Die Kapo Bern, die Kantonspolizei Bern, hat nach einer unbewilligten Pro-Palästina-Demonstration im Oktober 2025 unverpixelte Fahndungsfotos von 31 mutmaßlichen Tätern veröffentlicht. Diese Maßnahme, die einem „Internetpranger“ ähneln soll, zielt darauf ab, die Verantwortlichen für die Krawalle zu identifizieren, bei denen ein Sachschaden von über 600.000 Franken entstanden sein soll. Die Veröffentlichung der Bilder hat in der Öffentlichkeit eine Debatte über den Schutz der Persönlichkeitsrechte und die Verhältnismäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen ausgelöst.

Hintergrund: Eskalation bei Pro-Palästina-Demonstration in Bern
Am 11. Oktober 2025 kam es in Bern zu einer unbewilligten Demonstration gegen die israelische Politik im Gazastreifen. Die Kundgebung eskalierte, wobei es zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen kam. Laut SRF entstand ein Sachschaden von über 600’000 Franken. Die Berner Kantonspolizei setzte in der Folge auf eine großangelegte Öffentlichkeitsfahndung, um die Täter zu identifizieren.
Aktuelle Entwicklung: Kapo Bern veröffentlicht unverpixelte Fahndungsfotos
Nachdem zunächst verpixelte Bilder von 32 Tatverdächtigen veröffentlicht wurden, ging die Kapo Bern nun einen Schritt weiter und publizierte unverpixelte Fotos von 31 Personen auf ihrer Webseite. Die Polizei begründet diesen Schritt mit dem dringenden Tatverdacht und dem hohen entstandenen Sachschaden. Wie die Berner Zeitung berichtet, handelt es sich um die „letzte Stufe ihrer gross angelegten Öffentlichkeitsfahndung“. (Lesen Sie auch: Kapo Bern öffentlichkeitsfahndung)
Die Kantonspolizei Bern hat bereits 101 weitere mutmaßliche Straftäter identifiziert, die vermummt waren. Diese Personen sollen in den kommenden Wochen kontaktiert werden.
Die Berner Kantonspolizei betont, dass solche Öffentlichkeitsfahndungen regelmäßig durchgeführt werden. Jedoch sei die aktuelle Fahndung aufgrund der hohen Anzahl gesuchter Personen außergewöhnlich.
Reaktionen und Kritik an der Vorgehensweise der Kapo Bern
Die Veröffentlichung der unverpixelten Fahndungsfotos hat eine kontroverse Debatte ausgelöst. Kritiker bemängeln die Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und warnen vor einer Vorverurteilung. Befürworter argumentieren hingegen, dass die Maßnahme notwendig sei, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und weitere Ausschreitungen zu verhindern. Es wird argumentiert, dass das öffentliche Interesse an der Aufklärung der Straftaten in diesem Fall höher zu gewichten sei als der Schutz der Privatsphäre der Verdächtigen. (Lesen Sie auch: Ostsee Buckelwale: Buckelwal verirrt sich)
Die rechtliche Zulässigkeit der Veröffentlichung unverpixelter Fahndungsfotos ist umstritten. Grundsätzlich ist eine solche Maßnahme nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, beispielsweise wenn ein dringender Tatverdacht besteht und die Aufklärung der Straftat anders nicht möglich ist. Ob diese Voraussetzungen im vorliegenden Fall gegeben sind, ist fraglich und könnte Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen werden.
Was bedeutet das? Möglicher Präzedenzfall und Auswirkungen auf zukünftige Ermittlungen
Die Vorgehensweise der Kapo Bern könnte einen Präzedenzfall für zukünftige Ermittlungen schaffen. Wenn sich die Veröffentlichung unverpixelter Fahndungsfotos als erfolgreich erweist und rechtlich standhält, könnten auch andere Polizeibehörden in ähnlichen Fällen auf diese Maßnahme zurückgreifen. Dies hätte möglicherweise weitreichende Auswirkungen auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte im Strafverfahren.Die Debatte über die Verhältnismäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen und den Schutz der Persönlichkeitsrechte wird jedoch weitergehen.
Die Arbeit der Polizei wird durch verschiedene Organisationen unterstützt. Eine wichtige Rolle spielt dabei Fedpol, das Bundesamt für Polizei. (Lesen Sie auch: Ostsee Buckelwale: Buckelwal in der gestrandet)

Daten zu den Ausschreitungen in Bern
| Datum | Ereignis | Sachschaden (geschätzt) | Anzahl identifizierter Tatverdächtiger |
|---|---|---|---|
| 11. Oktober 2025 | Unbewilligte Pro-Palästina-Demonstration | 600.000 CHF | 132 (31 mit unverpixelten Fotos, 101 weitere identifiziert) |
Häufig gestellte Fragen zu kapo bern
Häufig gestellte Fragen zu kapo bern
Warum veröffentlicht die Kapo Bern unverpixelte Fahndungsfotos?
Die Kapo Bern veröffentlichte die Fotos, um Tatverdächtige nach einer eskalierten Pro-Palästina-Demo zu identifizieren. Sie argumentiert, dass die Schwere der Sachschäden und das öffentliche Interesse die Maßnahme rechtfertigen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und weitere Straftaten zu verhindern.
Welche rechtlichen Bedenken gibt es bei der Veröffentlichung von Fahndungsfotos?
Die Veröffentlichung von Fahndungsfotos kann Persönlichkeitsrechte verletzen und zu Vorverurteilungen führen. Rechtlich ist sie nur zulässig, wenn ein dringender Tatverdacht besteht und die Aufklärung der Straftat anders nicht möglich ist. Die Verhältnismäßigkeit muss stets geprüft werden.
Wie hoch ist der entstandene Sachschaden bei der Demonstration in Bern?
Bei der unbewilligten Demonstration in Bern entstand ein geschätzter Sachschaden von über 600.000 Schweizer Franken. Dieser hohe Schaden trug maßgeblich zur Entscheidung der Kapo Bern bei, die Fahndungsfotos zu veröffentlichen, um die Verantwortlichen zu ermitteln. (Lesen Sie auch: Sports Awards Lara Gut: 2025: Kambundji triumphiert…)
Was sind die nächsten Schritte im Fall der Gaza-Demonstration in Bern?
Die Kapo Bern wird nun versuchen, die anhand der Fotos identifizierten Personen zu vernehmen und gegebenenfalls strafrechtlich zu verfolgen.
Gibt es Kritik an der Öffentlichkeitsfahndung der Kapo Bern?
Ja, die Öffentlichkeitsfahndung der Kapo Bern steht in der Kritik, da sie als „Internetpranger“ wahrgenommen wird und Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte aufwirft. Kritiker argumentieren, dass die Maßnahme unverhältnismäßig sei.
Wie viele Personen wurden im Zusammenhang mit der Demo bereits identifiziert?
Insgesamt wurden bereits 132 Personen im Zusammenhang mit der Demonstration identifiziert. Davon wurden von 31 Personen unverpixelte Fotos veröffentlicht, während 101 weitere Personen identifiziert wurden, die vermummt waren und in den kommenden Wochen kontaktiert werden sollen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


