Je heißer es ist, desto schneller möchte man die Klimaanlage im Auto hochdrehen. Der ADAC mahnt: Das ist nicht besonders effektiv. Hier kommen Tipps, wie das Abkühlen besser klappt.

Nach ein paar Stunden in der prallen Sonne gleicht ein Auto schon mal einem Backofen: Die badewannenwarme Luft steht, das Lenkrad ist glühend heiß und die Versuchung ist groß, sofort die Klimaanlage auf die höchste Stufe zu drehen. Genau hier beginnen viele Autofahrer jedoch, Fehler zu machen, mahnt der ADAC. (Lesen Sie auch: Gebrauchte Volkswagen: Diese begehrten VW-Klassiker gibt es…)
Denn gerade, wenn Abkühlung am nötigsten ist, arbeitet die Klimaanlage eines Autos besonders ineffizient. Der Grund: Im aufgeheizten Innenraum können Temperaturen von deutlich über 50 Grad herrschen. Wer die Kühlung sofort aufs Maximum stellt, zwingt das System dazu, gegen diesen enormen Hitzestau anzukämpfen. Mit ein paar Kniffen kann man dem Gerät die Arbeit allerdings erleichtern.
ADAC hat Tipps für hitzegeplagte Autofahrer
Sinnvoll ist es, erst einmal die angestaute Warmluft entweichen zu lassen. Schon wenige Sekunden mit geöffneten Türen oder Fenstern reichen aus, um einen Großteil der Hitze aus dem Fahrzeug zu befördern. Erst danach sollte die Klimaanlage eingeschaltet werden – nachdem alle Türen und Fenster wieder geschlossen sind, versteht sich. (Lesen Sie auch: Verkehrsrecht Führerschein)
Doch hier lauert der nächste Irrtum. Viele Fahrer verwandeln ihr Auto nun direkt in einen fahrenden Kühlschrank. Was zunächst angenehm ist, kann den Körper auf Dauer unnötig belasten. Experten empfehlen, die Temperatur im Innenraum nicht mehr als sechs Grad unter die Außentemperatur zu senken. Größere Unterschiede können Kreislaufprobleme begünstigen und erhöhen das Risiko von Erkältungssymptomen – jawohl, selbst an heißen Sommertagen.
Die Klimaanlage verbraucht Energie
Ein Tipp des ADAC noch für alle, die es besonders gut mit ihrem Fahrzeug meinen: Wer die Klimaanlage einige Minuten vor dem Ende der Fahrt ausschaltet, die Lüftung aber weiterlaufen lässt, kann auf diese Weise Feuchtigkeit aus dem Klimasystem entfernen. Dadurch trocknet das Kondenswasser ab, bevor sich Bakterien, Pilze oder unangenehme Gerüche bilden können. (Lesen Sie auch: Mobilität Denken: Sie, der Ferrari Luce)
Denken sollten Autofahrer auch an den Energieverbrauch. Eine laufende Klimaanlage erhöht den Kraftstoffverbrauch. Auf sehr kurzen Strecken von bis zu fünf Kilometern lohnt sich ihr Einsatz häufig kaum, weil der Innenraum in dieser Zeit ohnehin nur begrenzt heruntergekühlt werden kann. In solchen Fällen dürfte das Öffnen der Fenster die effizientere Lösung sein.
Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Freie Fahrt: Verschmierte Autoscheiben? so Entfernen Sie)







