Gesundheit: UN: 4,5 Millionen Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht

Gesundheit: UN: 4,5 Millionen Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht

Ein Schatten liegt über dem Leben von Millionen Mädchen weltweit. Eine grausame Praxis, die tief in kulturellen Traditionen verwurzelt ist, droht, ihr Leben für immer zu verändern. Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Rund 4,5 Millionen Mädchen sind akut von Genitalverstümmelung bedroht. Eine alarmierende Zahl, die verdeutlicht, dass der Kampf gegen diese schwere Menschenrechtsverletzung noch lange nicht gewonnen ist. Was treibt Menschen an, solch einen Eingriff an unschuldigen Mädchen vorzunehmen, und warum ist es so schwer, diese Praxis zu beenden?

Genitalverstümmelung Mädchen
Symbolbild: Genitalverstümmelung Mädchen (Foto: Picsum)

Das Wichtigste in Kürze

  • Weltweit sind rund 4,5 Millionen Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht.
  • Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung mit lebenslangen gesundheitlichen Folgen.
  • Die Praxis ist in einigen Ländern Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens verbreitet.
  • Aufklärung und internationale Zusammenarbeit haben zu Fortschritten geführt, aber Kürzungen von Hilfsgeldern und Desinformation gefährden diese Erfolge.

Was ist Genitalverstümmelung?

Genitalverstümmelung, auch bekannt als Female Genital Mutilation (FGM), umfasst verschiedene Praktiken, bei denen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane aus nicht-medizinischen Gründen teilweise oder vollständig entfernt werden. Diese Eingriffe werden oft von traditionellen Beschneiderinnen ohne medizinische Ausbildung durchgeführt und finden unter unhygienischen Bedingungen statt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet vier Haupttypen von Genitalverstümmelung:

  • Typ 1: Klitoridektomie – die teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris.
  • Typ 2: Exzision – die Entfernung der Klitoris und der kleinen Schamlippen, mit oder ohne Entfernung der großen Schamlippen.
  • Typ 3: Infibulation – das Zunähen der Vulva, wobei eine kleine Öffnung für Urin und Menstruationsblut verbleibt.
  • Typ 4: Alle anderen schädlichen Eingriffe an den weiblichen Genitalien zu nicht-medizinischen Zwecken, z. B. Stechen, Ritzen, Schaben oder Brennen.

Die Folgen der Genitalverstümmelung sind verheerend. Neben akuten Schmerzen, Blutungen, Infektionen und Schwierigkeiten beim Wasserlassen können langfristige Komplikationen wie chronische Schmerzen, Unfruchtbarkeit, psychische Probleme und Komplikationen bei der Geburt auftreten. Die Genitalverstümmelung Mädchen ist somit nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Belastung, die ihr ganzes Leben beeinflussen kann.

Wo ist Genitalverstümmelung verbreitet?

Genitalverstümmelung ist vor allem in Afrika, Asien und im Nahen Osten verbreitet. Zu den Ländern mit den höchsten Prävalenzraten gehören Somalia, Guinea, Dschibuti, Ägypten und Sierra Leone. Aber auch in einigen Gemeinschaften in Europa, Nordamerika und Australien, die aus diesen Regionen stammen, wird die Praxis weiterhin ausgeübt. Die Gründe für die Genitalverstümmelung Mädchen sind vielfältig und oft tief in kulturellen und traditionellen Überzeugungen verwurzelt. (Lesen Sie auch: Brandkatastrophe Crans-Montana – Staatsanwaltschaft nimmt Anhörungen wieder…)

In vielen Gemeinschaften wird die Genitalverstümmelung als Übergangsritus in das Erwachsenenalter angesehen. Sie soll die Jungfräulichkeit und Keuschheit der Mädchen vor der Ehe sicherstellen und ihre sexuelle Aktivität kontrollieren. In einigen Fällen wird die Praxis auch mit religiösen Überzeugungen in Verbindung gebracht, obwohl keine der großen Weltreligionen die Genitalverstümmelung explizit vorschreibt. Oftmals spielen auch soziale Normen und der Gruppendruck eine Rolle. Familien befürchten, dass ihre Töchter sozial ausgegrenzt werden, wenn sie nicht beschnitten werden.

💡 Wichtig zu wissen

Genitalverstümmelung ist eine Verletzung der Menschenrechte und ein Akt der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Sie verstößt gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht auf Gesundheit und das Recht auf ein Leben ohne Diskriminierung.

Die gesundheitlichen Folgen der Genitalverstümmelung Mädchen

Die gesundheitlichen Folgen der Genitalverstümmelung Mädchen sind gravierend und vielfältig. Unmittelbar nach dem Eingriff können starke Schmerzen, Blutungen, Infektionen und Schwierigkeiten beim Wasserlassen auftreten. In einigen Fällen kann es sogar zu einem Schock oder zum Tod kommen. Langfristig können chronische Schmerzen, Harnwegsinfektionen, Unfruchtbarkeit, sexuelle Funktionsstörungen und psychische Probleme auftreten. Die Infibulation, bei der die Vulva zugenäht wird, kann zu zusätzlichen Komplikationen führen, wie z. B. Schwierigkeiten bei der Menstruation und bei der Geburt.

Frauen, die genitalverstümmelt wurden, haben oft ein erhöhtes Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft und der Geburt. Die Narbenbildung und die Verengung der Vulva können zu Dammrissen, starken Blutungen und einem erhöhten Bedarf an Kaiserschnitten führen. Auch das Baby kann durch die Genitalverstümmelung der Mutter gefährdet sein. Die psychischen Folgen der Genitalverstümmelung Mädchen sind ebenfalls erheblich. Viele Frauen leiden unter Angstzuständen, Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen und einem geringen Selbstwertgefühl. (Lesen Sie auch: Brand von Crans-Montana – Verschiedene Opferfamilien stellen…)

Fortschritte und Rückschläge im Kampf gegen Genitalverstümmelung

In den letzten Jahrzehnten wurden bedeutende Fortschritte im Kampf gegen die Genitalverstümmelung Mädchen erzielt. Durch Aufklärungskampagnen, Gesetze und internationale Zusammenarbeit konnte die Prävalenz der Praxis in einigen Ländern deutlich reduziert werden. Organisationen wie die WHO und Unicef spielen eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung für die Problematik und der Unterstützung von Programmen zur Prävention und Behandlung von Genitalverstümmelung.

Allerdings gibt es auch Rückschläge. Kürzungen von Hilfsgeldern, politische Instabilität und der Widerstand einiger Gemeinschaften gegen Veränderungen erschweren die Arbeit. Zudem gibt es Versuche, die Genitalverstümmelung zu „medicalisieren“, indem sie von medizinischem Personal durchgeführt wird. Dies soll die Praxis sicherer machen, wird aber von der WHO und anderen Organisationen abgelehnt, da es die Menschenrechtsverletzung nicht beseitigt und die gesundheitlichen Risiken nicht vollständig ausschließt. Die Genitalverstümmelung Mädchen bleibt eine Gefahr, solange sie praktiziert wird, egal von wem.

Genitalverstümmelung Mädchen
Symbolbild: Genitalverstümmelung Mädchen (Foto: Picsum)

Was kann getan werden, um Genitalverstümmelung zu beenden?

Um die Genitalverstümmelung Mädchen endgültig zu beenden, bedarf es eines umfassenden Ansatzes, der verschiedene Strategien kombiniert:

  • Aufklärung und Sensibilisierung: Die Aufklärung der Bevölkerung über die gesundheitlichen Folgen und die Menschenrechtsaspekte der Genitalverstümmelung ist entscheidend, um traditionelle Überzeugungen zu hinterfragen und Verhaltensänderungen zu fördern.
  • Gesetzgebung und Strafverfolgung: Gesetze, die die Genitalverstümmelung verbieten und bestrafen, sind wichtig, um ein klares Signal zu senden, dass diese Praxis nicht toleriert wird.
  • Stärkung von Frauen und Mädchen: Die Stärkung von Frauen und Mädchen durch Bildung, wirtschaftliche Möglichkeiten und politische Teilhabe ist wichtig, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich gegen die Genitalverstümmelung zu wehren und ihre Rechte einzufordern.
  • Zusammenarbeit mit religiösen und traditionellen Führern: Die Einbeziehung von religiösen und traditionellen Führern in den Kampf gegen die Genitalverstümmelung kann dazu beitragen, kulturelle Normen zu verändern und Unterstützung für die Aufgabe der Praxis zu gewinnen.
  • Unterstützung für Betroffene: Die Bereitstellung von medizinischer, psychologischer und sozialer Unterstützung für Frauen und Mädchen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind, ist wichtig, um ihnen bei der Bewältigung der Folgen zu helfen und ihre Lebensqualität zu verbessern.
AspektDetailsBewertung
AufklärungKampagnen, Schulungen, Medienarbeit⭐⭐⭐⭐⭐
GesetzgebungVerbote, Strafverfolgung⭐⭐⭐⭐
Stärkung von FrauenBildung, Wirtschaft, Politik⭐⭐⭐⭐
Zusammenarbeit mit FührernReligiöse und traditionelle Führer⭐⭐⭐
Unterstützung für BetroffeneMedizinische, psychologische und soziale Hilfe⭐⭐⭐⭐⭐
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die Hauptgründe für Genitalverstümmelung?

Die Hauptgründe sind kulturelle Traditionen, soziale Normen, religiöse Überzeugungen (obwohl keine Religion sie vorschreibt) und der Wunsch, die Jungfräulichkeit und Keuschheit von Mädchen vor der Ehe zu gewährleisten.

Ist Genitalverstümmelung in Deutschland illegal?

Ja, Genitalverstümmelung ist in Deutschland illegal und wird strafrechtlich verfolgt, auch wenn sie im Ausland durchgeführt wurde. (Lesen Sie auch: Jan Hofer: Glatteis-Schock in Berlin! Jan Hofer…)

Welche Organisationen kämpfen gegen Genitalverstümmelung?

Zu den wichtigsten Organisationen gehören die WHO, Unicef, UNFPA und zahlreiche lokale und internationale NGOs, die sich für Aufklärung, Prävention und Unterstützung von Betroffenen einsetzen.

Wie kann ich helfen, Genitalverstümmelung zu beenden?

Sie können Organisationen unterstützen, die gegen Genitalverstümmelung kämpfen, sich über die Problematik informieren und andere informieren, und sich für Gesetze einsetzen, die die Praxis verbieten und bestrafen.

Welche langfristigen psychischen Folgen hat Genitalverstümmelung?

Langfristig kann Genitalverstümmelung zu Angstzuständen, Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen, einem geringen Selbstwertgefühl und Schwierigkeiten in sexuellen Beziehungen führen.

Fazit

Die Genitalverstümmelung Mädchen ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die das Leben von Millionen Mädchen und Frauen weltweit beeinträchtigt. Obwohl in den letzten Jahrzehnten Fortschritte erzielt wurden, bleibt der Kampf gegen diese grausame Praxis eine dringende Herausforderung. Es ist wichtig, dass wir alle unseren Beitrag leisten, um die Genitalverstümmelung zu beenden und den betroffenen Mädchen und Frauen eine Zukunft ohne Gewalt und Diskriminierung zu ermöglichen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir eine Welt schaffen, in der alle Mädchen und Frauen ihre Rechte wahrnehmen und ein Leben in Würde und Gesundheit führen können. Die Zukunft von 4,5 Millionen Mädchen hängt davon ab. (Lesen Sie auch: Mette-Marit und Haakon: Sie besuchen Marius im…)

Genitalverstümmelung Mädchen
Symbolbild: Genitalverstümmelung Mädchen (Foto: Picsum)

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