Das älteste Passagierschiff auf der Donau, die „MS Ana“, ist in Wien versenkt worden. Der Vorfall ereignete sich am Ostermontag, den 8. April 2026, und beschäftigt nun die Behörden. Kapitän Franz Scheriau, der Besitzer des Schiffes, vermutet Sabotage und hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

Hintergrund: Die „MS Ana“ und das Wiener Schiffmuseum
Die „MS Ana“ ist ein historisches Schiff, das im Jahr 1894 erbaut wurde und als ältestes Passagierschiff der Donau gilt. Es war Teil des Wiener Schiffmuseums, das von Kapitän Franz Scheriau betrieben wird. Scheriau bewohnt selbst ein Hausboot, die „Frederic Mistral“, ein Dampfschiff aus dem Jahr 1914. Das Schiffsmuseum ist eine Attraktion in Wien und zeigt die Geschichte der Donauschifffahrt. Mehr Informationen zur Geschichte der Schifffahrt in Österreich finden sich auf der Seite des Bundeskanzleramtes. (Lesen Sie auch: "Mein Schiff" Routen: TUI Cruises mit neuen…)
Die aktuelle Entwicklung: Versenkung und Bergung des Schiffs
Am Ostermontag wurde die Feuerwehr Wien von der MA 45 Wiener Gewässer darüber informiert, dass ein Schiff auf Grund liegt. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte die „MS Ana“ vor, von der nur noch die Mastspitze aus dem Wasser ragte. Feuerwehrtaucher befestigten Hebetonnen am Rumpf, um das Schiff wieder schwimmfähig zu machen. Anschließend wurde es von einem Feuerwehrkran an Land gehoben und gesichert abgestellt, wie wien.ORF.at berichtet.
Kapitän Scheriau zeigte sich bestürzt über den Vorfall. „Das Schiff hat kein Loch, es kann nicht von selbst gesunken sein“, sagte er gegenüber der Oberösterreichischen Nachrichten. Er vermutet, dass Unbekannte das Schiff versenkt haben. Zudem vermisst er die Fähre „Novara“, die ebenfalls zum Schiffmuseum gehört. Den Wert der „MS Ana“ beziffert Scheriau mit 100.000 Euro, die Fähre soll rund 30.000 Euro wert sein. (Lesen Sie auch: Hunde in Not: Tierheime suchen händeringend nach…)
Reaktionen und Stimmen
Die Versenkung der „MS Ana“ hat in Wien für Aufsehen gesorgt. Viele Menschen äußerten ihr Bedauern über den Verlust des historischen Schiffs. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können. Es wird geprüft, ob es sich tatsächlich um Sabotage handelt oder ob andere Ursachen für die Versenkung in Frage kommen. Die MA 45 Wiener Gewässer hat den Vorfall ebenfalls untersucht und einen technischen Defekt als mögliche Ursache genannt, wie ORF Wien berichtet.
Was bedeutet das? Ausblick
Die Versenkung der „MS Ana“ ist ein herber Verlust für das Wiener Schiffmuseum und die Wiener Schifffahrtsgeschichte. Das Schiff war ein wichtiges Zeugnis der Vergangenheit und eine beliebte Attraktion für Touristen und Einheimische. Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen der Polizei zur Aufklärung des Vorfalls führen und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können. Ob die „MS Ana“ restauriert und wieder in Betrieb genommen werden kann, ist derzeit noch unklar. Die Kosten für die Bergung und Reparatur des Schiffs dürften jedoch erheblich sein. (Lesen Sie auch: FC Barcelona Champions League: FC gegen Atlético)
Die Zukunft des Wiener Schiffmuseums ist ungewiss. Kapitän Scheriau steht vor der Herausforderung, den Verlust der „MS Ana“ zu kompensieren und das Museum weiterhin für Besucher attraktiv zu gestalten. Möglicherweise wird er sich nach neuen Exponaten umsehen oder das Konzept des Museums überarbeiten müssen. Informationen zur Geschichte der Schifffahrt und zu Schiffstypen bietet Wikipedia.

FAQ zu Schiff
Häufig gestellte Fragen zu schiff
Was ist das Besondere an der „MS Ana“?
Die „MS Ana“ ist das älteste Passagierschiff auf der Donau und wurde im Jahr 1894 erbaut. Sie war Teil des Wiener Schiffmuseums und ein wichtiges Zeugnis der Schifffahrtsgeschichte. Das Schiff war für bis zu zwölf Personen zugelassen und ein beliebtes Ausflugsziel. (Lesen Sie auch: Sandro Manser holt überraschenden Abfahrt-Titel)
Wer ist der Besitzer der „MS Ana“?
Der Besitzer der „MS Ana“ ist Kapitän Franz Scheriau, ein pensionierter Kapitän, der das Wiener Schiffmuseum an der Donau betreibt. Er bewohnt selbst ein Hausboot und hat die „MS Ana“ als Teil seiner Museumssammlung ausgestellt.
Warum vermutet der Besitzer Sabotage?
Kapitän Scheriau vermutet Sabotage, weil das Schiff kein Leck aufwies und seiner Meinung nach nicht von selbst sinken konnte. Er hat Anzeige bei der Polizei erstattet und hofft auf Hinweise, wer sein Boot versenkt haben könnte. Zudem wird die Fähre „Novara“ vermisst.
Wie hoch ist der Schaden?
Kapitän Scheriau beziffert den Wert der „MS Ana“ auf 100.000 Euro. Die vermisste Fähre „Novara“ soll rund 30.000 Euro wert sein. Hinzu kommen die Kosten für die Bergung des Schiffes, die noch nicht genau beziffert werden können.
Was passiert mit dem Wiener Schiffmuseum?
Die Zukunft des Wiener Schiffmuseums ist derzeit ungewiss. Kapitän Scheriau steht vor der Herausforderung, den Verlust der „MS Ana“ zu kompensieren. Ob das Museum in seiner jetzigen Form weiterbestehen kann, hängt auch davon ab, ob das Schiff restauriert werden kann.


