Stinkwanzen Loswerden ist einfacher als gedacht. Die unangenehm riechenden Insekten können zwar lästig sein, sind aber harmlos und lassen sich mit einfachen Hausmitteln vertreiben. Wichtig ist, die Tiere nicht zu quetschen oder zu verletzen, da sie sonst das stinkende Sekret absondern.

+
Die wichtigsten Fakten
- Stinkwanzen sind harmlos, aber ihr Geruch ist unangenehm.
- Vorbeugende Maßnahmen wie Fliegengitter helfen.
- Stinkwanzen sollten nicht gequetscht werden, um Geruch zu vermeiden.
- Staubsauger oder ein Glas mit Papier sind effektive Methoden zur Entfernung.
Stinkwanzen: Lästig, aber ungefährlich
Stinkwanzen sind in der Regel keine gern gesehenen Gäste in unseren Wohnungen. Anders als beispielsweise Bettwanzen zählen sie nicht zu den Schädlingen. Die etwa 13 Millimeter großen Insekten beißen oder stechen nicht und stellen auch sonst keine Gefahr für den Menschen dar. Ihr einziger Nachteil ist, dass sie bei Bedrohung ein übelriechendes Sekret absondern, dessen Geruch sich tagelang in den Räumen halten und nur schwer aus Textilien entfernen lässt. Wie Stern berichtet, ist es daher wichtig, die Tiere mit Bedacht zu behandeln.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Aktenzeichen: azu
Die braun marmorierte Stinkwanze (Halyomorpha halys), ursprünglich in Ostasien beheimatet, hat sich in den letzten Jahren auch in Europa stark verbreitet. Sie gehört zur Familie der Baumwanzen und ernährt sich von Pflanzensäften. Besonders im Herbst suchen die Insekten Schutz vor der Kälte in unseren Häusern und Wohnungen. Dabei können sie durch kleinste Ritzen und Spalten eindringen.
Ein Befall mit Stinkwanzen ist in der Regel kein Grund zur Panik. Da die Tiere sich nur einmal pro Jahr vermehren und natürlicherweise auf Bäumen und Pflanzen leben, ist ein massenhafter Befall eher unwahrscheinlich. Meist handelt es sich um einzelne Tiere, die sich verirrt haben. Trotzdem ist es verständlich, dass man die unangenehmen Mitbewohner schnell wieder loswerden möchte.
Die braun marmorierte Stinkwanze wurde erstmals 2004 in der Schweiz entdeckt und hat sich seitdem rasant in ganz Europa ausgebreitet. Sie gilt als Schädling in der Landwirtschaft, da sie an Obstbäumen und Gemüsepflanzen saugt. (Lesen Sie auch: Krabbeltiere: Stinkwanzen-Alarm: So werden Sie die übel…)
Wie kann man Stinkwanzen vorbeugen?
Um zu verhindern, dass sich Stinkwanzen überhaupt erst in der Wohnung einnisten, gibt es einige einfache vorbeugende Maßnahmen. Regelmäßig geöffnete Fenster sollten mit Fliegengittern gesichert werden, um den Insekten den Zugang zu verwehren. Beim abendlichen Lüften empfiehlt es sich, das Licht auszuschalten, da Stinkwanzen von Lichtquellen angezogen werden.
Ritzen und beschädigte Fugen, durch die sich die Tiere in die Wohnung zwängen können, sollten abgedichtet werden. Hierfür eignen sich beispielsweise Acryl oder Silikon. Auch das Anbringen von Bürstendichtungen an Türen kann helfen, das Eindringen der Wanzen zu verhindern.
Da Stinkwanzen Wärme lieben, suchen sie vor allem dann Schutz in Innenräumen, wenn es draußen kühler wird. Die Herbstzeit gilt daher als besonders problematisch, da in den Sommermonaten der Nachwuchs schlüpft und zum Wechsel der Jahreszeit in Scharen Unterschlupf sucht. Durch konsequente Vorbeugung lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Befalls jedoch deutlich reduzieren.
Zusätzlich können bestimmte Pflanzen helfen, Stinkwanzen fernzuhalten. Lavendel, Minze und Ringelblumen verströmen Düfte, die die Insekten nicht mögen. Diese Pflanzen können auf dem Balkon oder der Fensterbank platziert werden, um eine natürliche Barriere zu schaffen.
Das Umweltbundesamt bietet weitere Informationen zu natürlichen Pflanzenschutzmitteln.
Was tun, wenn Stinkwanzen bereits im Haus sind?
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es vorkommen, dass sich Stinkwanzen in die Wohnung verirren. In diesem Fall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und die Tiere nicht unnötig zu reizen. Wie bereits erwähnt, sondern Stinkwanzen bei Bedrohung ein übelriechendes Sekret ab. Dieses Sekret kann nicht nur unangenehm riechen, sondern auch Flecken auf Textilien hinterlassen.
Eine effektive Methode, um Stinkwanzen zu entfernen, ist der Staubsauger. Mit dem Staubsauger können die Tiere einfach eingesaugt werden, ohne dass sie gequetscht werden. Allerdings sollte der Staubsaugerbeutel anschließend sofort entsorgt werden, um die Geruchsbildung zu minimieren. Alternativ kann ein Staubsauger mit Wasserfilter verwendet werden, der das Entleeren erleichtert. (Lesen Sie auch: Unempfindlich gegen Hitze: Sonne? Ja, Bitte! Diese…)
Eine weitere Möglichkeit ist, die Stinkwanzen mit einem Glas und einem Stück Papier einzufangen. Das Glas wird vorsichtig über die Wanze gestülpt und anschließend das Papier zwischen Glas und Wand geschoben. So kann die Wanze gefangen und ins Freie gebracht werden. Auch hier ist es wichtig, das Tier nicht zu verletzen oder zu quetschen.
Ein Gemisch aus Wasser und Spülmittel kann ebenfalls helfen, Stinkwanzen zu bekämpfen. Die Lösung wird in eine Sprühflasche gefüllt und auf die Wanzen gesprüht. Das Spülmittel löst die Wachsschicht auf der Körperoberfläche der Insekten auf, was zu deren Austrocknung führt.
Wie wird man den Geruch von Stinkwanzen wieder los?
Sollte es doch einmal passieren, dass eine Stinkwanze ihr Sekret in der Wohnung versprüht, ist es wichtig, schnell zu handeln, um den unangenehmen Geruch zu beseitigen. Zunächst sollten die betroffenen Stellen gründlich gereinigt werden. Hierfür eignen sich milde Reinigungsmittel und warmes Wasser.
Textilien, die mit dem Sekret in Berührung gekommen sind, sollten sofort gewaschen werden. Bei empfindlichen Stoffen empfiehlt sich eine professionelle Reinigung. Auch das Auslüften der Räume kann helfen, den Geruch zu vertreiben. Gegebenenfalls können auch Duftsprays oder Raumerfrischer eingesetzt werden, um den Geruch zu überdecken.

Einige Hausmittel können ebenfalls helfen, den Geruch zu neutralisieren. Essigwasser oder Natron können beispielsweise auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Auch das Aufstellen von Schalen mit Kaffeepulver oder Zitronenscheiben kann den Geruch absorbieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Hausmittel möglicherweise nicht bei allen Gerüchen gleich gut wirken.
Bei hartnäckigen Gerüchen kann es ratsam sein, einen professionellen Reinigungsdienst zu beauftragen. Diese verfügen über spezielle Reinigungsmittel und Geräte, um auch hartnäckige Gerüche zu entfernen. Die Kosten für eine professionelle Geruchsbeseitigung können jedoch variieren, daher ist es ratsam, vorab ein Angebot einzuholen. (Lesen Sie auch: Erziehung: Eltern, die erfolgreiche Kinder großziehen, nutzen…)
Die Verbraucherzentrale bietet weitere Tipps zur Schädlingsbekämpfung im Haushalt.
Sind Stinkwanzen schädlich für den Menschen?
Nein, Stinkwanzen sind für den Menschen völlig harmlos. Sie beißen oder stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Der einzige Nachteil ist ihr unangenehmer Geruch, den sie bei Bedrohung absondern.
Wie kommen Stinkwanzen in die Wohnung?
Stinkwanzen suchen vor allem im Herbst Schutz vor der Kälte in Innenräumen. Sie können durch offene Fenster, Ritzen und Spalten in der Fassade oder durch andere Öffnungen in die Wohnung gelangen.
Was tun, wenn eine Stinkwanze im Haus ist?
Am besten fängt man die Stinkwanze mit einem Glas und einem Stück Papier ein und setzt sie draußen wieder aus. Alternativ kann man sie mit dem Staubsauger einsaugen, sollte den Beutel aber danach sofort entsorgen.
Wie kann man den Geruch von Stinkwanzen entfernen?
Betroffene Stellen sollten mit mildem Reinigungsmittel und warmem Wasser gereinigt werden. Textilien können gewaschen oder professionell gereinigt werden. Auch das Auslüften der Räume und der Einsatz von Duftsprays können helfen. (Lesen Sie auch: Erziehung: Eltern, die erfolgreiche Kinder großziehen, nutzen…)
Wie kann man Stinkwanzen vorbeugen?
Fenster mit Fliegengittern sichern, Ritzen und Spalten abdichten und beim Lüften das Licht ausschalten. Auch bestimmte Pflanzen wie Lavendel oder Minze können helfen, Stinkwanzen fernzuhalten.
Fazit
Stinkwanzen können zwar lästig sein, sind aber in der Regel kein Grund zur Sorge. Mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen und der richtigen Vorgehensweise bei der Entfernung der Tiere lassen sich die unangenehmen Mitbewohner schnell wieder loswerden. Wichtig ist, die Tiere nicht zu quetschen oder zu verletzen, um die Geruchsbildung zu vermeiden. Sollte es dennoch zu einem Geruchsproblem kommen, gibt es verschiedene Hausmittel und professionelle Reinigungsdienste, die Abhilfe schaffen können. Die Bekämpfung von Stinkwanzen ist also kein Hexenwerk, sondern mit etwas Geduld und den richtigen Methoden gut zu bewältigen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Population der Stinkwanzen in den kommenden Jahren weiter ausbreiten wird und welche Auswirkungen dies auf die Landwirtschaft und unsere Wohnräume haben wird.





