Freitag der 13: Was Steckt Wirklich Hinter dem Aberglauben?

Freitag Der 13. gilt in vielen Kulturen als Unglückstag, obwohl es keine rationale Grundlage für diesen Aberglauben gibt. Die Kombination aus Freitag und der Zahl 13 wird oft mit Pech, Unglück und negativen Ereignissen in Verbindung gebracht, was zu Vorsicht und abergläubischem Verhalten führt.

Symbolbild zum Thema Freitag Der 13
Symbolbild: Freitag Der 13 (Bild: Pexels)

Die wichtigsten Fakten

  • Der Aberglaube um Freitag, den 13. ist eine relativ moderne Erscheinung.
  • Die Ursprünge liegen vermutlich in einer Kombination aus christlichen und römischen Traditionen.
  • In der Psychologie gibt es den Begriff der Paraskavedekatriaphobie, der die Angst vor Freitag, dem 13., beschreibt.
  • Viele Menschen nehmen den Tag gelassen, während andere ihn meiden und riskante Aktivitäten vermeiden.

Woher kommt der Aberglaube um Freitag den 13.?

Der Ursprung des Aberglaubens ist nicht eindeutig geklärt, aber es gibt verschiedene Theorien. Eine Theorie besagt, dass die Angst vor der Zahl 13 auf das letzte Abendmahl Jesu zurückgeht, bei dem 13 Personen anwesend waren, bevor Jesus gekreuzigt wurde. Der Freitag selbst gilt in der christlichen Tradition als Unglückstag, da dies der Tag der Kreuzigung Jesu war. Wie SRF berichtet, ist die Kombination beider Elemente eine mögliche Erklärung für den Aberglauben.

📌 Hintergrund

Der Begriff „Paraskavedekatriaphobie“ bezeichnet die irrationale Angst vor Freitag, dem 13. Er setzt sich aus den griechischen Wörtern „Paraskevi“ (Freitag), „dekatria“ (dreizehn) und „phobia“ (Angst) zusammen.

Die Bedeutung der Zahl 13

Die Zahl 13 wird in vielen Kulturen als Unglückszahl angesehen. Im Christentum wird sie oft mit dem Verrat Judas beim letzten Abendmahl in Verbindung gebracht. In der römischen Mythologie galt die Zahl 12 als Zahl der Vollkommenheit, während die 13 diese Ordnung störte. In einigen Kulturen wird die 13. Etage in Gebäuden vermieden oder als 12A bezeichnet, um den Aberglauben zu umgehen. Sogar in der Formel 1 gab es lange Zeit kein Auto mit der Startnummer 13. (Lesen Sie auch: Fahnenträger am Freitag – Grosse Ehre für…)

Freitag als Unglückstag

Der Freitag hat ebenfalls eine lange Geschichte als Unglückstag. Im Christentum wird er mit der Kreuzigung Jesu in Verbindung gebracht. In der römischen Antike war Freitag der Tag der Hinrichtungen. Im Englischen gibt es den Begriff „Hangman’s Friday“ (Freitag des Henkers), der sich auf den Tag bezieht, an dem traditionell Hinrichtungen stattfanden. Diese historischen und religiösen Assoziationen haben dazu beigetragen, dass der Freitag in vielen Kulturen als Unglückstag gilt.

Wie verbreitet ist der Aberglaube wirklich?

Die Verbreitung des Aberglaubens variiert je nach Kultur und Region. In den USA und Europa ist der Aberglaube weit verbreitet, was sich in der Vermeidung von riskanten Aktivitäten oder der Buchung von Reisen an diesem Tag äußert. Einige Unternehmen verzichten auf die Nummerierung von Zimmern oder Etagen mit der Zahl 13. Es gibt aber auch viele Menschen, die den Tag gelassen sehen und sich nicht von dem Aberglauben beeinflussen lassen. Laut einer Studie des Zentrums für Aberglauben in den USA geben etwa 17 bis 21 Millionen Menschen an, Angst vor Freitag dem 13. zu haben. Snopes.com widmete dem Phänomen einen Faktencheck.

⚠️ Achtung

Einige Studien haben gezeigt, dass es an Freitagen, dem 13., tatsächlich zu mehr Unfällen kommen kann. Dies wird jedoch oft auf die erhöhte Vorsicht und Nervosität der Menschen zurückgeführt, was paradoxerweise zu Unfällen führen kann.

Was tun, wenn man abergläubisch ist?

Wenn man unter Paraskavedekatriaphobie leidet, gibt es verschiedene Strategien, um mit der Angst umzugehen. Dazu gehören Entspannungstechniken, kognitive Verhaltenstherapie oder einfach die bewusste Auseinandersetzung mit dem Aberglauben. Es kann auch hilfreich sein, sich bewusst zu machen, dass es keine wissenschaftliche Grundlage für den Aberglauben gibt und dass die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Schlimmes passiert, nicht höher ist als an anderen Tagen. Die Anxiety Canada Foundation bietet Informationen und Ressourcen zur Bewältigung von Ängsten. (Lesen Sie auch: Am Freitag live bei SRF – Eine…)

Welche Rolle spielt die Popkultur?

Die Popkultur hat maßgeblich zur Verbreitung und Verstärkung des Aberglaubens beigetragen. Insbesondere die „Freitag der 13.“-Filmreihe hat das Bild des Tages als Unglückstag geprägt. Die Filme, die 1980 mit dem ersten Teil begannen, drehen sich um den fiktiven Serienmörder Jason Voorhees, der an Freitagen, dem 13., sein Unwesen treibt. Diese Filme haben den Tag in den Köpfen vieler Menschen fest mit Angst und Schrecken verbunden. Laut IMDb, erzielte der erste Film der Reihe ein Einspielergebnis von fast 60 Millionen US-Dollar.

Ursprünglich berichtet von: SRF

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Was bedeutet Paraskavedekatriaphobie?

Paraskavedekatriaphobie ist der Fachbegriff für die irrationale Angst vor Freitag, dem 13. Die Bezeichnung setzt sich aus den griechischen Wörtern für Freitag, dreizehn und Angst zusammen.

Gibt es wissenschaftliche Beweise für den Aberglauben um Freitag den 13.?

Nein, es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Freitag, der 13., ein Unglückstag ist. Der Aberglaube basiert auf Traditionen und kulturellen Assoziationen, nicht auf Fakten.

Wie kann man mit der Angst vor Freitag, dem 13., umgehen?

Entspannungstechniken, kognitive Verhaltenstherapie und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Aberglauben können helfen, die Angst zu reduzieren. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Angst irrational ist.

Welche Rolle spielt die Popkultur bei der Verbreitung des Aberglaubens?

Die Popkultur, insbesondere die „Freitag der 13.“-Filmreihe, hat den Aberglauben verstärkt und den Tag in den Köpfen vieler Menschen mit Angst und Schrecken verbunden. (Lesen Sie auch: Epa Treibhausgase: Trump Kippt wichtige Klimagrundlage)

Welche anderen Unglückszahlen gibt es neben der 13?

Neben der 13 gibt es in verschiedenen Kulturen weitere Zahlen, die als Unglückszahlen gelten. In Japan beispielsweise gilt die Zahl 4 als Unglückszahl, da sie ähnlich wie das Wort für „Tod“ ausgesprochen wird.

Obwohl der Aberglaube um Freitag der 13. weit verbreitet ist, bleibt er ein kulturelles Phänomen ohne wissenschaftliche Grundlage. Für die meisten Menschen ist es ein Tag wie jeder andere, während andere ihn mit Vorsicht genießen. Letztendlich ist es jedem selbst überlassen, wie er mit diesem Tag umgeht. Die Deutsches Historisches Museum bietet weitere Informationen zu Aberglauben und kulturellen Phänomenen.

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Symbolbild: Freitag Der 13 (Bild: Pexels)

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