Die Veröffentlichung einer umfassenden Dunkelfeldstudie Gewalt durch die Bundesregierung, die sich nicht nur auf Frauen konzentriert, sondern alle Menschen in Deutschland in den Blick nimmt, erregte Aufmerksamkeit. Die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA) wurde von den damaligen Bundesministern Alexander Dobrindt und Karin Prien vorgestellt und soll das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen besser einschätzen.

Warum trägt eine Studie über Gewalt einen so harmlosen Titel?
Die Entscheidung, der Studie über Gewalt den Titel „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ zu geben, war bewusst gewählt. Laut Stern, befürchteten die Verantwortlichen, dass ein Titel, der direkt auf Gewalt hinweist, vor allem Betroffene zur Teilnahme motivieren könnte. Dies hätte die Ergebnisse verzerrt, da die Studie ein möglichst umfassendes und unverzerrtes Bild der Lebenssituation der Bevölkerung in Bezug auf Sicherheit und Belastung im Alltag zeichnen sollte.
Kurzprofil
- Alexander Dobrindt war von 2013 bis 2017 Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.
- Die LeSuBiA-Studie wurde unter seiner Mitwirkung initiiert, um ein umfassendes Bild von Gewalt in Deutschland zu erhalten.
- Dobrindt ist bekannt für seine klaren Positionen in der Verkehrspolitik.
- Er setzt sich für eine Stärkung der digitalen Infrastruktur in Deutschland ein.
Alexander Dobrindt: Vom Minister zum meinungsstarken Parlamentarier
Alexander Dobrindt, geboren am 10. August 1970 in Peißenberg, Bayern, ist ein deutscher Politiker der CSU. Seine politische Karriere begann in der Jungen Union, bevor er in den Deutschen Bundestag einzog. Ein Wendepunkt in seiner Laufbahn war sicherlich die Ernennung zum Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur im Jahr 2013. In dieser Funktion prägte er die deutsche Verkehrspolitik maßgeblich und setzte sich für den Ausbau der digitalen Infrastruktur ein. Nach seiner Amtszeit als Minister kehrte Dobrindt in den Bundestag zurück, wo er sich weiterhin als meinungsstarker Parlamentarier profiliert.
Dobrindt ist bekannt für seine pointierten Äußerungen und seine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte auf den Punkt zu bringen. Er scheut sich nicht, auch kontroverse Themen anzusprechen und seine Meinung zu vertreten. Dies hat ihm sowohl Bewunderung als auch Kritik eingebracht.
Die Istanbul-Konvention und die Dunkelfeldstudie Gewalt
Die Dunkelfeldstudie Gewalt, offiziell „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA) genannt, erfüllt eine Verpflichtung Deutschlands aus der Istanbul-Konvention. Diese Konvention des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt verpflichtet die Vertragsstaaten, umfassende Daten über verschiedene Formen von Gewalt zu erheben. Die alljährlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst lediglich die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten. Gerade bei Delikten wie sexueller Belästigung und Vergewaltigung wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Eine Dunkelfeldstudie soll hier Licht ins Dunkel bringen und ein realistischeres Bild der tatsächlichen Gewalterfahrungen in der Bevölkerung zeichnen. (Lesen Sie auch: Adipositas Infektionsrisiko: Gefahr durch Übergewicht steigt)
Die Studie LeSuBiA geht jedoch über die Verpflichtungen der Istanbul-Konvention hinaus, indem sie nicht nur Gewalt gegen Frauen, sondern alle Formen von Gewalt in der Bevölkerung untersucht. Dies ermöglicht es, ein umfassenderes Bild der Sicherheitslage und der Belastungen im Alltag der Menschen in Deutschland zu erhalten. Die Ergebnisse der Studie können dazu beitragen, gezieltere Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und Betroffenen besser zu helfen. Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ist die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein zentrales Anliegen der Bundesregierung.
Alexander Dobrindt und Karin Prien: Einblicke in die Zusammenarbeit
Die gemeinsame Vorstellung der Studie durch Alexander Dobrindt und Karin Prien verdeutlichte die Bedeutung, die die Bundesregierung dem Thema Gewalt beimaß. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesinnenministerium und dem Familienministerium war für die Konzeption und Umsetzung der aufwendigen Dunkelfeldstudie Gewalt unerlässlich. Beide Ministerien brachten ihre Expertise ein, um ein umfassendes und aussagekräftiges Bild der Gewaltsituation in Deutschland zu erhalten. Die Tatsache, dass die Vorbereitungen für die Studie bereits vor der Amtszeit der Ampel-Regierung begannen, zeigt, dass das Thema überparteilich von Bedeutung ist.
Die Studie LeSuBiA wurde maßgeblich vom Bundeskriminalamt (BKA) betreut. BKA-Präsident Holger Münch präsentierte gemeinsam mit den Ministern die Ergebnisse. Die Expertise des BKA im Bereich der Kriminalitätsforschung und -bekämpfung war entscheidend für die methodische Durchführung und die Auswertung der Studie. Die Einbeziehung verschiedener Akteure und Institutionen unterstreicht die Komplexität des Themas Gewalt und die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung, um wirksame Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung zu entwickeln.
Welche Erkenntnisse liefert die Dunkelfeldstudie Gewalt?
Die Dunkelfeldstudie Gewalt liefert wichtige Erkenntnisse über das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in Deutschland. Da die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) nur die angezeigten Fälle erfasst, bleibt ein großer Teil der Gewalttaten im Dunkeln. Die Dunkelfeldstudie versucht, dieses Dunkelfeld zu erhellen, indem sie Menschen direkt nach ihren Gewalterfahrungen befragt. So können auch Fälle von Gewalt erfasst werden, die aus Scham, Angst oder Misstrauen gegenüber den Behörden nicht zur Anzeige gebracht werden. Die Studie gibt Aufschluss über die verschiedenen Formen von Gewalt, die von sexueller Belästigung über körperliche Gewalt bis hin zu psychischer Gewalt reichen. Sie untersucht auch die unterschiedlichen Lebensbereiche, in denen Gewalt stattfindet, wie Familie, Partnerschaft und öffentlicher Raum.
Die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie Gewalt sind von großer Bedeutung für die Politik und die Praxis. Sie können dazu beitragen, das Bewusstsein für das Thema Gewalt zu schärfen, Vorurteile abzubauen und die Unterstützung für Betroffene zu verbessern. Die Studie kann auch dazu beitragen, die Präventionsarbeit zu optimieren und gezieltere Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt zu entwickeln. Es ist wichtig, die Ergebnisse der Studie kritisch zu hinterfragen und in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext einzuordnen. Nur so kann es gelingen, Gewalt in all ihren Formen wirksam zu bekämpfen und eine Kultur der Achtsamkeit und des Respekts zu fördern. Die Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet weiterführende Informationen zu diesem Thema. (Lesen Sie auch: Ghislaine Maxwell Aussage Verweigert: Was Verschweigt Sie?)
Alexander Dobrindt privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?
Über das Privatleben von Alexander Dobrindt ist wenig öffentlich bekannt. Er hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Informationen über seinen aktuellen Wohnort, seinen Partner oder seine Familie sind nicht öffentlich zugänglich. Dobrindt konzentriert sich in seiner öffentlichen Kommunikation vor allem auf seine politische Arbeit und seine Positionen zu verschiedenen Themen. Es ist bekannt, dass er heimatverbunden ist und seine Wurzeln in Bayern hat.
Dobrindt nutzt soziale Medien nur in begrenztem Umfang. Er ist vor allem auf Plattformen wie Twitter aktiv, wo er seine politischen Meinungen und Kommentare teilt. Einblicke in sein persönliches Leben gibt er dort jedoch kaum. Es ist davon auszugehen, dass Dobrindt großen Wert auf den Schutz seiner Privatsphäre legt und sein öffentliches und privates Leben klar trennt.
Trotz seiner öffentlichen Rolle als Politiker ist Alexander Dobrindt ein Mensch mit persönlichen Interessen und Überzeugungen. Er engagiert sich für die Belange seiner Heimatregion und setzt sich für eine Politik ein, die den Menschen in Deutschland dient. Seine politische Arbeit ist geprägt von seinem christlich-sozialen Werteverständnis und seinem Engagement für eine starke und zukunftsorientierte Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Alexander Dobrindt?
Alexander Dobrindt wurde am 10. August 1970 geboren. Damit ist er aktuell 53 Jahre alt (Stand: 2024).
Hat Alexander Dobrindt einen Partner/ist er verheiratet?
Über den Beziehungsstatus von Alexander Dobrindt ist nichts öffentlich bekannt. Er hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Hat Alexander Dobrindt Kinder?
Es liegen keine öffentlichen Informationen darüber vor, ob Alexander Dobrindt Kinder hat.
Was ist das Ziel einer Dunkelfeldstudie Gewalt?
Eine Dunkelfeldstudie Gewalt zielt darauf ab, das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in der Bevölkerung zu erfassen, einschließlich der Fälle, die nicht bei der Polizei angezeigt werden.
Warum ist die Istanbul-Konvention wichtig für die Gewaltprävention?
Die Istanbul-Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten, umfassende Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu ergreifen, einschließlich der Erhebung von Daten. (Lesen Sie auch: Rulantica Prozess: Geständnis im Missbrauchs- in Freiburg)
Die Dunkelfeldstudie Gewalt, initiiert unter anderem von Alexander Dobrindt, ist ein wichtiger Schritt, um das Dunkelfeld der Gewalt in Deutschland zu erhellen und zielgerichtete Maßnahmen zur Prävention und zum Schutz von Betroffenen zu entwickeln. Sie trägt dazu bei, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und eine Kultur der Achtsamkeit und des Respekts zu fördern.






