Kapellenberg im Taunus: Neue Erkenntnisse über jungsteinzeitliche Siedlungen

6000 Jahre Geschichte, einer der ältesten Orte Deutschland. So viele Geschichten müssen sich um Ihn ranken da sollten wir doch mal genauer einen Blick drauf werfen oder was meint Ihr?

Wussten Sie, dass ein Hügel bei Hofheim am Taunus 6.000 Jahre Geschichte in sich birgt? Der Kapellenberg zählt zu den ältesten besiedelten Orten Deutschlands.

Aktuelle Grabungen unter Prof. Dr. Detlef Gronenborn enthüllen spektakuläre Details über diese jungsteinzeitliche Stätte. Die Forschungen von LEIZA und hessenARCHÄOLOGIE zeigen: Hier lebten Menschen bereits um 4.100 v. Chr.

Die massive Wallanlage und gut erhaltenen Grabhügel verraten viel über das Leben in der Region. „Der Kapellenberg ist ein einzigartiges Zeugnis historischer Prozesse“, so Gronenborn.

Die Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bringt international bedeutende Ergebnisse hervor. Selbst heutige Themen wie Migration und Konflikte finden hier überraschende Parallelen.

Einführung in den Kapellenberg und seine historische Bedeutung

Hoch über Hofheim am Taunus thront dieser besondere Ort – ein Hügel voller Geschichte und ungelöster Rätsel. Seit über 6000 Jahren erzählt er spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten.

Geographische Lage und geschichtlicher Überblick

Mit 292 Metern Höhe bietet der Berg bei 50° 5′ 56,6″ N, 8° 26′ 12,6″ O einen beeindruckenden Blick über die Region. Diese Lage war strategisch perfekt für frühe Siedlungen.

In der Michelsberger Epoche entstand hier eine bedeutende Siedlung. Später folgten schnurkeramische Grabanlagen und sogar römische Spuren. Jede Epoche hinterließ ihre eigenen Spuren.

Die massive Ringwallanlage verrät viel über das Leben damals. Ursprünglich als Palisadenwall gebaut, wurde sie später zum Erdwall umgestaltet. Brandspuren deuten auf kriegerische Auseinandersetzungen hin.

Stellt euch vor, wie hier vor über 6000 Jahren Menschen lebten und kämpften! Die Grabhügel, entdeckt von Dietwulf Baatz und Rolf Kubon, zeigen die schnurkeramische Zuordnung.

Forschungsinstitutionen und ihre Zusammenarbeit

Seit 2008 untersucht ein Team von Experten diesen besonderen Ort. LEIZA (ehemals RGZM), hessenARCHÄOLOGIE und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz arbeiten eng zusammen.

Grabungsleiter Ferenc Kántor vom Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz betont:

„Die Zusammenarbeit zwischen LEIZA und hessenARCHÄOLOGIE hat bahnbrechende Erkenntnisse geliefert.“

Die Stadt Hofheim unterstützt diese Forschungen finanziell. Internationale Projekte machen den Teil der Arbeit besonders spannend. Eine Reise in die Vergangenheit, die bis heute fesselt!

Mehr Details zu den aktuellen Forschungen finden Sie in diesem Forschungsbericht.

Der Berg war einst ein politisches und wirtschaftliches Zentrum im Rhein-Main-Gebiet. Diese Bedeutung zeigt sich in den Siedlungsstrukturen und Funden jeder Epoche.

Archäologische Funde der Kapellenberg Jungsteinzeit

A well-preserved Neolithic settlement nestled in the Taunus hills, with wattle-and-daub huts and a central gathering area. Rough-hewn stone tools and pottery fragments litter the ground, hinting at the daily lives of the inhabitants. The scene is rendered in a soft, monochromatic palette, with muted tones of graphite punctuated by the occasional splash of ochre or burnt sienna. The composition emphasizes the juxtaposition of the rugged natural landscape and the simple, functional structures built by the early inhabitants, capturing a sense of timelessness and the enduring connection between humans and their environment.

Die Spaten der Forscher haben erstaunliche Schätze freigelegt. Jeder Fund erzählt eine eigene Geschichte aus vergangenen Zeiten.

Die einzigartige Wallanlage und ihre Bauphasen

Ein Bollwerk aus Stein und Erde überdauerte Jahrtausende. Es wurde zwischen 4100 und 3600 v. Chr. errichtet.

Drei Bauphasen zeigen seine Entwicklung. Zuerst stand hier ein Palisadenwall. Dann brannte er nieder.

Später entstand ein mächtiger Erdwall. Brandspuren verraten blutige Konflikte. Eine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau!

Grabungsleiter Ferenc Kántor erklärt:

„Diese befestigungsanlagen mit ihren brandschichten sind Zeugen dramatischer Ereignisse.“

Grabhügel und ihre besondere Konstruktion

Die grabhügel bei hofheim am taunus beeindrucken durch ihre Größe. Sie haben Durchmesser von 6 Metern und sind 2 Meter hoch.

Ein Steinwall umgab die Gräber. Sie wurden auf natürlichen Erhebungen gebaut. Mit Geröllschichten und Material aus der Umgebung.

Kántor betont:

„Diese Hügel waren weithin sichtbare Monumente für die Elite.“

Ein kunstvolles Grab für die Mächtigen! Leider wurde eine Grabkammer im 19. Jahrhundert zerstört. Ein Verlust, der bis heute schmerzt.

Bedeutende Artefakte und ihre Herkunft

Die Funde verblüffen durch ihre Herkunft. Jadeit-Beilklingen kamen aus den Westalpen. Amphibolit-Beile und Pfeilspitzen wurden ebenfalls entdeckt.

Stellt euch vor: Diese Beile waren Grabbeigaben für einen Stammesführer! Schätze, die von weit her kamen.

Seit 2008 arbeiten Forscher im gemeinsamen arbeitsbereich. Sie untersuchen diese hessen archäologische fundstätte.

Mehr Details zu den Funden finden Sie beim LEIZA.

Der archäologische rundweg von 2020 bringt Besuchern diese Schätze näher. Er zeigt die Bedeutung der Handelsbeziehungen.

Aktuelle Forschungsergebnisse und internationale Studien

An archaeological dig site, a grid of meticulously excavated trenches revealing layers of ancient artifacts. Trowels and brushes carefully brushing away the earth, exposing tools, pottery shards, and the faint outlines of structures. Surveying equipment and maps spread out, scientists poring over data, their faces lit by the warm glow of a campfire. A drone hovers overhead, capturing an aerial view of the site, the scene rendered in a striking black and white palette with pops of color in the tools and findings. The atmosphere is one of intellectual curiosity and the thrill of uncovering the secrets of the past.

Die neuesten Forschungsergebnisse lesen sich wie ein spannender Krimi aus der Steinzeit. Modernste Techniken enthüllen dramatische Ereignisse von vor über 6000 Jahren.

Die stadt hofheim untersucht gemeinsam mit internationalen Partnern diese einzigartige Stätte. Seit 2008 arbeiten hofheim untersucht leiza und hessenARCHÄOLOGIE an diesem Projekt.

Methoden der modernen Archäologie

Mit High-Tech und Schaufel enthüllen Forscher die Geheimnisse des historischen Hügels. 2024/2025 werden meter großen grabungsschnitt von 34-40 Metern angelegt.

Die bislang kaum menschliche eingriffe zerstört überbaut haben diesen Ort perfekt konserviert. Das kapellenberg archäologisches highlight bietet gut erhaltenen Funde für die Wissenschaft.

MethodenAnwendungErgebnisse
Geophysikalische ProspektionWallstruktur-Analyse3D-Rekonstruktion
C14-DatierungHolzkohleproben4100 v. Chr. bestätigt
GeoarchäologieBodenschichtungBesiedlungsphasen
LiDAR-ScanningOberflächenmodellVersteckte Strukturen

Erkenntnisse zu Siedlungsdynamik und Konflikten

Um 3900 v. Chr. setzte der Verfall ein – Menschen zogen sich zurück, flohen vor Gewalt. Die Studie von Kondor et al. (2024) belegt gewaltsame Konflikte und Bevölkerungsrückgang.

Prof. Dr. Detlef Gronenborn erklärt:

„Die Befestigungsanlagen deuten auf andauernde Konflikte hin – ein Thema von bedrückender Aktualität.“

Die „Landscape of Fear“-Studie zeigt: Gewaltsame Auseinandersetzungen führten zu Migration. Die Region wurde praktisch entvölkert.

Diese Erkenntnisse wurden im Journal of the Royal Society veröffentlicht.

Einbindung in europäische Forschungsprojekte

Die Forschung ist in internationale Projekte zu vorstaatlichen Gesellschaften eingebunden. LEIZA und hessenARCHÄOLOGIE arbeiten mit europäischen Partnern zusammen.

Der 2020 archäologischer rundweg macht diese Ergebnisse für Besucher erlebbar. Zukünftig sollen Grabungen auf Hattersheim ausgeweitet werden.

Diese Studie zeigt: Schon in der Steinzeit gab es Flucht und Vertreibung – das ist heute genauso relevant! Die Aufarbeitung der Grabungsfunde wird noch Jahre dauern.

Fazit: Bedeutung der Kapellenberg-Forschung für heute

Die Vergangenheit spricht laut durch die Steine des Hügels. Gewaltsame Konflikte und Migration sind Themen, die heute genauso aktuell sind wie vor 6000 Jahren.

Die langjährigen zusammenarbeit leibniz-zentrum mit hessenarchäologie und der altertumswissenschaften johannes gutenberg-universität bietet tiefe einblicke leben früherer Gesellschaften. Bürgermeister Christian Vogt betont: „Die Michelsberger Kultur ist ein Markstein der Hofheimer Geschichte – älter als die Pyramiden!“

Geplant ist ein „Haus der Michelsberger Kultur“ als touristische Attraktion. Hofheim weiteren partnern entwickelt dieses Projekt gemeinsam mit Forschern.

Die überreste lehren uns: Geschichte wiederholt sich. Diese Erkenntnisse fordern uns auf, aus der Vergangenheit zu lernen – für eine bessere Zukunft.

FAQ

Q: Was ist das Besondere an der Wallanlage auf dem Kapellenberg?

A: Die Wallanlage ist eine der am besten erhaltenen jungsteinzeitlichen Befestigungsanlagen in ganz Mitteleuropa. Errichtet zwischen 4100 und 3600 v. Chr., bietet sie aufgrund ihrer ungewöhnlich guten Erhaltung tiefe Einblicke in die Siedlungsstrukturen und Verteidigungsarchitektur dieser Epoche.

Q: Welche Institutionen sind an den Forschungen beteiligt?

A: Die Ausgrabungen werden seit 2008 in einer engen Kooperation zwischen dem Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Abteilung Hessenarchäologie durchgeführt. Grabungsleiter Ferenc Kántor leitet die Arbeiten vor Ort.

Q: Welche bedeutenden Funde wurden gemacht?

A: Neben der gewaltigen Wallanlage selbst sind die Grabhügel von besonderer Bedeutung. Die Forschungen brachten zudem Artefakte und Brandschichten zutage, die auf eine dynamische Siedlungsgeschichte und mögliche Konflikte hindeuten.

Q: Kann man die Ausgrabungsstätte besichtigen?

A: Ja, seit 2020 führt ein archäologischer Rundweg über den Kapellenberg bei Hofheim am Taunus. Dieser Weg bietet Besuchern die Möglichkeit, die historische Stätte und ihre einzigartigen Überreste direkt zu erleben.

Q: Warum ist diese Fundstätte so wichtig für die Forschung?

A: Der Kapellenberg ist ein archäologisches Highlight, da die Anlage bislang kaum durch spätere menschliche Eingriffe zerstört oder überbaut wurde. Dies erlaubt der modernen Archäologie mit ihren Methoden einmalige Einblicke in das Leben der Jungsteinzeit.

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