Die Lawinengefahr Alpen ist in den nördlichen Hochalpen erheblich, Stufe 4 von 5. Dies bedeutet, dass spontane Lawinenabgänge wahrscheinlich sind. Besonders betroffen sind Gebiete mit mehr als 1,5 Metern Neuschnee. Skifahrer und Snowboarder sollten sich unbedingt an die Warnungen halten und keine ungesicherten Hänge befahren.

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- Was bedeutet Lawinengefahr Stufe 4 in den Alpen konkret?
- Auswirkungen des Neuschnees auf die Lawinengefahr in den Alpen
- Wie hat sich die Verkehrssituation in den Alpen entwickelt?
- Welche Regionen sind besonders von der Lawinengefahr betroffen?
- Wie kann man sich vor Lawinen schützen?
- Wie geht es weiter mit der Lawinengefahr in den Alpen?
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Lawinengefahr in den nördlichen Hochalpen auf Stufe 4.
- Über 1.5 Meter Neuschnee in den betroffenen Gebieten.
- Spontane Lawinenabgänge sind wahrscheinlich.
- Verkehrssituation hat sich normalisiert.
Was bedeutet Lawinengefahr Stufe 4 in den Alpen konkret?
Lawinengefahr Stufe 4 bedeutet eine hohe Instabilität der Schneedecke. Auslösungen sind bereits bei geringer Zusatzbelastung, wie durch einzelne Skifahrer oder Snowboarder, möglich. Spontane Lawinen sind wahrscheinlich, auch in Regionen, die normalerweise als sicher gelten. Es wird dringend empfohlen, markierte Pisten nicht zu verlassen und sich vorab umfassend zu informieren.
Auswirkungen des Neuschnees auf die Lawinengefahr in den Alpen
Wie SRF berichtet, hat der massive Neuschnee die Situation in den Alpen deutlich verschärft. Die über 1.5 Meter Neuschnee, die in den nördlichen Hochalpen gefallen sind, haben zu einer erheblichen Auflastung der bestehenden Schneedecke geführt. Diese Auflastung erhöht die Spannung innerhalb der Schneedecke und begünstigt das Entstehen von Schwachschichten. Durch die Schwachschichten können sich Lawinen leichter lösen und zu Tal donnern.
Die Lawinengefahr wird in fünf Stufen eingeteilt, wobei Stufe 1 eine geringe und Stufe 5 eine sehr hohe Gefahr darstellt. Eine Lawinenwarnstufe wird von Lawinenwarndiensten herausgegeben, die die Stabilität der Schneedecke, die Wetterbedingungen und die zu erwartenden Lawinenaktivitäten berücksichtigen. (Lesen Sie auch: Schneechaos Alpen: Evakuierungen und Lawinengefahr)
Wie hat sich die Verkehrssituation in den Alpen entwickelt?
Nach anfänglichen Beeinträchtigungen durch den starken Schneefall und die damit verbundene Lawinengefahr hat sich die Verkehrssituation in den Alpen weitgehend normalisiert. Viele Straßen und Pässe, die zuvor gesperrt waren, sind wieder geöffnet. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten, da es aufgrund von Nachräumungsarbeiten oder möglichen Lawinenniedergängen zu kurzfristigen Behinderungen kommen kann. Reisende sollten sich vor Antritt ihrer Fahrt über die aktuelle Verkehrslage informieren, beispielsweise über den ADAC.
Welche Regionen sind besonders von der Lawinengefahr betroffen?
Besonders betroffen von der erhöhten Lawinengefahr sind die nördlichen Hochalpen, darunter Regionen in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Konkret handelt es sich um Gebiete in Graubünden, Tirol, Vorarlberg und Bayern. Die Lawinenwarndienste der jeweiligen Länder geben detaillierte Informationen über die Gefahrenlage in den einzelnen Regionen heraus. Diese Informationen sollten unbedingt beachtet werden, bevor man sich in alpine Regionen begibt.
Ein Lawinenabgang kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter Neuschnee, Regen, Temperaturanstieg, Wind und die Beschaffenheit der Schneedecke. Auch die Hangneigung spielt eine entscheidende Rolle.
Wie kann man sich vor Lawinen schützen?
Der beste Schutz vor Lawinen ist, sich umfassend über die aktuelle Lawinengefahr zu informieren und die Warnungen der Lawinenwarndienste ernst zu nehmen. Skifahrer und Snowboarder sollten markierte Pisten nicht verlassen und keine ungesicherten Hänge befahren. Es ist ratsam, sich mit der Lawinenkunde vertraut zu machen und im Notfall die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. Dazu gehört das Mitführen von Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde sowie das Wissen um deren korrekte Anwendung. Eine entsprechende Ausbildung, beispielsweise durch den Deutschen Alpenverein, ist empfehlenswert. (Lesen Sie auch: Schneefall Alpen bringt Chaos: Lawinengefahr steigt Enorm!)
Wie geht es weiter mit der Lawinengefahr in den Alpen?
Die weitere Entwicklung der Lawinengefahr in den Alpen hängt stark von den Wetterbedingungen ab. Sollte es zu weiteren Schneefällen oder einem deutlichen Temperaturanstieg kommen, ist mit einer Verschärfung der Lage zu rechnen. Die Lawinenwarndienste beobachten die Situation kontinuierlich und geben regelmäßig aktualisierte Warnungen heraus. Es ist ratsam, sich vor jeder Tour in den Bergen über die aktuelle Lawinengefahr zu informieren und die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Aktuelle Informationen bietet beispielsweise der Lawinenwarndienst Bayern, erreichbar unter lawinenwarndienst-bayern.de.
Ursprünglich berichtet von: SRF
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Lawinenwarnstufe 3 und 4?
Lawinenwarnstufe 3 bedeutet eine erhebliche Lawinengefahr, bei der Lawinenauslösungen durch Zusatzbelastung wahrscheinlich sind. Stufe 4 bedeutet eine große Lawinengefahr, bei der spontane Lawinenabgänge wahrscheinlich sind und bereits geringe Zusatzbelastung Lawinen auslösen kann.
Welche Ausrüstung ist für Touren im lawinengefährdeten Gelände notwendig?
Zur Grundausstattung gehören Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde. Diese Ausrüstung ermöglicht die Ortung und Bergung von Lawinenopfern. Zudem ist ein Erste-Hilfe-Kurs für den Notfall ratsam.
Wie verhalte ich mich, wenn ich in einen Lawinenabgang gerate?
Versuchen Sie, seitlich aus der Lawine herauszufahren oder zu schwimmen. Schützen Sie Ihr Gesicht vor Schnee und versuchen Sie, eine Atemhöhle zu schaffen, sobald die Lawine zum Stillstand kommt. Machen Sie auf sich aufmerksam, indem Sie schreien oder pfeifen.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Lawinengefahr in den Alpen?
Die Lawinenwarndienste der jeweiligen Länder geben detaillierte Informationen heraus. Diese sind online, per App oder telefonisch abrufbar. Auch Bergführer und Skischulen informieren über die aktuelle Gefahrenlage. (Lesen Sie auch: Alpen Schnee Samstag: Wintereinbruch bringt Neuschnee bis…)
Welche Rolle spielt die Hangneigung bei der Lawinenentstehung?
Hänge mit einer Neigung zwischen 30 und 45 Grad sind besonders lawinengefährdet. In steileren Hängen ist die Schneedecke oft weniger stabil, während in flacheren Hängen die Auslösewahrscheinlichkeit geringer ist.
Die aktuelle Situation in den Alpen erfordert erhöhte Vorsicht. Die Lawinengefahr in den Alpen, insbesondere in den nördlichen Hochlagen, bleibt angespannt. Es ist entscheidend, sich vor jeder Aktivität in den Bergen umfassend zu informieren und die Warnungen der Experten ernst zu nehmen, um die eigene Sicherheit und die anderer nicht zu gefährden.






