8 März: Weltfrauentag: Demos in Zürich legen Verkehr lahm

Der 8. März stand in der Schweiz ganz im Zeichen des Weltfrauentags. In Zürich und Lausanne demonstrierten Tausende Frauen für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung. Die Demonstrationen führten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Sachbeschädigungen, insbesondere in Zürich.

Symbolbild zum Thema 8 März
Symbolbild: 8 März (Bild: Pexels)

Hintergrund: Der Internationale Frauentag

Der Internationale Frauentag, auch Weltfrauentag genannt, wird jährlich am 8. März gefeiert. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Erstmals fand er am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz statt. Inzwischen wird der Frauentag in vielen Ländern der Welt begangen, oft mit Demonstrationen und Kundgebungen.

Aktuelle Entwicklung: Demonstrationen in Zürich und Lausanne

Am Samstag, dem 8. März 2026, fanden in mehreren Schweizer Städten Demonstrationen anlässlich des Weltfrauentags statt. Im Vorfeld wurde in den sozialen Medien zum «feministischen Kampftag» aufgerufen. Besonders in Zürich kam es zu größeren Aktionen und Verkehrsbehinderungen. Wie SRF berichtet, demonstrierten in Zürich geschätzte 1000 Frauen. Die nicht bewilligte Versammlung startete auf dem Paradeplatz, wo Hunderte den Platz blockierten. (Lesen Sie auch: Eckerlin Kampf bei Oktagon 85: Llambi schickt…)

Die Demonstration in Zürich begann gegen 13:30 Uhr. Der Demonstrationszug bewegte sich vom Paradeplatz zum Helvetiaplatz. Entlang der Route kam es zu Sachbeschädigungen, darunter Schmierereien an Schaufenstern und rote Farbe an Tramstationen. Einige Vermummte enterten laut SRF ein Tramhäuschen und spannten Seile über die Gleise. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, griff aber zunächst nicht ein. Männer waren im Demonstrationszug kaum zu sehen, da im Vorfeld zur «solidarischen Fernbleiben» aufgerufen wurde.

Wie 20 Minuten berichtet, kam es durch die Blockaden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Trams wurden blockiert und der öffentliche Verkehr kam zum Erliegen. Die Stadtpolizei Zürich setzte Gummischrot und Reizstoff ein, um das Durchbrechen einer Sperre zu verhindern. Es gab Attacken mit Farbe und Schmierereien, unter anderem auf das TX-Gebäude und die UBS. Die Polizei hat Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen aufgenommen.

Auch in Lausanne demonstrierten laut SRF Tausende Personen zum Frauentag. Das Kollektiv «Grève féministe Vaud» hatte zum Streik aufgerufen. (Lesen Sie auch: 1860 München – Erzgebirge Aue: gegen: Übertragung)

Reaktionen und Einordnung

Die Demonstrationen zum Weltfrauentag stießen auf unterschiedliche Reaktionen. Während Befürworter die Aktionen als wichtiges Zeichen für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung lobten, kritisierten andere die Verkehrsbehinderungen und Sachbeschädigungen. Die Zürcher Stadtpolizei verteidigte den Einsatz von Gummischrot und Reizstoff mit dem Hinweis auf die Verhinderung des Durchbrechens einer Sperre. Die Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen laufen.

8. März: Was bedeutet das für die Zukunft?

Der Weltfrauentag und die damit verbundenen Demonstrationen machen auf die weiterhin bestehende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Themen wie Lohngleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Schutz vor Gewalt und sexuelle Belästigung bleiben weiterhin relevant.Sie tragen jedoch dazu bei, das Bewusstsein für die Anliegen von Frauen zu schärfen und den Druck auf Politik und Gesellschaft zu erhöhen, weitere Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung zu erzielen. Organisationen wie terre des femmes setzen sich für die Rechte von Frauen ein und bieten Unterstützung.

Detailansicht: 8 März
Symbolbild: 8 März (Bild: Pexels)

Demonstrationen und Aktivismus für Gleichberechtigung

Die Demonstrationen am 8. März sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Kampf für Gleichberechtigung noch lange nicht abgeschlossen ist. Sie zeigen, dass Frauen bereit sind, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen und auf Missstände aufmerksam zu machen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Aktionen dazu beitragen, den Dialog zwischen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu fördern und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Frauen zu ergreifen. (Lesen Sie auch: Wago Smart Home: steigt in den –Markt…)

Die Ereignisse des diesjährigen Weltfrauentags in der Schweiz zeigen, dass das Thema Gleichberechtigung weiterhin hohe Relevanz hat und dass es noch viel zu tun gibt, um eine gleichberechtigte Gesellschaft zu schaffen. Die Demonstrationen und Aktionen am 8. März sind ein wichtiger Beitrag zu diesem Prozess.

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