziel sei es, produktiver und effizienter zu werden.

Es gibt aber auch positive Nachrichten: Trotz der Schließungen plant KiK auch die Eröffnung einer neuen Filiale in Österreich. Die Detailplanung hierfür ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine detaillierte Auflistung der geplanten Maßnahmen gibt es auf der offiziellen Webseite von KiK.
(Lesen Sie auch: Kik Filialen: schließt: Was bedeutet das für…)

Reaktionen und Einordnung

Die angekündigten Filialschließungen haben in Österreich und Deutschland für Aufsehen gesorgt. Viele Kunden bedauern die Schließungen, da sie KiK als eine günstige Möglichkeit zum Einkaufen schätzen. Andere zeigen Verständnis für die Maßnahmen des Unternehmens, da sie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten von KiK nachvollziehen können.

Die Gewerkschaft kritisiert die geplanten Schließungen und fordert von KiK einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter. Sie betont, dass die Mitarbeiter nicht die Leidtragenden der wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens sein dürfen.

Experten sehen die Filialschließungen als ein Zeichen für den zunehmenden Wettbewerb im Textilhandel. Online-Händler wie beispielsweise Zalando machen den stationären Händlern zunehmend Konkurrenz. Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen die Händler ihre Geschäftsmodelle anpassen und effizienter werden.
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Symbolbild: Kik Schließt Filialen (Bild: Picsum)

KiK schließt Filialen: Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Filialschließungen bei KiK sind ein Warnsignal für die gesamte Branche. Sie zeigen, dass auch etablierte Unternehmen nicht vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten gefeit sind. Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen die Händler ihre Kosten senken, ihre Sortimente optimieren und ihre Online-Aktivitäten ausbauen.

Für die Kunden bedeutet die Schließung von KiK-Filialen, dass sie möglicherweise längere Wege zum Einkaufen in Kauf nehmen müssen. Sie müssen sich auch nach alternativen Anbietern umsehen, um weiterhin günstige Kleidung und Haushaltswaren kaufen zu können.Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen, muss aber auch die Chancen nutzen, die sich aus der Digitalisierung und dem veränderten Konsumverhalten ergeben.

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