Polarlicht-Fans aufgepasst: Der März 2026 könnte ein außergewöhnlicher Monat für Himmelsbeobachtungen werden. Laut Expertenmeinungen stehen die Chancen, die farbenprächtigen Aurora Borealis zu sehen, so gut wie seit Jahren nicht mehr. Verantwortlich dafür sind gleich zwei Faktoren: der sogenannte „Equinox-Effekt“ und eine erhöhte Sonnenaktivität.

Was sind Polarlichter und wie entstehen sie?
Polarlichter, auch Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) genannt, sind faszinierende Leuchterscheinungen am Himmel, die vor allem in den Polarregionen auftreten. Sie entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Sonne – meist im Rahmen von Sonnenstürmen – auf die Erdatmosphäre treffen. Diese Teilchen werden entlang der Magnetfeldlinien zu den Polen gelenkt. Dort stoßen sie mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen in der Atmosphäre zusammen. Durch die Zusammenstöße werden die Atome angeregt und geben Energie in Form von Licht ab. Dieses Licht erzeugt die charakteristischen, oft grünlichen, manchmal aber auch rötlichen oder bläulichen Schleier und Bögen am Himmel.
Die Intensität und Häufigkeit von Polarlichtern hängen stark von der Aktivität der Sonne ab. In Zeiten hoher Sonnenaktivität, wenn viele Sonnenstürme auftreten, sind Polarlichter häufiger und intensiver zu beobachten – auch in Regionen, die weiter von den Polen entfernt liegen. (Lesen Sie auch: Atlético Madrid – Tottenham: vor Champions-League-Spiel)
Der „Equinox-Effekt“ und seine Bedeutung für die Polarlicht-Saison
Der sogenannte „Equinox-Effekt“ spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorhersage von Polarlichtern im März. Das Äquinoktium, also die Tagundnachtgleiche, tritt zweimal im Jahr auf – im Frühling und im Herbst. Zu diesen Zeiten steht die Sonne senkrecht über dem Äquator, wodurch Tag und Nacht auf der gesamten Erde nahezu gleich lang sind. Wie Kreiszeitung.de berichtet, verläuft die Ebene des Erdäquators durch den Mittelpunkt der Sonne.
Der „Equinox-Effekt“ verstärkt die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter, da die Magnetfelder der Sonne und der Erde in dieser Zeit besser miteinander interagieren können. Dies ermöglicht es mehr geladenen Teilchen, in die Erdatmosphäre einzudringen und die Leuchterscheinungen hervorzurufen. Experten sehen darin einen Grund, warum der März 2026 besonders gute Chancen für Polarlichtbeobachtungen bietet.
Sonnenaktivität erreicht Höhepunkt: Auswirkungen auf die Polarlicht-Sichtbarkeit
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Polarlicht-Vorhersage ist die Sonnenaktivität. Die Sonne durchläuft einen etwa elfjährigen Zyklus, in dem sich Phasen hoher und niedriger Aktivität abwechseln. In den Phasen hoher Aktivität treten vermehrt Sonnenstürme und Eruptionen auf, bei denen große Mengen an geladenen Teilchen ins All geschleudert werden. Gelangen diese Teilchen zur Erde, können sie intensive Polarlichter verursachen. (Lesen Sie auch: Newcastle VS Barcelona: Champions League)
Laut Volksstimme, erreicht der aktuelle Sonnenzyklus im Jahr 2026 sein Ende. Dies bedeutet, dass die Sonnenaktivität in den kommenden Monaten voraussichtlich hoch bleiben wird, was die Chancen auf intensive und häufige Polarlicht-Erscheinungen erhöht. Himmelsbeobachter dürfen sich also auf ein aussichtsreiches Jahr freuen.
Wo und wann sind Polarlichter am besten zu sehen?
Um Polarlicht zu beobachten, benötigt man in erster Linie einen dunklen Himmel. Lichtverschmutzung durch Städte und künstliche Beleuchtung kann die Sichtbarkeit erheblich beeinträchtigen. Daher sind abgelegene Orte in ländlichen Regionen oder in den Bergen ideal. Auch die Nordsee kann im März ein guter Ort sein, um Polarlichter zu beobachten.
Die beste Zeit für Polarlichtbeobachtungen ist in den Wintermonaten, wenn die Nächte lang und dunkel sind. Allerdings können Polarlichter auch im Frühling und Herbst auftreten, insbesondere während der Äquinoktien. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten, besonders in den kommenden Wochen. Allerdings lässt sich laut Experten grundsätzlich nicht mit Sicherheit vorhersagen, ob eine Nacht tatsächlich zur Polarlicht-Nacht wird. (Lesen Sie auch: FC Bayern vor Champions-League-Aufgabe in Bergamo)

Wer eine Reise plant, um Polarlichter zu sehen, sollte sich über die aktuellen Vorhersagen informieren und flexible Reisepläne haben. Es gibt verschiedene Websites und Apps, die Polarlicht-Vorhersagen anbieten. Auch lokale Tourismusbüros können Auskunft geben und bei der Organisation von Polarlicht-Touren behilflich sein. Informationen zu den physikalischen Grundlagen und zur Vorhersage von Polarlichtern bietet beispielsweise das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ).
Ausblick: Ein vielversprechendes Jahr für Polarlicht-Jäger
Die Kombination aus „Equinox-Effekt“ und hoher Sonnenaktivität macht den März 2026 zu einem potenziellen Super-Polarlicht-Monat. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Chance nutzen und sich auf die Suche nach den faszinierenden Lichtern am Himmel machen. Mit etwas Glück und den richtigen Bedingungen können unvergessliche Eindrücke gesammelt werden.
Auch die kommenden Jahre könnten vielversprechend für Polarlicht-Beobachtungen sein. Da der Sonnenzyklus seinen Höhepunkt noch nicht ganz erreicht hat, ist davon auszugehen, dass die Sonnenaktivität weiterhin hoch bleiben wird. Dies bedeutet, dass auch in den nächsten Jahren gute Chancen bestehen, Polarlicht zu sehen – vielleicht sogar in Regionen, in denen sie normalerweise selten auftreten. (Lesen Sie auch: "Project Hail Mary": Kritiker feiern Ryan Goslings)
Häufig gestellte Fragen zu Polarlicht
Häufig gestellte Fragen zu polarlicht
Warum sind die Chancen im März 2026 besonders gut, um Polarlichter zu sehen?
Experten sagen, dass der März 2026 aufgrund des „Equinox-Effekts“ und der hohen Sonnenaktivität besonders gute Chancen bietet, um Polarlichter zu beobachten. Der „Equinox-Effekt“ tritt während der Tagundnachtgleiche auf und verstärkt die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter, während die hohe Sonnenaktivität zu vermehrten Sonnenstürmen führt.
Wo kann man in Deutschland am besten Polarlichter sehen?
In Deutschland sind Polarlichter am ehesten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu sehen, da diese Bundesländer am nördlichsten liegen. Auch an der Nordseeküste gibt es Chancen. Wichtig ist ein dunkler Ort mit wenig Lichtverschmutzung, um das Polarlicht optimal beobachten zu können.
Welche Farben können Polarlichter haben und wodurch entstehen sie?
Polarlichter können verschiedene Farben haben, am häufigsten sind Grün- und Rottöne. Die Farben entstehen durch die Anregung von Sauerstoff- und Stickstoffatomen in der Erdatmosphäre durch die geladenen Teilchen der Sonne. Grün entsteht durch Sauerstoff in niedrigeren Höhen, Rot durch Sauerstoff in höheren Höhen.
Gibt es eine Garantie dafür, Polarlichter zu sehen, wenn man in eine Polarregion reist?
Nein, es gibt keine Garantie dafür, Polarlichter zu sehen. Die Sichtbarkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Sonnenaktivität, dem Wetter und der Dunkelheit des Himmels. Auch wenn die Vorhersagen gut sind, kann es vorkommen, dass die Polarlichter aufgrund von Wolken oder anderen ungünstigen Bedingungen nicht sichtbar sind.
Kann man Polarlichter auch mit dem bloßen Auge sehen oder benötigt man spezielle Ausrüstung?
Polarlichter kann man in der Regel gut mit dem bloßen Auge sehen, wenn sie ausreichend hell sind. Eine spezielle Ausrüstung ist nicht unbedingt erforderlich. Allerdings können Ferngläser oder Kameras mit Langzeitbelichtung helfen, schwächere Polarlichter besser zu erkennen und die Farben intensiver darzustellen.


