Die Einspeisevergütung für Solarstrom steht auf dem Prüfstand. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant, die Vergütung für neue Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung unter 25 Kilowatt abzuschaffen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt bereits vor, doch innerhalb der Regierungskoalition gibt es Widerstand.

Hintergrund: Was ist die Einspeisevergütung?
Seit dem Jahr 2000 regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien, darunter auch Photovoltaik. Betreiber von Solaranlagen erhalten für jede Kilowattstunde Strom, die sie ins öffentliche Netz einspeisen, eine feste Vergütung. Diese Vergütung soll den Ausbau erneuerbarer Energien fördern und den Anlagenbetreibern eine langfristige Planungssicherheit geben. Die Höhe der Einspeisevergütung ist abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage und sinkt im Laufe der Zeit. Das bedeutet, dass neue Anlagen geringere Vergütungssätze erhalten als ältere Anlagen.
Aktuelle Entwicklung: Abschaffung für kleine Anlagen geplant
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hält die garantierte Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen im Haushaltsmaßstab für überflüssig, da sich diese Anlagen auch ohne Förderung lohnen würden. Ihr Ministerium hat einen Referentenentwurf vorgelegt, der die Abschaffung der Einspeisevergütung für Neuanlagen mit einer Nennleistung unter 25 Kilowatt vorsieht. Wie der BR berichtet, sollen Haushalte sich stattdessen selbst darum kümmern, was mit dem Solarstrom passiert, den sie nicht selbst verbrauchen können. (Lesen Sie auch: 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt: 1.…)
Ein Kabinettsbeschluss zu dieser Gesetzesnovelle steht allerdings noch aus. Der Koalitionspartner SPD lehnt den Plan bisher ab. Wann genau die Förderung auslaufen würde, ist noch unklar. Sie würde aber nur für neue Anlagen wegfallen. Für bestehende Anlagen gilt die bei Inbetriebnahme festgelegte Vergütung weiter, in der Regel für 20 Jahre. Daran ändert sich nichts.
Wie wichtig ist die Einspeisevergütung für private Photovoltaikbesitzer?
Die Bedeutung der Einspeisevergütung für private Photovoltaikbesitzer hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt die Anlagengröße eine Rolle. Für kleine Anlagen ist die Vergütung oft ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Zum anderen ist der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms entscheidend. Je mehr Strom ein Haushalt selbst verbraucht, desto weniger ist er auf die Einspeisevergütung angewiesen. Denn jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom spart den Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz und damit Stromkosten.
Die Einspeisevergütung liegt für neue Haushaltsanlagen derzeit bei etwa sieben Cent pro Kilowattstunde. Jede durch Eigenverbrauch gesparte Kilowattstunde aus dem allgemeinen Stromnetz bringt, je nach dem Strompreis des jeweiligen Versorgers, leicht viermal so viel. Es ist also sinnvoller, möglichst viel vom eigenen Photovoltaikstrom selbst zu verbrauchen, anstatt ihn einzuspeisen. (Lesen Sie auch: Handball Bundesliga: Magdeburg gegen Berlin im Topspiel)
Photovoltaik lohnt sich auch ohne Einspeisevergütung
Auch ohne Einspeisevergütung kann sich eine Photovoltaikanlage lohnen. Ingenieur.de schreibt, dass ein hoher Eigenverbrauch, eine passende Anlagengröße und ein Stromspeicher entscheidend sind, um die Stromkosten dauerhaft zu senken. Durch den Eigenverbrauch des Solarstroms können Haushalte ihren Bezug von teurem Netzstrom reduzieren und somit ihre Stromrechnung senken. Ein Stromspeicher ermöglicht es, den Solarstrom auch dann zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint.
Die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Dadurch ist die Eigenversorgung mit Solarstrom auch ohne Förderung wirtschaftlich attraktiv geworden. Zudem gibt es weiterhin Förderprogramme für Batteriespeicher, die die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen weiter verbessern können. Informationen zu Förderprogrammen bietet beispielsweise die KfW.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen könnte den Zubau von Solaranlagen im Privatbereich bremsen. Allerdings ist zu erwarten, dass sich der Fokus noch stärker auf den Eigenverbrauch und die Nutzung von Stromspeichern verlagern wird. Auch innovative Geschäftsmodelle, wie beispielsweise die Vermietung von Solaranlagen, könnten an Bedeutung gewinnen. (Lesen Sie auch: Handball Bundesliga: Magdeburg gegen Berlin – das…)

Langfristig wird die Eigenversorgung mit Solarstrom eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen. Durch die dezentrale Erzeugung von Strom können Haushalte unabhängiger von großen Energieversorgern werden und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Häufig gestellte Fragen zur Einspeisevergütung
Häufig gestellte Fragen zu einspeisevergütung
Was genau versteht man unter der Einspeisevergütung?
Die Einspeisevergütung ist eine staatlich garantierte Vergütung für Strom, der aus erneuerbaren Energien erzeugt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Sie soll den Ausbau erneuerbarer Energien fördern und Anlagenbetreibern eine finanzielle Sicherheit bieten.
Für welche Anlagen ist die Einspeisevergütung geplant?
Die Bundesregierung plant aktuell, die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 25 Kilowatt abzuschaffen. Diese Regelung würde jedoch nur für Neuanlagen gelten, Bestandsanlagen wären nicht betroffen. (Lesen Sie auch: MLB Opening Day 2026: Debüts und neue…)
Wie hoch ist die aktuelle Einspeisevergütung für neue Anlagen?
Die Höhe der Einspeisevergütung ist abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage. Für neue Haushaltsanlagen liegt die Vergütung derzeit bei etwa sieben Cent pro Kilowattstunde. Die Vergütungssätze sinken im Laufe der Zeit.
Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auch ohne Einspeisevergütung?
Ja, eine Photovoltaikanlage kann sich auch ohne Einspeisevergütung lohnen. Durch einen hohen Eigenverbrauch des erzeugten Stroms und die Nutzung eines Stromspeichers können Haushalte ihre Stromkosten dauerhaft senken und unabhängiger von steigenden Strompreisen werden.
Was passiert mit dem Strom, den ich nicht selbst verbrauche?
Wenn Sie mehr Strom erzeugen, als Sie selbst verbrauchen können, wird der überschüssige Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Zukünftig müssen Sie sich ohne die Einspeisevergütung selbst darum kümmern, diesen Strom zu verkaufen oder anderweitig zu nutzen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


