„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, so lautet ein bekanntes Sprichwort. Das gilt auch für die Fasnacht in der Schweiz. Neben den grossen und bekannten Fasnachten in Basel und Luzern gibt es zahlreiche, kleinere und oft sehr spezielle Bräuche. Die **kleine Fasnacht Schweiz** bietet so ein authentisches und lokales Erlebnis, das den grossen Festen in nichts nachsteht.

Mehr als nur Konfetti: Die Vielfalt der kleinen Fasnacht Schweiz
Die Schweiz ist bekannt für ihre vielfältigen Traditionen, und die Fasnacht bildet da keine Ausnahme. Während die Basler Fasnacht mit ihrem Cortège und die Luzerner Fasnacht mit ihren schaurigen Masken landesweit bekannt sind, existieren in vielen kleineren Orten der Schweiz ganz eigene, oft jahrhundertealte Bräuche. Diese kleinen Fasnachten bieten eine einzigartige Möglichkeit, die regionale Kultur und Gemeinschaft hautnah zu erleben.
Was macht die kleinen Fasnachten in der Schweiz so besonders?
Die Besonderheit der kleinen Fasnachten liegt oft in ihrer intimen Atmosphäre und der starken Einbindung der lokalen Bevölkerung. Im Gegensatz zu den grossen Umzügen, bei denen oft Tausende von Zuschauern aus aller Welt anreisen, sind die kleinen Fasnachten oft fester Bestandteil des Dorflebens. Hier kennt jeder jeden, und die Teilnahme ist Ehrensache. Die Kostüme sind oft handgefertigt und spiegeln die regionale Identität wider, während die Musik von lokalen Guggenmusiken oder traditionellen Blaskapellen stammt. Wie SRF berichtet, sind es gerade diese kleinen, feinen Unterschiede, die den Reiz der Schweizer Fasnacht ausmachen. (Lesen Sie auch: Luzerner Fasnacht 2026: Urknall Läutet Rüüdigen Start)
Beispiele für besondere Fasnachtsbräuche in der Schweiz
Einige Beispiele für besondere Fasnachtsbräuche in der Schweiz sind:
- Tschäggättä im Lötschental (Wallis): Hier ziehen furchterregende Gestalten mit Holzmasken und Fellen verkleidet durch die Dörfer und treiben ihr Unwesen. Der Brauch geht auf vorchristliche Zeiten zurück und soll die bösen Geister des Winters vertreiben.
- Eierläset in verschiedenen Regionen: Bei diesem Brauch werden Eier, die zuvor von den Dorfkindern gesammelt wurden, auf eine bestimmte Art und Weise „gelesen“ oder aufgesammelt. Oft ist dies mit einem Wettkampf verbunden, bei dem es gilt, die Eier möglichst schnell und geschickt einzusammeln.
- Gammenigiltstag in Liestal (Baselland): Am Gammenigiltstag, dem Dienstag nach Aschermittwoch, wird in Liestal ein Strohmann verbrannt, der symbolisch für den Winter steht. Zuvor zieht ein Umzug mit Fackeln und Guggenmusiken durch die Stadt.
- Röllelibutzen in Bad Ragaz (St. Gallen): Hier ziehen Kinder mit grossen Glocken und Schellen durch das Dorf und vertreiben mit ihrem Lärm die bösen Geister. Die Röllelibutzen tragen farbenfrohe Kostüme und kunstvoll geschnitzte Holzmasken.
Länder-Kontext
- Die Fasnacht ist in der Schweiz ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens und wird in vielen Regionen gefeiert.
- Die Bräuche und Traditionen sind von Kanton zu Kanton und sogar von Dorf zu Dorf unterschiedlich.
- Die Fasnacht findet in der Regel vor dem Aschermittwoch statt und markiert den Beginn der Fastenzeit.
- Die Fasnachtsumzüge werden oft von Guggenmusiken begleitet, die für ausgelassene Stimmung sorgen.
Regionale Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Fasnacht
Obwohl die Fasnacht in der Schweiz sehr vielfältig ist, gibt es auch einige Gemeinsamkeiten. So steht die Fasnacht in allen Regionen für Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und den Abschied vom Winter. Auch das Verkleiden und Maskieren ist ein zentrales Element der Fasnacht, wobei die Kostüme oft satirische oder karikaturistische Züge tragen. Die Fasnacht bietet auch eine Plattform für Kritik an politischen oder gesellschaftlichen Missständen.
Die Fasnacht hat ihre Wurzeln in vorchristlichen Bräuchen und wurde später von der Kirche in das christliche Brauchtum integriert. Sie diente ursprünglich dazu, die bösen Geister des Winters zu vertreiben und die Fruchtbarkeit des Frühlings zu fördern. (Lesen Sie auch: Abtreibungsverbot Liechtenstein: Initiative fordert Fristenlösung)
Fasnacht als Wirtschaftsfaktor für die Region
Neben dem kulturellen Aspekt spielt die Fasnacht auch eine wichtige Rolle für die regionale Wirtschaft. Hotels, Restaurants und Geschäfte profitieren von den zahlreichen Besuchern, die während der Fasnacht in die Region kommen. Auch die lokalen Handwerker, die Kostüme und Masken herstellen, profitieren von der Fasnacht. Die Fasnacht ist somit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele Schweizer Gemeinden. Die Kosten für die Organisation der Fasnacht werden oft von den Gemeinden, Sponsoren und durch den Verkauf von Fasnachtsplaketten gedeckt. Die Einnahmen werden wiederum für die Finanzierung der Umzüge, Konzerte und anderen Veranstaltungen verwendet.
Wie kann man die kleine Fasnacht Schweiz erleben?
Um die **kleine Fasnacht Schweiz** zu erleben, empfiehlt es sich, sich vorab über die regionalen Bräuche und Termine zu informieren. Viele Gemeinden veröffentlichen ihre Fasnachtsprogramme im Internet oder in lokalen Zeitungen. Es lohnt sich auch, den Kontakt zu Einheimischen zu suchen, die oft Insider-Tipps geben können. Wer sich aktiv an der Fasnacht beteiligen möchte, kann sich einer Guggenmusik anschliessen oder ein eigenes Kostüm entwerfen. Wichtig ist, sich respektvoll gegenüber den lokalen Traditionen zu verhalten und die Fasnacht in vollen Zügen zu geniessen. Informationen zu den verschiedenen Fasnachtsveranstaltungen und Bräuchen finden sich auch auf der Website von Schweiz Tourismus.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) spielt ebenfalls eine indirekte Rolle, indem sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Tourismusbranche schafft. Ein stabiler Franken und eine solide Geldpolitik tragen dazu bei, dass die Schweiz als attraktives Reiseziel wahrgenommen wird, was sich positiv auf die Besucherzahlen während der Fasnacht auswirkt. Die SNB veröffentlicht regelmässig Statistiken zur wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz, die auch für die Tourismusbranche relevant sind. (Lesen Sie auch: Ndoye Nottingham: Neuer Trainer für Forest)

Die Fasnacht ist nicht nur in der Schweiz, sondern auch in vielen anderen Ländern Europas ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens. Besonders bekannt sind die Karnevals in Venedig, Rio de Janeiro und Köln.
Fazit: Die kleine Fasnacht Schweiz als kulturelles Juwel
Die **kleine Fasnacht Schweiz** ist ein kulturelles Juwel, das es zu entdecken gilt. Sie bietet eine einzigartige Möglichkeit, die regionale Vielfalt und Gemeinschaft der Schweiz hautnah zu erleben. Wer sich auf die Suche nach authentischen Bräuchen und Traditionen begibt, wird in den kleinen Dörfern und Städten der Schweiz fündig. Die Fasnacht ist mehr als nur Konfetti und Guggenmusik – sie ist ein Spiegel der Schweizer Seele.






