Die Meldung schockiert Eltern und alarmiert Umweltschützer: In fast allen Urinproben von Kindern und Jugendlichen in Deutschland wurde ein fortpflanzungsschädigender Stoff nachgewiesen, der ausgerechnet aus Sonnencreme stammt. Genauer gesagt handelt es sich um MnHexP, ein Abbauprodukt des Weichmachers Di-n-hexyl-Phthalat (DnHexP). Dieser Stoff, der in der EU eigentlich nicht zugelassen ist, gelangt über verunreinigte UV-Filter in Sonnencremes in den Körper. Das Umweltbundesamt (UBA) schlägt Alarm und fordert strengere Kontrollen.

Weichmacher in Sonnencreme: Ein wachsendes Problem
Die Problematik von Weichmachern in Kunststoffen und Kosmetika ist nicht neu. Diese Stoffe, die Produkten mehr Flexibilität und Haltbarkeit verleihen sollen, stehen seit Jahren im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Einige Weichmacher wirken hormonell und können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Besonders gefährdet sind Kinder, da ihr Körper empfindlicher auf diese Substanzen reagiert. Die aktuelle Entdeckung von MnHexP in fast allen Urinproben von Kindern zeigt, dass das Problem weiterhin besteht und dringenden Handlungsbedarf erfordert.
Aktuelle Entwicklung: Schadstoff in fast allen Kinder-Urinproben nachgewiesen
Wie Deutschlandfunk am 17.02.2026 berichtete, konnte das Umweltbundesamt (UBA) in 92 Prozent der im Frühjahr und Sommer 2025 gesammelten Urinproben von Kindern und Jugendlichen MnHexP nachweisen. UBA-Präsident Dirk Messner zeigte sich überrascht über den hohen Anteil belasteter Proben und die teils sehr hohen Konzentrationen. Bereits 2024 hatte das UBA erstmals über MnHexP-belastete Urinproben berichtet. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Nordrhein-Westfalen den Stoff in Urinproben von Kindergartenkindern. (Lesen Sie auch: Julia Tannheimer: Biathlon-Talent bei Olympia-Staffel)
Die Ursache für die Verunreinigung wurde schnell gefunden: Der Weichmacher DnHexP kann bei der Herstellung des UV-Filters Diethylamino-Hydroxybenzoyl-Hexylbenzoat (DHHB) entstehen, der häufig in Sonnencremes verwendet wird. Obwohl DnHexP in der EU nicht zugelassen ist, gelangt er über diesen Umweg in die Produkte und somit auf die Haut und in den Körper der Verbraucher.
Die Umweltbundesamt setzt sich für eine Reduktion der Schadstoffbelastung ein und fordert strengere Kontrollen bei der Herstellung von UV-Filtern. Ab dem kommenden Jahr soll es strengere Regeln für die Verwendung von DHHB geben.
Reaktionen und Einordnung
Die Nachricht über die hohe Belastung von Kindern mit MnHexP hat eine Welle der Besorgnis ausgelöst. Eltern sind verunsichert und fragen sich, wie sie ihre Kinder vor dem schädlichen Stoff schützen können. Verbraucherschutzorganisationen fordern eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung und eine Kennzeichnungspflicht für Sonnencremes, die DHHB enthalten. Auch Politiker haben sich zu Wort gemeldet und fordern eine schnelle Umsetzung der angekündigten strengeren Regeln. (Lesen Sie auch: Ind VS Ned: Indien will Siegesserie gegen…)
Experten weisen darauf hin, dass es wichtig ist, nicht in Panik zu geraten. Sonnencreme ist weiterhin ein wichtiger Schutz vor Hautkrebs. Es gelte jedoch, auf Produkte ohne DHHB auszuweichen und sich umfassend über die Inhaltsstoffe zu informieren. Auch das WEB.DE Portal berichtete über die Problematik und forderte mehr Transparenz für Konsumenten.
Weichmacher Sonnencreme: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Überwachung von Chemikalien in Konsumprodukten verbessert werden muss. Es ist nicht akzeptabel, dass Stoffe, die in der EU nicht zugelassen sind, über Umwege in Sonnencremes und somit in den Körper von Kindern gelangen. Die angekündigten strengeren Regeln für DHHB sind ein Schritt in die richtige Richtung, reichen aber möglicherweise nicht aus.

Es ist zu erwarten, dass die Diskussion über Weichmacher in Kosmetika und Kunststoffen in den kommenden Monaten weiter an Fahrt aufnehmen wird. Verbraucher werden zunehmend sensibilisiert und fordern von Herstellern und Politikern mehr Transparenz und Schutz. (Lesen Sie auch: Nadine Fähndrich holt Olympia-Silber im Teamsprint)
Eine Tabelle der betroffenen Sonnencremes existiert noch nicht, da die Untersuchungen noch laufen. Sobald diese veröffentlicht wird, werden wir sie hier ergänzen.
Häufig gestellte Fragen zu weichmacher sonnencreme
Warum sind Weichmacher in Sonnencreme ein Problem?
Weichmacher wie Di-n-hexyl-Phthalat (DnHexP) können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und sind besonders für Kinder gefährlich. Sie gelangen über verunreinigte UV-Filter wie Diethylamino-Hydroxybenzoyl-Hexylbenzoat (DHHB) in Sonnencremes und somit auf die Haut und in den Körper.
Welche gesundheitlichen Risiken bestehen durch Weichmacher in Sonnencreme?
Der Weichmacher DnHexP steht im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu schädigen. Studien haben gezeigt, dass er hormonell wirken und die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen kann. Es ist wichtig, die Exposition gegenüber diesem Stoff so gering wie möglich zu halten. (Lesen Sie auch: Formkrise vor Olympia: Was ist los mit…)
Wie können Eltern ihre Kinder vor Weichmachern in Sonnencreme schützen?
Eltern sollten auf Sonnencremes ohne DHHB ausweichen und sich umfassend über die Inhaltsstoffe informieren. Es gibt auch mineralische Sonnencremes, die ohne chemische UV-Filter auskommen. Zudem ist es ratsam, Kinder nicht der prallen Sonne auszusetzen und schützende Kleidung zu tragen.
Welche Maßnahmen werden ergriffen, um das Problem zu lösen?
Das Umweltbundesamt (UBA) fordert strengere Kontrollen bei der Herstellung von UV-Filtern und setzt sich für eine Reduktion der Schadstoffbelastung ein. Ab dem kommenden Jahr soll es strengere Regeln für die Verwendung von DHHB geben. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der Situation führen.
Wo finde ich weitere Informationen über Sonnencreme und Weichmacher?
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Umweltbundesamtes (UBA) und bei Verbraucherschutzorganisationen. Auch Fachartikel und Studien können Ihnen helfen, sich umfassend über das Thema zu informieren und die richtige Sonnencreme für sich und Ihre Familie auszuwählen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


