Die wallis lawinengefahr hat sich in den letzten Tagen dramatisch zugespitzt. Anhaltende Schneefälle und starker Wind haben dazu geführt, dass in Teilen des Kantons Wallis die höchste Lawinenwarnstufe ausgerufen wurde. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr und das öffentliche Leben, insbesondere die Zugstrecke nach Zermatt ist aktuell unterbrochen.

Hintergrund zur aktuellen Lawinensituation im Wallis
Die aktuelle Situation ist auf eine Kombination aus mehreren Faktoren zurückzuführen. Zum einen haben die Alpen in den letzten Tagen massive Neuschneemengen erlebt. Laut SRF Meteo fielen von Sonntagabend bis Dienstagmorgen vielerorts 50 bis 90 Zentimeter Neuschnee, im Unterwallis sogar noch mehr. Zum anderen sorgt starker bis stürmischer Westwind für erhebliche Schneeverwehungen und Triebschneeansammlungen. Diese Triebschneeansammlungen sind besonders gefährlich, da sie sich leicht lösen und Lawinen auslösen können. Das Zusammenspiel dieser Faktoren führt zu einer ausserordentlichen Lawinensituation.
Aktuelle Entwicklung: Höchste Warnstufe und Verkehrseinschränkungen
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF hat für mehrere Gebiete im Wallis die höchste Warnstufe 5 ausgerufen. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, betrifft dies die Gebiete Val d’Entremont-Val Ferret, Emosson, Conthey-Fully, Montana, Leukerbad – Lötschental, Riederalp und Konkordia. Eine so hohe Warnstufe wird äusserst selten ausgerufen; sie kommt nur an etwa 0,1 Prozent aller Wintertage vor. (Lesen Sie auch: Saastal: Strasse nach Lawinengefahr gesperrt – Winterchaos)
Die akute Lawinengefahr hat bereits zu erheblichen Verkehrseinschränkungen geführt. Wie Watson berichtet, ist die Bahnstrecke zwischen Täsch und St. Niklaus unterbrochen, was die Verbindung nach Zermatt betrifft. Ein Video zeigt eine massive Lawine bei Täsch. Auch andere Strassen und Bahnlinien können aufgrund der Lawinengefahr gesperrt sein.
Die Matterhorn-Gotthard-Bahn hat die Unterbrechung bestätigt. Reisende müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen. Die Situation wird laufend neu beurteilt.
Reaktionen und Einordnung der Lawinengefahr
Die Behörden im Wallis haben die Bevölkerung aufgerufen, äusserste Vorsicht walten zu lassen und unnötige Reisen zu vermeiden. Skigebiete und Wanderwege können gesperrt sein. Es wird dringend empfohlen, die aktuellen Lawinenbulletins und Warnungen zu beachten. Informationen zur aktuellen Lawinensituation finden sich auf der Webseite des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF. (Lesen Sie auch: Schneefallgrenze Schweiz: in der: Lawinengefahr zwingt zu)
Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig der Lawinenschutz in den Alpen ist. Lawinenverbauungen, künstliche Auslösungen und Überwachungssysteme tragen dazu bei, das Risiko zu minimieren. Trotzdem bleibt eine gewisse Restgefahr bestehen, insbesondere bei extremen Wetterbedingungen.
Wallis Lawinengefahr: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Zunahme von Extremwetterereignissen aufgrund des Klimawandels könnte dazu führen, dass solche Situationen in Zukunft häufiger auftreten. Dies stellt eine grosse Herausforderung für die betroffenen Regionen dar. Es erfordert verstärkte Anstrengungen im Bereich des Lawinenschutzes, der Raumplanung und des Katastrophenmanagements. Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Gefahren von Lawinen ist von grosser Bedeutung.
Schneefall und Schneefallgrenze im Detail
Die Schneefallgrenze liegt derzeit zwischen 500 und 700 Metern, was bedeutet, dass auch tiefere Lagen entlang der Voralpen und in den Tälern winterlich werden. Laut SRF Meteo wird bis Dienstagabend am Alpennordhang und im Wallis oberhalb von rund 1000 Metern vielerorts zwischen 70 und 120 Zentimetern Neuschnee erwartet. Weniger Neuschnee gibt es in den Tessiner Bergen sowie in Mittel- und Südbünden. (Lesen Sie auch: Lawine Adelboden: in: Rettungskräfte suchen)

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Neuschneemengen in verschiedenen Regionen:
| Region | Erwartete Neuschneemenge (bis Dienstagabend) |
|---|---|
| Alpennordhang und Wallis (oberhalb 1000m) | 70-120 cm |
| Tessiner Berge | Weniger Neuschnee |
| Mittel- und Südbünden | Weniger Neuschnee |
In der Nacht auf Mittwoch gibt es eine kurze Niederschlagspause, doch bereits in den Morgenstunden breiten sich aus Westen neue Schneefälle aus. Von Mittwoch bis Samstag können weitere 20 bis 60 Zentimeter Schnee fallen, die Schneefallgrenze pendelt meist zwischen 800 und 1300 Metern.
Häufig gestellte Fragen zu wallis lawinengefahr
Häufig gestellte Fragen zu wallis lawinengefahr
Welche Gebiete im Wallis sind aktuell von der höchsten Lawinenwarnstufe betroffen?
Die höchste Lawinenwarnstufe (Stufe 5) gilt laut SLF in den Gebieten Val d’Entremont-Val Ferret, Emosson, Conthey-Fully, Montana, Leukerbad – Lötschental, Riederalp und Konkordia. Reisende sollten diese Gebiete meiden und die Anweisungen der Behörden befolgen. (Lesen Sie auch: Lawine Lötschental: im: Straße verschüttet, Autoverlad)
Warum ist die Zugstrecke nach Zermatt derzeit unterbrochen?
Die Zugstrecke zwischen Täsch und St. Niklaus, welche die Verbindung nach Zermatt darstellt, ist aufgrund einer Lawine unterbrochen. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn arbeitet an der Behebung der Schäden, jedoch ist mit erheblichen Verspätungen zu rechnen.
Wie kann ich mich über die aktuelle Lawinensituation informieren?
Die aktuellste Information zur Lawinengefahr erhält man über das Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Zudem informieren die lokalen Behörden und Tourismusorganisationen über die aktuelle Lage und allfällige Einschränkungen.
Welche Auswirkungen hat die Lawinengefahr auf den Skibetrieb im Wallis?
Aufgrund der hohen Lawinengefahr können Skigebiete gesperrt oder nur eingeschränkt betrieben werden. Es ist ratsam, sich vorab bei den jeweiligen Skigebieten über die aktuellen Betriebsbedingungen zu informieren und die Anweisungen des Personals zu befolgen.
Was sollte ich bei Reisen ins Wallis während der Lawinengefahr beachten?
Vermeiden Sie unnötige Reisen, informieren Sie sich vorab über die aktuelle Lawinensituation und Verkehrslage, beachten Sie die Anweisungen der Behörden und meiden Sie gefährdete Gebiete. Eine gute Vorbereitung und umsichtiges Verhalten sind entscheidend.


