Nach intensiven Verhandlungen und ersten Warnstreiks in der Branche haben sich die Sozialpartner auf einen neuen IT-Kollektivvertrag 2026 Verhandlungen geeinigt. Die Einigung betrifft rund 90.000 Angestellte in der österreichischen IT-Branche und sieht Gehaltssteigerungen von bis zu 3,1 Prozent vor.

Hintergrund der IT-Kollektivvertragsverhandlungen
Die Kollektivvertragsverhandlungen für die IT-Branche gestalten sich traditionell als komplex, da die Branche einem ständigen Wandel unterliegt und ein breites Spektrum an Tätigkeiten umfasst. Die Gewerkschaft GPA und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) als Verhandlungspartner müssen dabei die Interessen sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber berücksichtigen. In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung der IT-Branche für die österreichische Wirtschaft stetig zugenommen, was sich auch in den Kollektivvertragsverhandlungen widerspiegelt. (Lesen Sie auch: Tegut vor dem aus: Edeka übernimmt Großteil…)
Aktuelle Entwicklung: Einigung in siebter Verhandlungsrunde
Am 10. März 2026 konnte in der siebten Verhandlungsrunde eine Einigung für den Kollektivvertrag der rund 90.000 Angestellten der IT-Branche erzielt werden, wie die Gewerkschaft GPA berichtet. Die Mindestgehälter steigen sozial gestaffelt zwischen 3,1 und 2,7 Prozent. Die Ist-Gehaltssumme sowie Zulagen werden um 2,75 Prozent erhöht. Die Verhandlungsleiterin der GPA, Sandra Steiner, betonte, dass der Abschluss ein harter Kompromiss für beide Seiten sei. Die schwierige wirtschaftliche Lage und die Krisenabschlüsse anderer Branchen hätten die Verhandlungssituation zusätzlich erschwert.
Zuvor hatte es in Wien und anderen Bundesländern Warnstreiks gegeben, um den Forderungen der Arbeitnehmer Nachdruck zu verleihen. Diese Maßnahmen scheinen Wirkung gezeigt zu haben, da die Arbeitgeberseite ursprünglich ein Aussetzen der IST-Gehaltssummenerhöhung gefordert hatte. (Lesen Sie auch: Tanken In Polen Preise: in: locken deutsche…)
Details der Einigung
- Mindestgehälter steigen sozial gestaffelt zwischen 2,7 und 3,1 Prozent (durchschnittlich 2,9 Prozent)
- Erhöhung der Ist-Gehaltssumme sowie der Zulagen um 2,75 Prozent
Reaktionen und Stimmen zur Einigung
Die Reaktionen auf die Einigung fielen gemischt aus. Sandra Steiner von der GPA zeigte sich erleichtert über den Abschluss, betonte aber gleichzeitig, dass es ein harter Kompromiss sei. Martin Zandonella, Arbeitgeber-Verhandlungsleiter im WKÖ-Fachverband UBIT, äußerte, dass mit diesem Kollektivvertragsabschluss aufgrund der aktuellen Situation die Schmerzgrenze erreicht sei. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) betonte die schwierige wirtschaftliche Lage als Grund für die zähen Verhandlungen.
IT-Kollektivvertrag 2026 Verhandlungen: Was bedeutet das für die Branche?
Die Einigung im IT-Kollektivvertrag 2026 Verhandlungen bringt für die Beschäftigten der IT-Branche eine Gehaltssteigerung, die zumindest teilweise die Inflation ausgleichen soll. Die Tatsache, dass es erstmals in der Geschichte der Branche zu Warnstreiks kam, zeigt, dass die Arbeitnehmer bereit sind, für ihre Interessen einzutreten. Für die Arbeitgeber bedeutet der Abschluss eine zusätzliche finanzielle Belastung, die jedoch angesichts der Bedeutung der IT-Branche für die Wirtschaft als notwendig erachtet wird. (Lesen Sie auch: Tanken In Polen: Lohnt sich die Fahrt…)
Die erzielte Einigung könnte auch Signalwirkung für andere Branchen haben, in denen derzeit Kollektivvertragsverhandlungen laufen. Es zeigt, dass auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ein Kompromiss möglich ist, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt.Die Sozialpartner werden die Entwicklung genau beobachten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu erhalten und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Die Digitalisierung und der Fachkräftemangel bleiben zentrale Herausforderungen, die in den kommenden Verhandlungen eine wichtige Rolle spielen werden.
Tabelle: Gehaltsentwicklung im IT-Kollektivvertrag
| Jahr | Mindestgehaltssteigerung | IST-Gehaltssummenerhöhung |
|---|---|---|
| 2026 | 2,7 – 3,1 % | 2,75 % |
Häufig gestellte Fragen zu it kollektivvertrag 2026 verhandlungen
Wie hoch fallen die Gehaltssteigerungen im IT-Kollektivvertrag 2026 aus?
Die Mindestgehälter im IT-Sektor steigen sozial gestaffelt zwischen 2,7 und 3,1 Prozent. Zusätzlich werden die Ist-Gehaltssumme sowie die Zulagen um 2,75 Prozent erhöht. Diese Anpassungen sollen die Auswirkungen der Inflation auf die Gehälter der IT-Beschäftigten abmildern und einen fairen Ausgleich gewährleisten. (Lesen Sie auch: Bam Adebayo erzielt 83 Punkte: Historische Nacht…)

Warum kam es zu Warnstreiks im Vorfeld der Einigung zum IT-Kollektivvertrag 2026?
Die Warnstreiks resultierten aus den zähen Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern. Die Gewerkschaft GPA wollte mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, nachdem diese zunächst ein Aussetzen der IST-Gehaltssummenerhöhung gefordert hatte. Die Streiks sollten die Entschlossenheit der Arbeitnehmer verdeutlichen.
Wer sind die Verhandlungspartner beim IT-Kollektivvertrag in Österreich?
Die Verhandlungspartner sind die Gewerkschaft GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) als Vertreter der Arbeitnehmer und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), insbesondere der Fachverband UBIT (Unternehmensberatung, Informationstechnologie, Training), als Vertreter der Arbeitgeber.
Welche Bedeutung hat der IT-Kollektivvertrag für die österreichische Wirtschaft?
Der IT-Kollektivvertrag hat eine hohe Bedeutung, da er die Arbeitsbedingungen und Gehälter von rund 90.000 Beschäftigten in einer Schlüsselbranche der österreichischen Wirtschaft regelt. Die IT-Branche ist ein wichtiger Innovationstreiber und Arbeitgeber, daher beeinflusst der Kollektivvertrag auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich.
Wie geht es nach der Einigung zum IT-Kollektivvertrag 2026 weiter?
Nach der Einigung wird der Kollektivvertrag in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt. Die Unternehmen müssen die Gehaltsanpassungen vornehmen und die neuen Regelungen in ihre Arbeitsverträge integrieren. Die Sozialpartner werden die Entwicklung der Branche weiterhin beobachten und bei Bedarf Anpassungen vornehmen.
Weitere Informationen zum Thema Kollektivvertrag finden Sie auf der Website des Arbeiterkammer.
Ein Artikel von MeinBezirk.at berichtet ebenfalls über die Einigung.





