Jana Brejchová Gestorben: Tschechiens Film-Ikone ist Tot

„Tschechiens Brigitte Bardot“ ist nicht mehr. Jana Brejchová, eine der schillerndsten Figuren des tschechoslowakischen und tschechischen Films, ist im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Ihre Tochter, die Schauspielerin Tereza Brodská, bestätigte den Tod gegenüber der tschechischen Tageszeitung „MF Dnes“. Jana Brejchová Gestorben, hinterlässt ein beeindruckendes filmisches Erbe, das über Jahrzehnte hinweg das Publikum begeisterte.

Symbolbild zum Thema Jana Brejchová Gestorben
Symbolbild: Jana Brejchová Gestorben (Bild: Pexels)

Wie wurde Jana Brejchová zur „tschechischen Brigitte Bardot“?

Jana Brejchová erhielt ihren Beinamen aufgrund ihrer frappierenden Ähnlichkeit mit der französischen Filmikone Brigitte Bardot. Ihre blonden Haare, die sinnlichen Lippen und ihr frecher Blick erinnerten stark an die französische Schauspielerin. Diese Ähnlichkeit trug zweifellos zu ihrer Popularität bei, doch Jana Brejchová etablierte sich schnell als eigenständige Größe im Filmgeschäft.

Von der Kinderdarstellerin zur gefeierten Schauspielerin

Jana Brejchová wurde am 20. Januar 1940 in Prag geboren. Bereits im zarten Alter von 13 Jahren stand sie das erste Mal vor der Kamera. Was als jugendliches Abenteuer begann, entwickelte sich rasch zu einer lebenslangen Leidenschaft und Berufung. Ihre frühe Präsenz im Filmgeschäft ermöglichte es ihr, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und ihr Talent zu entfalten. Der wahre Durchbruch gelang ihr jedoch erst einige Jahre später. (Lesen Sie auch: Dieter Bohlen Geburtstag: Selbstbesungener 72ER auf Instagram)

Auf einen Blick

  • Jana Brejchová, eine Ikone des tschechischen Films, ist im Alter von 86 Jahren verstorben.
  • Sie wurde oft als „tschechische Brigitte Bardot“ bezeichnet.
  • Ihr Durchbruch gelang ihr mit dem Film „Das höhere Prinzip“ (1960).
  • Sie wirkte in über 110 Film- und Fernsehproduktionen mit.
  • Brejchová war viermal verheiratet, darunter mit dem Oscar-prämierten Regisseur Miloš Forman.

„Das höhere Prinzip“: Der Beginn einer großen Karriere

Im Jahr 1960 feierte Jana Brejchová ihren künstlerischen Durchbruch mit dem Spielfilm „Das höhere Prinzip“ (Vyšší princip). In diesem Film, der in der Zeit der NS-Besatzung spielt, verkörperte sie eine junge Schülerin. Ihre Darstellung war so überzeugend, dass sie dafür mit zwei „Silbernen Segeln“ beim renommierten Filmfestival von Locarno ausgezeichnet wurde. Dieser Erfolg katapultierte sie in die Riege der bekanntesten Schauspielerinnen der Tschechoslowakei. Der Film selbst, unter der Regie von Jiří Krejčík, gilt als ein Meisterwerk des tschechischen Kinos und thematisiert den Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

📌 Karriere-Highlight

Die Auszeichnung beim Filmfestival von Locarno für „Das höhere Prinzip“ war ein entscheidender Moment in Jana Brejchovás Karriere. Sie öffnete ihr Türen zu internationalen Produktionen und festigte ihren Ruf als talentierte und vielseitige Schauspielerin.

Internationale Erfolge und Auszeichnungen

Jana Brejchová machte sich nicht nur in der Tschechoslowakei, sondern auch international einen Namen. Besonders in Deutschland war sie durch ihre Rollen in verschiedenen Filmen bekannt. Ein wichtiger Film ist der antifaschistische Film „Das Haus in der Karpfengasse“ aus dem Jahr 1965, für den sie den Deutschen Filmpreis erhielt. Dieser Film thematisierte die Verfolgung von Juden während des Zweiten Weltkriegs und trug dazu bei, Brejchovás Ruf als engagierte Künstlerin zu festigen. Weitere deutsche Produktionen wie „Schloss Gripsholm“ und „Der Traum des Hauptmann Loy“ brachten ihr sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik Deutschland große Bekanntheit ein. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde Brejchová zudem mit der tschechischen Verdienstmedaille geehrt. Diese Auszeichnung würdigte ihren Beitrag zur tschechischen Kultur und ihr Engagement für die Schauspielkunst. (Lesen Sie auch: Kaley Cuoco Depressionen: "Dachte, Ich Würde Sterben)

Die Märchenbraut: Ein unvergessliches Rollenbild

Einem breiten Publikum blieb Jana Brejchová vor allem als Königin in der beliebten Fantasy-Kinderserie „Die Märchenbraut“ (Arabela) in Erinnerung, die auch unter dem Titel „Die schöne Arabella und der Zauberer“ lief. Diese Rolle machte sie zu einem Star für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Die Serie, die in den 1980er Jahren produziert wurde, erfreute sich großer Beliebtheit und wurde in zahlreiche Länder exportiert. Fernsehserien.de bietet detaillierte Informationen zur Serie und ihrer Besetzung. Gemeinsam mit ihrer Tochter Tereza war Brejchová darüber hinaus in einem Psychodrama über eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung zu sehen. Diese Zusammenarbeit zeigte eine andere Seite ihres schauspielerischen Könnens und thematisierte die Herausforderungen und Konflikte, die in familiären Beziehungen entstehen können.

Ein bewegtes Privatleben: Vier Ehen und die Liebe zur Kunst

Privat war Jana Brejchová insgesamt viermal verheiratet. Ihre erste Ehe war mit dem Schauspieler Miloš Forman (1932-2018), der später als Regisseur in Hollywood große Erfolge feierte und für Filme wie „Einer flog über das Kuckucksnest“ und „Amadeus“ mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Die Ehe mit Forman dauerte von 1958 bis 1969 und war von künstlerischem Austausch und gegenseitiger Inspiration geprägt. Nach der Scheidung von Forman heiratete Brejchová den Schauspieler Vlastimil Brodský, mit dem sie ihre Tochter Tereza Brodská hat. Auch diese Ehe wurde geschieden. Später heiratete sie den Schauspieler Jiří Zahajský und schließlich den Geschäftsmann Ivan Vyskočil. ČSFD.cz, die tschechische Filmdatenbank, listet alle ihre Filme auf. Ihre Beziehungen waren oft Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit, doch Jana Brejchová konzentrierte sich stets auf ihre Arbeit und ihre Familie.

📌 Hintergrund

Miloš Forman verließ die Tschechoslowakei nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahr 1968 und machte in den USA eine beispiellose Karriere. Seine Ehe mit Jana Brejchová endete kurz zuvor. (Lesen Sie auch: Längste Beziehungen Promis: Das Geheimnis Ewiger Liebe?)

Detailansicht: Jana Brejchová Gestorben
Symbolbild: Jana Brejchová Gestorben (Bild: Pexels)

Krankheit und Rückzug aus der Öffentlichkeit

In den letzten Jahren zog sich Jana Brejchová aufgrund ihrer angeschlagenen Gesundheit aus der Öffentlichkeit zurück. Sie litt an einer langwierigen Krankheit, die es ihr zunehmend erschwerte, ihren Beruf auszuüben. Ihr letzter Filmauftritt war im Jahr 2009. Trotz ihres Rückzugs blieb sie jedoch eine unvergessene Ikone des tschechischen Films. Ihre Filme werden weiterhin gezeigt und ihr Einfluss auf die tschechische Schauspielkunst ist unbestritten.

Das Erbe einer Filmlegende

Jana Brejchová Gestorben, hinterlässt ein reiches filmisches Erbe, das über 110 Film- und Fernsehproduktionen umfasst. Sie verkörperte eine Vielzahl von Rollen, von der jungen Schülerin in „Das höhere Prinzip“ bis zur Märchenkönigin in „Die Märchenbraut“. Ihre Vielseitigkeit und ihr schauspielerisches Talent machten sie zu einer der beliebtesten und geachtetsten Schauspielerinnen der Tschechoslowakei und Tschechiens. Ihr Tod ist ein großer Verlust für die tschechische Filmwelt, doch ihr Werk wird weiterleben und zukünftige Generationen von Schauspielern und Filmemachern inspirieren. Wie Gala berichtet, bestätigte ihre Tochter Tereza Brodská den Tod nach langer Krankheit. Jana Brejchová wird nicht nur als talentierte Schauspielerin, sondern auch als eine starke und unabhängige Frau in Erinnerung bleiben, die ihren eigenen Weg ging und sich von den Konventionen der Zeit nicht einschränken ließ. Ihr Beitrag zur tschechischen Kultur ist unermesslich und ihr Name wird für immer mit dem goldenen Zeitalter des tschechoslowakischen Films verbunden sein. Die tschechische Filmwelt trauert um eine ihrer größten Ikonen.
IMDb listet ihre Filmografie auf.

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