Jana Hensel, Autorin und Journalistin, hat mit ihrem neuen Buch „Es war einmal ein Land“ eine erneute Diskussion über den Zustand des deutschen Ostens angestoßen. Das Buch analysiert die Entfremdung vieler Ostdeutscher von der Demokratie und die anhaltenden Herausforderungen der Transformation nach der Wiedervereinigung.

Hintergrund: Jana Hensels Blick auf den Osten
Jana Hensel, selbst im Osten Deutschlands aufgewachsen, hat sich in ihren vorherigen Werken bereits intensiv mit der ostdeutschen Identität auseinandergesetzt. Ihr bekanntestes Buch, „Zonenkinder“, beschreibt das Aufwachsen in der DDR und die Erfahrungen der Nachwendezeit. Mit „Es war einmal ein Land“ setzt sie diese Auseinandersetzung fort und untersucht, wie sich die ostdeutsche Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und welche Brüche und Kontinuitäten es gibt.
Hensel beleuchtet in ihrem neuen Buch die komplexen Erfahrungen der Ostdeutschen nach dem Fall der Mauer. Sie analysiert die wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen, die mit der Wiedervereinigung einhergingen, und untersucht, wie diese Veränderungen das Lebensgefühl und die politische Einstellung vieler Menschen im Osten beeinflusst haben. Dabei geht sie auch auf die Frage ein, warum sich viele Ostdeutsche von den etablierten politischen Parteien abwenden und sich populistischen Bewegungen zuwenden. (Lesen Sie auch: Hettich Walz: Olympia 2026: Deutsche Biathletinnen hoffen)
Aktuelle Entwicklung: „Es war einmal ein Land“ im Fokus
Das Buch „Es war einmal ein Land“ von Jana Hensel ist am 10. Februar 2026 Gegenstand einer Sendung der 3sat-Mediathek. Die Sendung „Kulturzeit“ diskutiert die Thesen des Buches und beleuchtet die Frage, ob sich Ostdeutschland von der Demokratie verabschiedet. In der Sendung wird auch auf weitere kulturelle Themen eingegangen, wie die Berlinale Retrospektive, Norbert Gstreins „Im ersten Licht“ und Günther Uecker.
Die WELT veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel „Die Scheidung steht vor der Tür“ – Wie Deutschland seinen Osten verliert, der Hensels Buch ebenfalls thematisiert. Der Artikel beschreibt, wie sich viele Ostdeutsche entfremdet fühlen und sich von der Politik nicht mehr vertreten sehen. Dies führe zu einer wachsenden Kluft zwischen Ost und West, die sich in unterschiedlichen Wahlergebnissen und politischen Einstellungen äußert.
Der Spiegel veröffentlichte ebenfalls eine Rezension zu Jana Hensels Buch. Dort wird unter anderem die „selbst gewählte Ratlosigkeit“ thematisiert. (Lesen Sie auch: Coletta Rydzek: Tränen nach Olympia-Aus – Bruder…)
Reaktionen und Einordnung
Die Reaktionen auf Jana Hensels Buch sind vielfältig. Einige Kritiker loben Hensel für ihre differenzierte Analyse der ostdeutschen Gesellschaft und ihre Bereitschaft, unbequeme Fragen zu stellen. Andere werfen ihr vor, ein zu pessimistisches Bild zu zeichnen und die positiven Entwicklungen im Osten zu übersehen.
Unabhängig von der Bewertung im Detail hat Hensels Buch eine wichtige Debatte über die Situation im Osten Deutschlands angestoßen. Es verdeutlicht, dass die Transformation nach der Wiedervereinigung noch lange nicht abgeschlossen ist und dass es weiterhin große Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Die Debatte um Jana Hensels Buch zeigt, dass eine differenzierte Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Identität und den spezifischen Herausforderungen des Ostens notwendig ist, um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden.
Jana Hensel: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die durch Jana Hensels Buch neu entfachte Debatte über den Osten Deutschlands könnte langfristige Auswirkungen auf die politische Landschaft haben. Wenn es gelingt, die Anliegen und Sorgen der Ostdeutschen besser zu verstehen und in die politische Entscheidungsfindung einzubeziehen, könnte dies dazu beitragen, die Entfremdung zu verringern und die Demokratie zu stärken. (Lesen Sie auch: Dorothea Wierer: Silber bei Olympia sorgt für…)

Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Aufarbeitung der Geschichte der DDR und die Anerkennung der Leistungen und Erfahrungen der Ostdeutschen. Es gilt, ein differenziertes Bild der Vergangenheit zu vermitteln, das sowohl die negativen als auch die positiven Seiten der DDR-Gesellschaft berücksichtigt. Nur so kann ein gemeinsames Verständnis der deutschen Geschichte entstehen und die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft bilden.
Die Auseinandersetzung mit Jana Hensels Buch und den darin aufgeworfenen Fragen ist ein wichtiger Schritt, um die Spaltung der deutschen Gesellschaft zu überwinden und eine gemeinsame Zukunft zu gestalten. Es erfordert jedoch den Willen aller Beteiligten, aufeinander zuzugehen, zuzuhören und voneinander zu lernen.
FAQ zu Jana Hensel und ihrem Buch
Häufig gestellte Fragen zu jana hensel
Worum geht es in Jana Hensels neuem Buch „Es war einmal ein Land“?
Das Buch analysiert die Entfremdung vieler Ostdeutscher von der Demokratie und die anhaltenden Herausforderungen der Transformation nach der Wiedervereinigung. Es thematisiert die wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen und deren Auswirkungen auf das Lebensgefühl der Menschen. (Lesen Sie auch: Super G Olympia 2026: Schweizer Triumph im…)
Welche früheren Werke hat Jana Hensel veröffentlicht?
Jana Hensel ist vor allem für ihr Buch „Zonenkinder“ bekannt, in dem sie das Aufwachsen in der DDR und die Erfahrungen der Nachwendezeit beschreibt. Es gilt als ein wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung mit der ostdeutschen Identität.
Wie reagieren Kritiker auf Jana Hensels neues Buch?
Die Reaktionen sind gemischt. Einige loben Hensel für ihre differenzierte Analyse und ihren Mut, unbequeme Fragen zu stellen. Andere bemängeln einen zu pessimistischen Blick auf die Entwicklung im Osten Deutschlands.
Welche Rolle spielt die DDR-Vergangenheit in der Debatte um Jana Hensels Buch?
Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ist ein wichtiger Bestandteil der Debatte. Es geht darum, ein differenziertes Bild der Vergangenheit zu vermitteln, das sowohl die negativen als auch die positiven Aspekte der DDR-Gesellschaft berücksichtigt.
Was sind die zentralen Herausforderungen für den Osten Deutschlands heute?
Zu den zentralen Herausforderungen gehören die wirtschaftliche Entwicklung, die Bekämpfung von Rechtsextremismus und die Überwindung der Entfremdung von der Demokratie. Es gilt, die Lebensbedingungen im Osten zu verbessern und die Teilhabe der Ostdeutschen am gesellschaftlichen Leben zu fördern.
| Datum | Sendung | Sender | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| 10.02.2026 | Kulturzeit | 3sat | 3sat-Mediathek |
Weitere Informationen zu Jana Hensel und ihren Werken finden sich auf Wikipedia.


