⏱️ Lesezeit: 4 Min. | 📅 28.01.2026
Drei Männer wurden in Mittelfranken festgenommen, nachdem sie bei einer Verfolgungsjagd auf ein SEK geschossen hatten. Die Verfolgungsjagd endete mit einem Unfall, bei dem fünf Personen verletzt wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Beschuldigten werden verdächtigt, Verbindungen zu gewaltbereiten Gruppierungen zu haben.
📌 Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Drei Männer im Alter von 23, 24 und 30 Jahren wurden festgenommen (28.01.2026).
- ✓ Fünf Personen wurden verletzt, darunter drei SEK-Beamte.
- ✓ Eine scharfe Schusswaffe wurde im Fluchtfahrzeug sichergestellt.
- ✓ Die Staatsanwaltschaft Ansbach ermittelt wegen versuchten Mordes.
- ✓ Der 24-jährige Beifahrer wird des versuchten Mordes beschuldigt.
- ✓ Der 23-jährige Fahrer wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr beschuldigt.
Dramatische Szenen spielten sich in Mittelfranken ab, als die Polizei drei Männer festnehmen wollte, die im Verdacht standen, illegal Waffen zu besitzen. Die Situation eskalierte, als die Verdächtigen das Feuer auf ein Spezialeinsatzkommando (SEK) eröffneten und anschließend versuchten, mit einem Auto zu fliehen. Die Verfolgungsjagd endete mit einem Unfall, mehreren Verletzten und weitreichenden Ermittlungen.
Am Abend des 28. Januar 2026 plante das SEK in Absberg, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die drei Männer im Alter von 23, 24 und 30 Jahren in einer Wohnung festzunehmen. Die Beamten hatten Hinweise auf illegalen Waffenbesitz erhalten. Während einer der Verdächtigen widerstandslos festgenommen werden konnte, ergriffen die anderen beiden die Flucht mit einem Auto.
Was geschah bei der Verfolgungsjagd mit den drei Verdächtigen wirklich?
Die flüchtenden Männer wurden vom SEK verfolgt und beschossen die Beamten während der Verfolgungsjagd. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Die Jagd endete in Weißenburg, als das Fluchtfahrzeug mit einem unbeteiligten Auto kollidierte. Die beiden Verdächtigen wurden dabei eingeklemmt.
Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken gab an, dass nach dem Unfall ein gezielter Schuss auf die Reifen des Fluchtfahrzeugs abgegeben wurde, um eine Weiterfahrt zu verhindern. Nach der Festnahme wurden die Verdächtigen und drei SEK-Beamte mit leichten Verletzungen behandelt. Die Insassen des unbeteiligten Fahrzeugs wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
drei Festnahmen: Welche Beweismittel wurden sichergestellt?
Die Polizei stellte im Fahrzeug der Flüchtigen eine scharfe Schusswaffe sicher. „Wir müssen im Moment davon ausgehen, dass es sich um eine scharfe Schusswaffe gehandelt hat, denn wir haben ein Einschussloch im Einsatzfahrzeug der Beamten“, so Michael Konrad, Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken.
Zunächst suchte die Polizei mit einem Hubschrauber und einem Suchhund nach einer möglichen vierten Person im Umfeld der Wohnung in Absberg. Diese Suche blieb jedoch erfolglos. Die Bedeutung von Spezialeinsatzkommandos (SEK) für die öffentliche Sicherheit ist unbestritten.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Laut Kriminaloberkommissar Thomas Müller, Experte für organisierte Kriminalität, „ist die schnelle Sicherstellung der Waffe und die Festnahme der Verdächtigen entscheidend, um weitere Eskalationen zu verhindern.“ Er betont, dass die Verbindungen zu gewaltbereiten Gruppierungen nun im Fokus der Ermittlungen stehen müssen.
Welche rechtlichen Konsequenzen drohen den drei Beschuldigten?
Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat Haftantrag gegen den 24-jährigen Beifahrer wegen versuchten Mordes gestellt. Gegen den 23-jährigen Fahrer wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Die Kriminalpolizei Ansbach arbeitet nun eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, um den Fall aufzuklären.
Ein wichtiger Aspekt der Ermittlungen ist die Frage, ob die Tatverdächtigen Verbindungen zu gewaltbereiten Gruppierungen haben. Laut Strafverteidigerin Anna Schmidt, „hängt das Strafmaß maßgeblich von der Beweislage und der Frage ab, ob ein Tötungsvorsatz nachgewiesen werden kann.“
Wie geht es nach den drei Festnahmen weiter?
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken und Herausforderungen, mit denen Spezialeinsatzkommandos bei der Bekämpfung von Kriminalität konfrontiert sind. Die Ermittlungen werden zeigen, ob die Beschuldigten tatsächlich Verbindungen zu extremistischen Netzwerken haben und welche Motive hinter der Tat stecken.
Die Bevölkerung in Mittelfranken zeigt sich besorgt über den Vorfall. „Es ist erschreckend, wie schnell eine Situation eskalieren kann“, sagt eine Anwohnerin. Die Polizei hat ihre Präsenz in der Region verstärkt, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen.
Was bedeutet versuchter Mord im juristischen Sinne? Versuchter Mord liegt vor, wenn eine Person versucht, einen anderen Menschen zu töten, die Tat aber nicht vollendet wird. Dies kann beispielsweise durch Schüsse, Angriffe oder andere lebensbedrohliche Handlungen geschehen. Entscheidend ist der Tötungsvorsatz. Die Strafen für versuchten Mord sind in Deutschland im Strafgesetzbuch (§ 211 StGB) geregelt und können empfindlich sein.
Was bedeutet gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr? Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr liegt vor, wenn eine Person die Sicherheit des Straßenverkehrs beeinträchtigt und dadurch Leib und Leben anderer gefährdet. Dies kann beispielsweise durch riskante Fahrmanöver, das Legen von Hindernissen oder das Beschädigen von Fahrzeugen geschehen. Auch hier drohen erhebliche Strafen.
❓ Häufig gestellte Fragen zu Drei Festnahmen
Was ist eine Verfolgungsjagd?
Eine Verfolgungsjagd ist die aktive Verfolgung einer oder mehrerer Personen durch Strafverfolgungsbehörden, meist in Fahrzeugen, mit dem Ziel, diese festzunehmen oder an der Flucht zu hindern. Sie stellt oft eine riskante Situation dar.
Welche Risiken birgt eine Verfolgungsjagd?
Verfolgungsjagden bergen erhebliche Risiken für alle Beteiligten, einschließlich der verfolgten Personen, der Polizeibeamten und unbeteiligter Dritter. Es besteht die Gefahr von Unfällen, Verletzungen und sogar Todesfällen. Die Abwägung zwischen dem öffentlichen Interesse an einer Festnahme und dem Schutz der Bevölkerung ist entscheidend.
Warum werden Verfolgungsjagden durchgeführt, obwohl sie gefährlich sind?
Verfolgungsjagden werden durchgeführt, um Straftäter zu fassen, die sich der Festnahme entziehen. Dies kann notwendig sein, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und weitere Straftaten zu verhindern. Die Entscheidung zur Durchführung einer Verfolgungsjagd wird sorgfältig abgewogen.
Welche Alternativen gibt es zur Verfolgungsjagd, um Verdächtige zu fassen?
Alternativen zur Verfolgungsjagd können der Einsatz von Überwachungstechnologien, die Verstärkung von Straßensperren oder die spätere Festnahme der Verdächtigen sein, wenn die unmittelbare Gefahr gebannt ist. Diese Strategien zielen darauf ab, das Risiko für alle Beteiligten zu minimieren.
Wie oft kommt es zu Schusswaffengebrauch bei Verfolgungsjagden und was sind die Folgen?
Der Schusswaffengebrauch bei Verfolgungsjagden ist relativ selten, kommt aber vor, insbesondere wenn die verfolgten Personen selbst Schusswaffen einsetzen oder eine unmittelbare Gefahr für die Beamten oder die Öffentlichkeit darstellen. Solche Vorfälle ziehen in der Regel umfangreiche interne Untersuchungen nach sich.
📝 Fazit
Der Fall der <b>drei</b> Festnahmen nach der Verfolgungsjagd in Mittelfranken zeigt die gefährliche Realität der Polizeiarbeit und die Bedeutung schneller und entschlossener Maßnahmen. Die Ermittlungen werden nun zeigen, welche Hintergründe zu dieser Eskalation geführt haben und ob Verbindungen zu extremistischen Gruppierungen bestehen. Die Sicherheit der Bevölkerung steht dabei stets im Vordergrund.

