Die Europäische Union hat eine formelle Untersuchung gegen den chinesischen Online-Händler Shein eingeleitet. Im Fokus stehen der Verkauf von illegalen Produkten sowie das Geschäftsmodell des Unternehmens, das als „süchtig machend“ kritisiert wird.

Hintergrund der Shein-Untersuchung
Die Europäische Kommission hatte bereits im vergangenen Jahr Informationen von Shein angefordert. Nun folgt die formelle Untersuchung, die sich auf mehrere Bereiche konzentriert. Neben dem Verkauf illegaler Produkte wie kinderähnlicher Sexspielzeuge und Waffen geht es auch um die Frage, ob Shein durch sein App-Design und Anreizsysteme ein Suchtverhalten bei Nutzern fördert. Ein weiterer Punkt ist das Empfehlungssystem von Shein, das Nutzer mit Produktvorschlägen überschwemmen könnte. (Lesen Sie auch: Slalom Damen Olympia 2026: der bei 2026:…)
Aktuelle Entwicklung: Die EU-Vorwürfe im Detail
Konkret wirft die EU Shein vor, möglicherweise gegen den Digital Services Act (DSA) zu verstoßen. Dieses Gesetz soll Online-Plattformen stärker in die Pflicht nehmen, illegale Inhalte zu entfernen und Nutzer vor schädlichen Produkten zu schützen. Ein EU-Beamter äußerte gegenüber der Presse die Vermutung, dass das System von Shein nicht ausreichend darauf ausgelegt sei, den Verkauf illegaler Produkte zu verhindern. Die Tagesschau berichtet regelmäßig über neue Gesetzesvorhaben der EU.
Die Untersuchung konzentriert sich laut The Guardian auf drei Kernbereiche: (Lesen Sie auch: Johannes Lamparter jagt zweite Olympia-Medaille)
- Verkauf illegaler Produkte: Hier geht es um den Vertrieb von Artikeln, die gegen EU-Recht verstoßen, darunter kinderähnliche Sexspielzeuge und Waffen.
- „Süchtig machendes Design“: Die EU-Kommission will prüfen, ob Shein durch Bonusprogramme, Gamification und andere Anreize ein problematisches Nutzungsverhalten fördert.
- Empfehlungssysteme: Es besteht der Verdacht, dass die Algorithmen von Shein Nutzer mit Produktvorschlägen überfluten und so zu unüberlegten Käufen verleiten.
Reaktionen und Einordnung
Die Europäische Kommission hat sich zu den laufenden Ermittlungen noch nicht detailliert geäußert. Shein hat angekündigt, mit den Behörden zu kooperieren. Es ist nicht die erste Kontroverse, in die das Unternehmen verwickelt ist. In der Vergangenheit gab es immer wieder Kritik an den Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten und am Umgang mit geistigem Eigentum. Auch der Vorwurf der Umweltverschmutzung durch die Fast-Fashion-Produktion steht im Raum.
Was bedeutet die EU-Untersuchung für Shein?
Sollte die EU zu dem Schluss kommen, dass Shein gegen EU-Recht verstößt, drohen dem Unternehmen hohe Geldstrafen. Im schlimmsten Fall könnte Shein sogar der Zugang zum europäischen Markt verwehrt werden. Die Untersuchung könnte auch Auswirkungen auf andere Online-Händler haben, die ähnliche Geschäftsmodelle verfolgen. Die EU-Kommission scheint entschlossen, die Einhaltung der Gesetze im Online-Handel strenger zu überwachen. Informationen zum Thema Verbraucherschutz bietet das Verbraucherportal. (Lesen Sie auch: "Sing Meinen Song 2026": Diese Stars sind…)
Die Untersuchung könnte sich als langwierig erweisen. Zunächst wird die EU-Kommission weitere Informationen von Shein anfordern und die Vorwürfe prüfen. Anschließend wird das Unternehmen die Möglichkeit haben, zu den Ergebnissen der Untersuchung Stellung zu nehmen. Es ist davon auszugehen, dass der Fall vor dem Europäischen Gerichtshof landen wird, sollte es zu keiner Einigung kommen.

FAQ zu Shein und der EU-Untersuchung
Häufig gestellte Fragen zu Shein
Warum ermittelt die EU gegen Shein?
Die EU ermittelt gegen Shein wegen des Verdachts auf Verstöße gegen EU-Gesetze. Im Fokus stehen der Verkauf illegaler Produkte, ein „süchtig machendes“ App-Design und möglicherweise irreführende Empfehlungssysteme, die Verbraucher zum Kauf animieren sollen. (Lesen Sie auch: Nordische Kombination Olympia: Lamparter träumt von zweiter)
Welche konkreten Vorwürfe werden gegen Shein erhoben?
Konkret geht es um den Verkauf von kinderähnlichen Sexspielzeugen und Waffen, die Förderung von Suchtverhalten durch das App-Design sowie die Manipulation von Kaufentscheidungen durch personalisierte Empfehlungen. Die EU prüft, ob Shein gegen den Digital Services Act (DSA) verstößt.
Was droht Shein im Falle einer Verurteilung?
Sollte die EU feststellen, dass Shein gegen EU-Recht verstößt, drohen dem Unternehmen hohe Geldstrafen. Im schlimmsten Fall könnte Shein sogar der Zugang zum europäischen Markt verwehrt werden. Die genaue Höhe der Strafe hängt von der Schwere der Verstöße ab.
Wie lange wird die Untersuchung voraussichtlich dauern?
Die Dauer der Untersuchung ist schwer vorherzusagen. Es ist davon auszugehen, dass die EU-Kommission zunächst weitere Informationen von Shein anfordern und die Vorwürfe prüfen wird. Anschließend hat das Unternehmen die Möglichkeit, Stellung zu nehmen.
Hat die EU bereits früher gegen Shein ermittelt?
Die aktuelle Untersuchung ist die erste formelle Untersuchung der EU gegen Shein. In der Vergangenheit gab es jedoch bereits Kritik an den Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten von Shein sowie am Umgang mit geistigem Eigentum und Umweltstandards.
| Datum | Ereignis | Quelle |
|---|---|---|
| Februar 2026 | EU leitet formelle Untersuchung gegen Shein ein | The Guardian |


