Schornstein Sprengung: Altes Kohlekraftwerk macht Platz für Windstrom

Die Schornstein Sprengung in Ibbenbüren markiert das Ende einer Ära der Kohlekraft und den Beginn eines neuen Kapitels für die Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks wurde gesprengt, um Platz für eine moderne Konverterstation zu schaffen, die Windstrom aus der Nordsee ins Stromnetz einspeisen wird. Die Sprengung erfolgte durch die Hagedorn Unternehmensgruppe, die das Gelände aufbereitet, bevor es an Amprion übergeben wird.

Symbolbild zum Thema Schornstein Sprengung
Symbolbild: Schornstein Sprengung (Bild: Picsum)

Die wichtigsten Fakten

  • Der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks Ibbenbüren wurde gesprengt.
  • Die Sprengung markiert den Beginn der Umwandlung des Geländes in eine Konverterstation für Windenergie.
  • Die Hagedorn Unternehmensgruppe bereitete das Gelände vor, bevor es an Amprion übergeben wird.
  • Die neue Konverteranlage soll ab 2031 Windstrom aus der Nordsee ins nordrhein-westfälische Stromnetz einspeisen.

Das Ende einer Ära: Die Schornstein Sprengung in Ibbenbüren

Mit einem lauten Knall und einer beeindruckenden Staubwolke ist in Ibbenbüren ein markantes Zeichen der Vergangenheit verschwunden. Der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks, einst eine Landmarke, die bis nach Niedersachsen sichtbar war, wurde gesprengt. Wie Stern berichtet, läutet diese Schornsteinsprengung ein neues Kapitel für die Energiewende in der Region ein.

Die Sprengung selbst war ein Spektakel, das von zahlreichen Schaulustigen verfolgt wurde, obwohl die obere Hälfte des Schornsteins aufgrund von Nebel und Wolken teilweise verdeckt war. Dennoch war der Fall des Giganten ein symbolträchtiger Moment für die Stadt und die Energiewende in Nordrhein-Westfalen.

Was passiert nach der Schornstein Sprengung?

Nachdem der Schornstein durch eine gezielte Sprengung zu Fall gebracht wurde, beginnt nun die Aufarbeitung des Geländes durch die Hagedorn Unternehmensgruppe. Diese Arbeiten umfassen das Recyceln der beim Abbruch entstandenen Materialien und die Vorbereitung des Areals für seine zukünftige Nutzung. Ab Sommer wird der Übertragungsnetzbetreiber Amprion das Grundstück übernehmen, um dort eine Konverterstation zu errichten. Diese Anlage wird eine Schlüsselrolle bei der Einspeisung von Windstrom aus den Offshore-Windparks in der Nordsee in das nordrhein-westfälische Stromnetz spielen.

Die Konverterstation in Ibbenbüren ist ein wichtiger Baustein für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Sie wird dazu beitragen, den grünen Strom aus der Nordsee effizient zu nutzen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren. Amprion plant, die Anlage im Jahr 2031 in Betrieb zu nehmen. (Lesen Sie auch: Wetter nächste Woche: Frühling kommt mit 20…)

Monatelange Vorbereitung auf die Sprengung

Die eigentliche Schornstein Sprengung war das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen. Die Abriss- und Recyclingfirma Hagedorn musste umfangreiche Maßnahmen ergreifen, um die Sprengung sicher und kontrolliert durchführen zu können. Dazu gehörte unter anderem das Auffüllen des Fallbetts für den Schornstein mit 35.000 Tonnen Bauschutt. Außerdem wurden rund 2.000 Kubikmeter Füllsand aus dem Inneren des Schornsteins entfernt.

Für die Sprengung mussten knapp 500 Anwohner in einem Radius von 600 Metern um das Kraftwerksgelände evakuiert werden. Dies diente dem Schutz der Bevölkerung und der Minimierung potenzieller Risiken. Die Sprengung selbst verlief planmäßig und ohne Zwischenfälle.

⚠️ Wichtig

Die Sprengung des Schornsteins in Ibbenbüren ist ein wichtiger Schritt im Strukturwandel der Region. Sie symbolisiert den Abschied von der Kohle und den Aufbruch in eine neue Ära der erneuerbaren Energien.

Weitere Anlagen wurden gesprengt

Neben dem Stahlbeton-Schornstein wurden im Zuge der Arbeiten auch eine Rauchgas-Entschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage des ehemaligen Kraftwerks gesprengt. Insgesamt mussten die Experten eine Masse von 15.500 Tonnen zu Fall bringen. Für die Sprengung aller drei Bauwerke wurden 600 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt. Laut Mitteilung von Hagedorn können 97 Prozent des Materials recycelt werden, was einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leistet.

Die Sprengung dieser Anlagen verdeutlicht den umfassenden Rückbau des Kohlekraftwerks und die konsequente Umgestaltung des Geländes für die zukünftige Nutzung als Standort für erneuerbare Energien. Es ist ein deutliches Zeichen für den Wandel in der Energieversorgung. (Lesen Sie auch: Lawinenabgang Lech Zürs: Arlberg-Orte von Außenwelt)

Vom Kohlekraftwerk zum Windenergie-Knotenpunkt

Die Geschichte des Kraftwerks in Ibbenbüren ist eng mit der Steinkohleförderung in der Region verbunden. RWE hatte im Jahr 2021 seine letzten beiden Steinkohlekraftwerke in Deutschland, in Hamm und Ibbenbüren, stillgelegt. Bereits im April 2025 waren der Kühlturm und das Kesselhaus des Kraftwerks gesprengt worden. Seit 2023 ist die Hagedorn Unternehmensgruppe Eigentümerin des Geländes. Der Standort wird nun zu einem wichtigen Knotenpunkt für die Windenergie in Nordrhein-Westfalen ausgebaut.

Die Transformation des Geländes ist ein Paradebeispiel für den Strukturwandel in einer Region, die lange Zeit von der Kohleindustrie geprägt war. Die neue Konverteranlage von Amprion wird nicht nur zur Versorgungssicherheit beitragen, sondern auch neue Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche der erneuerbaren Energien schaffen. Amprion investiert massiv in den Ausbau der Netzinfrastruktur, um die Energiewende voranzutreiben.

Wie geht es weiter mit der Energiewende in NRW?

Die Schornstein Sprengung in Ibbenbüren ist ein sichtbares Zeichen für den Wandel in der Energieversorgung Nordrhein-Westfalens. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Modernisierung der Netzinfrastruktur sind zentrale Elemente der Energiewende. Die Konverterstation in Ibbenbüren wird dazu beitragen, den grünen Strom aus der Nordsee effizient zu nutzen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren. Laut dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, setzt das Land verstärkt auf den Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Energiewende ist ein komplexer Prozess, der mit Herausforderungen verbunden ist. Der Umbau der Energieversorgung erfordert massive Investitionen und den Ausbau der Netzinfrastruktur. Es ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige und klimafreundliche Zukunft.

Detailansicht: Schornstein Sprengung
Symbolbild: Schornstein Sprengung (Bild: Picsum)
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Häufig gestellte Fragen

Warum wurde der Schornstein in Ibbenbüren gesprengt?

Der Schornstein wurde gesprengt, um Platz für eine Konverterstation zu schaffen, die Windstrom aus der Nordsee in das nordrhein-westfälische Stromnetz einspeisen wird. Die Sprengung markiert das Ende der Kohleära an diesem Standort und den Beginn einer neuen Ära der erneuerbaren Energien.

Welche Firma war für die Schornstein Sprengung verantwortlich?

Die Abriss- und Recyclingfirma Hagedorn Unternehmensgruppe war für die Sprengung des Schornsteins sowie die Aufarbeitung des Geländes verantwortlich. Sie bereitete das Gelände für die zukünftige Nutzung durch den Übertragungsnetzbetreiber Amprion vor.

Wann soll die neue Konverteranlage in Betrieb gehen?

Die neue Konverteranlage von Amprion soll im Jahr 2031 in Betrieb genommen werden. Sie wird eine wichtige Rolle bei der Einspeisung von Windstrom aus den Offshore-Windparks in der Nordsee in das nordrhein-westfälische Stromnetz spielen.

Wie viel Sprengstoff wurde für die Sprengung verwendet?

Für die Sprengung des Schornsteins, der Rauchgas-Entschwefelungsanlage und der Entstickungsanlage wurden insgesamt 600 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt. Die Sprengung verlief planmäßig und ohne größere Probleme. (Lesen Sie auch: Schockbilder Zigaretten Wirkung: Was Bringen 10 Jahre?)

Was passiert mit dem Material des gesprengten Schornsteins?

Laut Angaben der Hagedorn Unternehmensgruppe können 97 Prozent des Materials, das bei der Sprengung des Schornsteins und der anderen Anlagen anfiel, recycelt werden. Dies trägt zur Schonung von Ressourcen und zur Nachhaltigkeit bei.

Die Schornstein Sprengung in Ibbenbüren ist ein deutliches Signal für den Wandel in der Energieversorgung. Der Abschied von der Kohle und der Ausbau der erneuerbaren Energien sind wichtige Schritte für eine nachhaltige und klimafreundliche Zukunft. Die neue Konverterstation wird eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Energiewende in Nordrhein-Westfalen spielen.

Illustration zu Schornstein Sprengung
Symbolbild: Schornstein Sprengung (Bild: Picsum)

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