Dagmar Rosenfeld verlässt The Pioneer nach Kritik

Die Journalistin Dagmar Rosenfeld hat ihre Zusammenarbeit mit dem Medienunternehmen „The Pioneer“ beendet. Dies geschah, nachdem Gabor Steingart, der Gründer und Herausgeber von „The Pioneer“, in einem seiner Newsletter und auf Twitter Äußerungen getätigt hatte, die Rosenfeld als Kritik an ihrer journalistischen Arbeit wertete. Konkret ging es um Steingarts Abwertung von sogenannten „Host-Read-Ads“ in Podcasts, bei denen die Moderatoren selbst Werbung verlesen.

Symbolbild zum Thema Dagmar Rosenfeld
Symbolbild: Dagmar Rosenfeld (Bild: Pexels)

Dagmar Rosenfeld: Hintergrund und Karriere

Dagmar Rosenfeld ist eine profilierte deutsche Journalistin. Bekanntheit erlangte sie unter anderem als stellvertretende Chefredakteurin der „Welt“ und als Chefredakteurin der „Welt am Sonntag“. Seit einiger Zeit betreibt sie gemeinsam mit Robin Alexander den Politik-Podcast „Machtwechsel“. Dieser Podcast lief zunächst bei „Welt“ und später bei „The Pioneer“, wird aber inzwischen in Eigenregie produziert. Rosenfeld ist auch als Kolumnistin tätig und schrieb unter anderem für „The Pioneer“. (Lesen Sie auch: Swiss Pilot: Bewusstlosigkeit im Cockpit während Landeanflug)

Der Auslöser: Steingarts Kritik an Podcast-Werbung

Gabor Steingart äußerte sich kritisch über Journalisten, die in ihren Podcasts Werbung in Form von „Host-Read-Ads“ einsetzen. In einem FAZ-Artikel wird Steingart mit der Aussage zitiert, er verorte diese Praxis in der Berufssparte „Prostitution“. Obwohl Steingart namentlich niemanden erwähnte, fühlte sich Dagmar Rosenfeld, die mit ihrem Podcast „Machtwechsel“ ebenfalls auf diese Form der Werbefinanzierung setzt, offenbar angesprochen und attackiert.

Rosenfelds Reaktion und Kündigung

Auf die Äußerungen von Steingart reagierte Dagmar Rosenfeld umgehend. Auf Twitter schrieb sie: „Lieber @gaborsteingart, mit Entsetzen lese ich, dass du meinen Journalismus ‚Prostitution‘ nennst. Wir sind uns unter diesen Umständen sicherlich einig, dass ich deiner Bitte, weiter als Kolumnistin für @ThePioneerDE tätig zu sein, nicht mehr nachkomme.“ Damit kündigte sie öffentlich ihre Zusammenarbeit mit „The Pioneer“ auf. (Lesen Sie auch: Jonas Urbig vor Champions-League-Einsatz für Bayern?)

Steingarts Reaktion und Rechtfertigung

Gabor Steingart wies die Kritik an seinen Äußerungen zurück. Er betonte, niemanden namentlich genannt zu haben und lediglich eine Werbeform kritisiert zu haben, die er für „ehrenrührig“ halte. Laut FAZ entgegnete Steingart auf Twitter: „Entpört Euch!“.

Weitere Reaktionen und Einordnungen

Der Fall Dagmar Rosenfeld und Gabor Steingart sorgte in den sozialen Medien und in der Medienbranche für Aufsehen. Robin Alexander, der Co-Host von „Machtwechsel“, deutete auf Twitter an, dass Steingart, der selbst für ein „Lifetime-Abo“ seines eigenen Mediums wirbt, im Glashaus sitzen könnte. Die Auseinandersetzung wirft ein Schlaglicht auf die Debatte über Finanzierungsmodelle im Journalismus und die Frage, welche Formen der Werbung mit journalistischer Integrität vereinbar sind. Einen Kommentar zu der Thematik veröffentlichte auch der Spiegel. (Lesen Sie auch: FC Bayern München: Champions-League-Polster und Ribérys Lob)

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) setzt sich für faire Arbeitsbedingungen und eine unabhängige Berichterstattung ein. Mehr Informationen dazu finden sich auf der offiziellen Webseite der DJU.

Detailansicht: Dagmar Rosenfeld
Symbolbild: Dagmar Rosenfeld (Bild: Pexels)

Dagmar Rosenfeld: Was bedeutet das für „Machtwechsel“?

Die Trennung von Dagmar Rosenfeld und „The Pioneer“ hat Auswirkungen auf den Podcast „Machtwechsel“. Zwar wird der Podcast weiterhin von Rosenfeld und Alexander produziert, jedoch nicht mehr unter dem Dach von „The Pioneer“. Dies bedeutet, dass die beiden Journalisten nun eigenständig für die Finanzierung und Vermarktung ihres Podcasts verantwortlich sind.Fest steht, dass die beiden Journalisten weiterhin mit ihrem Podcast „Machtwechsel“ präsent sein werden und ihre unabhängige Stimme in der politischen Debatte einbringen wollen. Die Auseinandersetzung mit Gabor Steingart hat jedoch gezeigt, wie sensibel das Thema Finanzierung im Journalismus ist und wie schnell es zu Konflikten kommen kann. (Lesen Sie auch: FCB: Hansi Flick: Barcelona könnte meine letzte)

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