Patagonien, eine Region von atemberaubender Schönheit und unerbittlicher Wildnis, ist erneut Schauplatz einer alpinistischen Meisterleistung geworden. Tommy Caldwell und Siebe Vanhee gelang am 13. Februar 2026 die erste freie Begehung der berüchtigten South African Route an der Ostwand des Central Tower im Nationalpark Torres del Paine – und das an einem einzigen Tag. Diese Leistung setzt einen neuen Maßstab im Free-Ascent-Klettern in Patagonien.

Patagonien: Eine Herausforderung für Alpinisten
Patagonien, gelegen im südlichen Teil Südamerikas, ist bekannt für seine extremen Wetterbedingungen und seine beeindruckenden Granitwände. Die Region zieht seit Jahrzehnten Alpinisten aus aller Welt an, die hier ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen wollen. Die Winde sind stark, das Wetter unberechenbar, und die Routen anspruchsvoll. Der Nationalpark Torres del Paine, ein Herzstück Patagoniens, beherbergt einige der ikonischsten Gipfel und Wände, die Kletterer herausfordern. (Lesen Sie auch: Arzt Unispital Zürich: am: Tod nach 17…)
Die South African Route: Ein Meilenstein in Patagonien
Die South African Route, eine 1200 Meter hohe Linie an der Ostwand des Central Tower, ist eine besondere Herausforderung. Sie wurde erstmals 1973/74 von einem südafrikanischen Team geklettert, das dabei keine Bohrhaken verwendete. Die Route wurde mit A4/5.10 bewertet. Die erste freie Begehung gelang erst 2009 Sean Villanueva, Nico Favresse und Ben Ditto, die dafür 13 Tage in der Wand verbrachten. Bis zum 13. Februar 2026 gab es nur eine weitere freie Begehung. Alpin.de berichtet, dass Caldwell und Vanhee den Startschuss um 3:20 Uhr morgens gaben und den Gipfel exakt 24 Stunden später erreichten.
Die Begehung von Caldwell und Vanhee
Tommy Caldwell und Siebe Vanhee sind erfahrene Alpinisten, die sich bereits einen Namen in der Kletterszene gemacht haben. Ihre Entscheidung, die South African Route an einem Tag frei zu klettern, war ein ambitioniertes Ziel. Laut Kletterszene.com benötigten sie drei Versuche innerhalb von drei Wochen, um die Route erfolgreich zu begehen. Die beiden Alpinisten starteten ihren Aufstieg um 3:20 Uhr morgens und erreichten den Gipfel nach 24 Stunden Kletterzeit. „Es fühlt sich immer noch surreal an. Erst ganz oben war klar: Wir haben es wirklich geschafft“, so Siebe Vanhee rückblickend. (Lesen Sie auch: Nadja Auermann: GNTM-Kritik und die Rolle des…)
Ihre Leistung ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Route für ihre technischen Schwierigkeiten (7c / 30 Sl.), Nässe, Eis und brutalen Winde bekannt ist. Die Tatsache, dass Caldwell und Vanhee die Route in nur 24 Stunden frei klettern konnten, zeigt ihr außergewöhnliches Können und ihre Ausdauer.
Bedeutung der Leistung
Die freie Begehung der South African Route durch Caldwell und Vanhee ist ein bedeutender Erfolg im Alpinismus. Sie unterstreicht das Potenzial für schnelle, leichte Begehungen selbst an den anspruchsvollsten Wänden der Welt. Ihre Leistung könnte andere Kletterer dazu inspirieren, ähnliche Herausforderungen anzunehmen und die Grenzen des Möglichen im alpinen Klettern zu erweitern. Darüber hinaus lenkt diese Begehung die Aufmerksamkeit auf die Schönheit und die Herausforderungen, die Patagonien als Kletterdestination bietet. (Lesen Sie auch: Joel Schwärzler im Viertelfinale von Lugano: Mega-Comeback)
Patagonien: Ein Paradies für Abenteurer
Patagonien ist nicht nur ein Ziel für Alpinisten, sondern auch für Wanderer, Trekking-Enthusiasten und Naturliebhaber. Die Region bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die unberührte Natur zu erleben. Von den beeindruckenden Granitgipfeln der Torres del Paine über die weiten Steppen bis hin zu den türkisfarbenen Seen gibt es in Patagonien viel zu entdecken. Der Tourismus spielt eine wichtige Rolle für die regionale Wirtschaft, und es gibt Bestrebungen, den Tourismus nachhaltig zu gestalten, um die einzigartige Natur zu schützen. Informationen zum Nationalpark Torres del Paine finden sich auf der offiziellen Webseite.
Ausblick auf zukünftige Begehungen in Patagonien
Mit der erfolgreichen Begehung der South African Route durch Tommy Caldwell und Siebe Vanhee rückt Patagonien erneut in den Fokus der internationalen Kletterszene. Es ist zu erwarten, dass in Zukunft weitere ambitionierte Projekte in der Region in Angriff genommen werden. Die Herausforderungen, die Patagonien bietet, sind vielfältig, und es bleibt spannend zu sehen, welche neuen Routen und Begehungsstile sich entwickeln werden. (Lesen Sie auch: RTL+ setzt "Neue Geschichten vom Pumuckl" im…)

Tabelle: Bemerkenswerte Routen in Patagonien
| Route | Gipfel/Wand | Schwierigkeitsgrad | Erstbegehung | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| South African Route | Central Tower, Torres del Paine | 7c / 30 Sl. | 1973/74 | Erste freie Begehung durch Sean Villanueva, Nico Favresse und Ben Ditto (2009), One-Day Free Ascent durch Caldwell und Vanhee (2026) |
| Compressor Route | Cerro Torre | A2 | 1970 | Umstrittene Route aufgrund der Verwendung von Bohrhaken |
| Ragni Route | Cerro Torre | 5.13a | 1974 | Eine der beliebtesten Routen am Cerro Torre |
Häufig gestellte Fragen zu patagonien
Wo genau liegt Patagonien?
Patagonien erstreckt sich über den südlichen Teil Südamerikas, hauptsächlich in Argentinien und Chile. Es umfasst die Region südlich des Río Colorado in Argentinien und südlich des Río Biobío in Chile, bis hinunter nach Feuerland.
Welche besonderen Herausforderungen birgt das Klettern in Patagonien?
Das Klettern in Patagonien ist besonders anspruchsvoll aufgrund der extremen Wetterbedingungen, einschließlich starker Winde, plötzlicher Wetterumschwünge und eisiger Temperaturen. Die Granitwände sind oft nass oder vereist, was die Routen zusätzlich erschwert.
Was bedeutet „freie Begehung“ beim Klettern?
Eine „freie Begehung“ bedeutet, dass der Kletterer die Route ausschließlich mit seinen Händen und Füßen bewältigt und Sicherungsmittel nur zur Absicherung im Falle eines Sturzes verwendet. Es dürfen keine Hilfsmittel zum Hochziehen oder zur Unterstützung eingesetzt werden.
Welche Ausrüstung ist für eine Kletterexpedition in Patagonien notwendig?
Für eine Kletterexpedition in Patagonien ist eine umfassende Ausrüstung erforderlich, darunter hochwertige Kletterschuhe, Seile, Sicherungsgeräte, Helme, warme und wetterfeste Kleidung, Schlafsäcke, Kocher und ausreichend Verpflegung. Auch Navigationsgeräte und Kommunikationsmittel sind wichtig.
Welche anderen Aktivitäten kann man in Patagonien unternehmen?
Neben dem Klettern bietet Patagonien zahlreiche weitere Aktivitäten, wie Wandern, Trekking, Gletscherwanderungen, Kajakfahren, Angeln und Tierbeobachtungen. Beliebte Ziele sind der Nationalpark Torres del Paine, der Perito-Moreno-Gletscher und die Stadt El Calafate.
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