Ein ungewöhnliches Problem erfordert eine ungewöhnliche Lösung: Während die Robotaxis der Google-Tochter Waymo den Straßenverkehr selbstständig meistern, scheitern sie an einer simplen Aufgabe – dem Schließen der Türen. Wenn Fahrgäste die Türen nach der Fahrt offen lassen, springt nun menschliche Hilfe ein. Waymo beauftragt über eine Online-Plattform Helfer, um die vergessenen Türen zu schließen und den reibungslosen Betrieb der autonomen Fahrzeuge zu gewährleisten.

Verkehrs-Info
- Waymo Robotaxis haben Schwierigkeiten mit dem Schließen der Türen, wenn Fahrgäste dies vergessen.
- Das Unternehmen beauftragt nun externe Helfer, um dieses Problem zu lösen.
- Ein Pilotprogramm in Atlanta, USA, setzt auf Kuriere des Essenslieferanten Doordash.
- Die nächste Generation von Waymo-Robotaxis soll wieder Schiebetüren haben.
Waymo Robotaxi Tür: Menschliche Hilfe für autonome Fahrzeuge
Die selbstfahrenden Autos von Waymo sind technologisch hoch entwickelt und navigieren sicher durch den Verkehr. Doch im Detail offenbaren sich Schwächen: Immer wieder kommt es vor, dass Passagiere nach der Fahrt die Türen der Robotaxis nicht schließen. Da in den fahrerlosen Autos niemand sitzt, der dies korrigieren könnte, entstand ein praktisches Problem. Die Lösung: Waymo greift auf menschliche Unterstützung zurück.
Wie Stern berichtet, hat Waymo ein Pilotprogramm gestartet, bei dem Kuriere des Essenslieferdienstes Doordash in der US-Stadt Atlanta angeheuert werden, um in solchen Fällen auszuhelfen. Die Kuriere erhalten eine Vergütung für das Schließen der Türen und sorgen so dafür, dass die Robotaxis ihren Betrieb fortsetzen können.
Waymo setzt aktuell umgebaute Jaguar I-Pace ein, die über herkömmliche Autotüren verfügen. Das Problem tritt vor allem bei diesen Modellen auf, da die früheren Waymo-Fahrzeuge auf Basis des Chrysler Pacifica Minivans mit elektrisch betriebenen Schiebetüren ausgestattet waren.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Auch wenn das Problem der offen gelassenen Türen primär Waymo Robotaxis betrifft, wirft es ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der autonomen Mobilität. Solche unerwarteten Alltagssituationen zeigen, dass selbst die fortschrittlichste Technologie menschliche Unterstützung benötigt, um reibungslos zu funktionieren. Für Autofahrer bedeutet dies, dass die Entwicklung des autonomen Fahrens noch nicht abgeschlossen ist und weiterhin menschliche Aufsicht und Intervention erforderlich sein können. (Lesen Sie auch: Autonomes Fahren: Robotaxi-Firma Waymo stockt Kasse im…)
Für österreichische Autofahrer, die sich für die Zukunft der Mobilität interessieren, ist es wichtig zu beobachten, wie Unternehmen wie Waymo mit solchen Herausforderungen umgehen. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch für die Entwicklung und den Einsatz autonomer Fahrzeuge in Österreich relevant sein.
Wie oft kommt es vor, dass Waymo Robotaxi Türen offen bleiben?
Die genaue Häufigkeit, mit der Fahrgäste die Türen der Waymo-Fahrzeuge offen lassen, ist nicht öffentlich bekannt. Allerdings absolvieren die Waymo-Robotaxis inzwischen mehr als 400.000 bezahlte Fahrten pro Woche in sechs US-Städten sowie im Silicon Valley. Selbst wenn das Problem nur selten auftritt, summiert es sich angesichts der hohen Fahrtenzahl zu einer beträchtlichen Anzahl von Fällen.
Ein Doordash-Kurier veröffentlichte kürzlich einen Screenshot im Internet, der ein Angebot zum Schließen einer Waymo-Tür für 11,25 US-Dollar (umgerechnet etwa 9,50 Euro) belegte. Dieser Vorfall verdeutlicht, dass das Problem real ist und Waymo aktiv nach Lösungen sucht.
Welche Lösungsansätze verfolgt Waymo?
Waymo experimentiert mit verschiedenen Ansätzen, um das Problem der offen gelassenen Türen zu lösen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Autos so zu programmieren, dass sie bei offener Tür ruckartig anfahren, um diese zu schließen. Dieser Ansatz birgt jedoch Risiken, da er zu Beschädigungen am Fahrzeug oder zu Verletzungen von Personen in der Nähe führen könnte. Eine elegantere Lösung ist die Wiedereinführung von elektrisch steuerbaren Schiebetüren in der nächsten Generation der Waymo-Robotaxis. Diese Türen können automatisch geschlossen werden, wodurch das Problem von vornherein vermieden wird.
Die Beauftragung externer Helfer über eine Online-Plattform ist eine pragmatische Übergangslösung, um den Betrieb der aktuellen Fahrzeugflotte aufrechtzuerhalten. Es zeigt, dass Waymo bereit ist, unkonventionelle Wege zu gehen, um die Herausforderungen der autonomen Mobilität zu meistern. (Lesen Sie auch: Akira Schmid vor Olympia-Debüt gegen Kanada erwartet)
Achten Sie als Fahrgast von Robotaxis immer darauf, die Türen nach der Fahrt ordnungsgemäß zu schließen. So tragen Sie dazu bei, den reibungslosen Betrieb der Fahrzeuge zu gewährleisten und unnötige Einsätze von Helfern zu vermeiden.
Ausblick: Die Zukunft der Robotaxi-Türen
Die Episode um die offen gelassenen Waymo Robotaxi Türen zeigt, dass die Entwicklung autonomer Fahrzeuge noch lange nicht abgeschlossen ist. Es sind oft die kleinen, unscheinbaren Details, die den Unterschied zwischen einer funktionierenden Technologie und einem reibungslosen Nutzererlebnis ausmachen. Waymo arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Technologie und der Lösung von Alltagsproblemen. Die Wiedereinführung von Schiebetüren in der nächsten Generation der Robotaxis ist ein vielversprechender Ansatz, um das Problem der offen gelassenen Türen endgültig zu beheben.
Für die Zukunft der autonomen Mobilität ist es entscheidend, dass Unternehmen wie Waymo nicht nur auf die technologische Entwicklung, sondern auch auf die Bedürfnisse und das Verhalten der Nutzer achten. Nur so können autonome Fahrzeuge zu einer echten Alternative zum herkömmlichen Auto werden.
Weitere Informationen zum Thema autonomes Fahren finden Sie auf Heise Autos.
In Österreich wird die Entwicklung der autonomen Mobilität ebenfalls vorangetrieben. Zahlreiche Forschungsprojekte und Teststrecken sollen dazu beitragen, die Technologie für den Einsatz im heimischen Straßenverkehr fit zu machen. Dabei werden auch die spezifischen Herausforderungen des österreichischen Straßennetzes und der Witterungsbedingungen berücksichtigt.

Häufig gestellte Fragen
Warum haben Waymo Robotaxis Probleme mit offenen Türen?
Die aktuellen Waymo-Modelle, basierend auf dem Jaguar I-Pace, haben herkömmliche Türen. Wenn Fahrgäste diese nach der Fahrt offen lassen, kann das fahrerlose Auto sie nicht selbstständig schließen. Frühere Modelle mit Schiebetüren hatten dieses Problem nicht.
Wie viel kostet es Waymo, wenn ein Doordash-Kurier eine Tür schließt?
Einem Screenshot zufolge bietet Waymo Doordash-Kurieren 11,25 US-Dollar, was etwa 9,50 Euro entspricht, um eine offen gelassene Tür eines Robotaxis zu schließen. Die tatsächlichen Kosten können je nach Region und Nachfrage variieren.
In welchen Städten sind Waymo Robotaxis im Einsatz?
Waymo Robotaxis sind derzeit in sechs US-Städten sowie im Silicon Valley im Einsatz. Das Unternehmen plant, seine Dienste in Zukunft auf weitere Regionen auszuweiten, sobald die Technologie ausgereift ist.
Welche technischen Lösungen plant Waymo für das Türproblem?
Waymo experimentiert mit verschiedenen Ansätzen, darunter ruckartiges Anfahren, um die Türen zu schließen. Die vielversprechendste Lösung ist jedoch die Wiedereinführung von elektrisch steuerbaren Schiebetüren in der nächsten Generation der Robotaxis. (Lesen Sie auch: Lindsey Vonn Operationen: Ski-Star Braucht weitere Eingriffe)
Wie sicher sind Waymo Robotaxis im Straßenverkehr?
Waymo Robotaxis haben bereits Millionen von Kilometern im autonomen Modus zurückgelegt und gelten als sehr sicher. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Sicherheit seiner Fahrgäste und anderer Verkehrsteilnehmer und investiert kontinuierlich in die Verbesserung seiner Technologie.
Die Anekdote der Waymo Robotaxi Tür zeigt, dass selbst die ausgefeilteste Technik im Alltag an simple Probleme stoßen kann. Es ist ein Beispiel dafür, dass die Entwicklung von autonomem Fahren noch nicht abgeschlossen ist und auch weiterhin menschliche Unterstützung erforderlich sein kann. Für österreichische Autofahrer bedeutet dies, dass die Zukunft der Mobilität spannend bleibt und es sich lohnt, die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam zu verfolgen.






