Ein bedeutender Meilenstein für die weltweit führende Kryptowährung: Am Montag, dem 9. März 2026, wurde der 20-millionste Bitcoin geschürft. Damit sind nun über 95 Prozent des maximalen Angebots von 21 Millionen Bitcoins im Umlauf. Das Ereignis markiert einen wichtigen Wendepunkt, da die verbleibenden knapp 1 Million Coins erst in den nächsten 114 Jahren durch das sogenannte Mining in den Umlauf gebracht werden.

Hintergrund: Begrenzte Menge als Wertanker
Die Begrenzung der maximalen Bitcoin-Anzahl auf 21 Millionen ist ein zentrales Element des Designs von Satoshi Nakamoto, dem pseudonymen Erfinder von Bitcoin. Diese Knappheit soll einen Wertanker bilden, ähnlich wie bei Edelmetallen wie Gold. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen, die von Zentralbanken beliebig vermehrt werden können, ist das Angebot von Bitcoin von vornherein begrenzt. Dies soll die Kryptowährung vor Inflation schützen und langfristig ihren Wert erhalten.
Aktuelle Entwicklung: Das bedeutet das Erreichen der 20-Millionen-Marke
Das Erreichen der 20-Millionen-Marke bedeutet, dass sich die Bitcoin-Gemeinschaft dem Ende der Neuemission von Bitcoins nähert. Wie CoinMarketCap berichtet, wurde dieser Meilenstein bei Blockhöhe 939.999 erreicht. Die restlichen Bitcoins werden nun deutlich langsamer in den Umlauf gebracht, da sich die Belohnung für das Schürfen eines neuen Blocks alle 210.000 Blöcke halbiert – ein Prozess, der als „Halving“ bekannt ist. Die letzte Halbierung fand am 20. April 2024 statt, wodurch die Belohnung von 6,25 Bitcoin auf 3,125 Bitcoin pro Block reduziert wurde. (Lesen Sie auch: Ausschüttung oder Wiederanlage: So Maximieren Anleger Rendite)
Die nächste Halbierung wird für April 2028 erwartet, wie CoinGecko schätzt. Danach wird die Belohnung nur noch 1,5625 Bitcoin pro Block betragen. Dieser Mechanismus führt dazu, dass die verbleibenden Bitcoins nur sehr langsam geschürft werden. Es wird erwartet, dass der letzte Bitcoin erst im Jahr 2140 „gemined“ wird, wie auch ForkLog schreibt.
Auswirkungen auf Miner und Transaktionsgebühren
Die Reduzierung der Block-Belohnung hat erhebliche Auswirkungen auf die Miner, die für die Aufrechterhaltung des Bitcoin-Netzwerks verantwortlich sind. Da ihre Haupteinnahmequelle, die Belohnung für das Schürfen neuer Blöcke, immer geringer wird, müssen sie sich zunehmend auf Transaktionsgebühren verlassen. Diese Gebühren werden von den Nutzern bezahlt, um ihre Transaktionen in die Blockchain aufnehmen zu lassen. Ob diese Gebühren in Zukunft ausreichen werden, um die Rentabilität des Minings zu gewährleisten, ist derzeit noch unklar. Einige Analysten befürchten, dass steigende Strompreise und Hardwarekosten das Mining zunehmend unrentabel machen könnten.
Bitcoin: Was bedeutet das für die Zukunft?
Das Erreichen der 20-Millionen-Marke unterstreicht die Knappheit von Bitcoins und könnte langfristig zu einer Wertsteigerung führen. Einige Experten sehen Bitcoin als „digitales Gold“, das in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit als sicherer Hafen dienen kann. Andere warnen jedoch vor der hohen Volatilität der Kryptowährung und den Risiken, die mit Investitionen in Bitcoin verbunden sind. (Lesen Sie auch: George Russell triumphiert: Pole-Position beim Australien)
Die Knappheit von Bitcoin könnte auch dazu führen, dass sich der Fokus der Bitcoin-Community von der Akkumulation auf die Nutzung verlagert. Wenn Bitcoin als Zahlungsmittel breitere Akzeptanz findet, könnte dies die Nachfrage erhöhen und den Wert der Kryptowährung weiter steigern. Allerdings gibt es auch Herausforderungen, wie die Skalierbarkeit der Bitcoin-Blockchain und die hohen Transaktionsgebühren, die einer breiten Akzeptanz entgegenstehen könnten.
Die Frage, ob Bitcoin langfristig seinen Wert behalten oder sogar steigern kann, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter die Akzeptanz durch Regierungen und Unternehmen, die Entwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen und die Konkurrenz durch andere Kryptowährungen. Fest steht jedoch, dass das Erreichen der 20-Millionen-Marke einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte von Bitcoin darstellt und die Kryptowährung in eine neue Phase ihrer Entwicklung führt.

Das Bitcoin-Halving im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die bisherigen und zukünftigen Bitcoin-Halvings und die damit verbundene Reduktion der Block-Belohnung: (Lesen Sie auch: Private Credit Krise: Blue Owl kämpft mit…)
| Halving | Datum | Block-Belohnung |
|---|---|---|
| 1. Halving | 28. November 2012 | 25 BTC |
| 2. Halving | 9. Juli 2016 | 12,5 BTC |
| 3. Halving | 11. Mai 2020 | 6,25 BTC |
| 4. Halving | 20. April 2024 | 3,125 BTC |
| 5. Halving (erwartet) | April 2028 | 1,5625 BTC |
Häufig gestellte Fragen zu bitcoins
Was bedeutet es, dass 20 Millionen Bitcoins geschürft wurden?
Es bedeutet, dass über 95 % des maximalen Angebots von 21 Millionen Bitcoins im Umlauf sind. Die restlichen Bitcoins werden nun deutlich langsamer in den Umlauf gebracht, da sich die Belohnung für das Schürfen neuer Blöcke regelmäßig halbiert. Dies könnte langfristig zu einer Wertsteigerung von Bitcoin führen.
Wie lange dauert es noch, bis der letzte Bitcoin geschürft wird?
Es wird erwartet, dass der letzte Bitcoin erst im Jahr 2140 geschürft wird. Dies liegt daran, dass sich die Belohnung für das Schürfen neuer Blöcke alle 210.000 Blöcke halbiert, wodurch die Geschwindigkeit, mit der neue Bitcoins in den Umlauf gelangen, immer weiter reduziert wird.
Welche Auswirkungen hat die Halbierung der Block-Belohnung auf die Miner?
Die Halbierung der Block-Belohnung reduziert die Haupteinnahmequelle der Miner. Sie müssen sich zunehmend auf Transaktionsgebühren verlassen, um ihre Kosten zu decken und weiterhin das Bitcoin-Netzwerk aufrechtzuerhalten. Ob diese Gebühren ausreichen werden, ist derzeit noch unklar. (Lesen Sie auch: Milliarden-Krimi um Bitcoin: Muss Sachsen Geld zurückzahlen?)
Warum ist die Menge an Bitcoins auf 21 Millionen begrenzt?
Die Begrenzung der Bitcoin-Anzahl auf 21 Millionen ist ein zentrales Element des Designs von Satoshi Nakamoto. Diese Knappheit soll einen Wertanker bilden und die Kryptowährung vor Inflation schützen, ähnlich wie bei Edelmetallen wie Gold.
Wie beeinflusst die Knappheit von Bitcoin seinen Wert?
Die Knappheit von Bitcoin könnte langfristig zu einer Wertsteigerung führen, da das Angebot begrenzt ist und die Nachfrage potenziell steigen kann. Einige Experten sehen Bitcoin als „digitales Gold“, das in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit als sicherer Hafen dienen kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


