Das Ende der Supermarktkette Tegut in Deutschland rückt näher: Edeka übernimmt einen Großteil der Filialen. Der Schritt erfolgt, nachdem das Mutterunternehmen Migros Zürich (GMZ) bekannt gab, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Betroffen sind rund 7400 Mitarbeiter.

Hintergrund: Warum zieht sich Migros zurück?
Die Entscheidung von Migros, sich von Tegut zu trennen, basiert auf wirtschaftlichen Gründen. Die Supermarktkette mit Fokus auf Bio-Lebensmittel schreibt seit Jahren rote Zahlen. Trotz eines Sparkurses mit Stellenstreichungen sieht der Schweizer Konzern keine Möglichkeit mehr, Tegut zu sanieren. Um die eigenen Kräfte zu bündeln, will sich Migros künftig auf den Schweizer Markt konzentrieren, wie das Unternehmen mitteilte.
Aktuelle Entwicklung: Edeka übernimmt, Rewe folgt
Edeka wird voraussichtlich rund die Hälfte der rund 340 Tegut-Filialen übernehmen. Auch Rewe übernimmt eine hohe zweistellige Anzahl an Filialen. Dies berichtet die Lebensmittelzeitung. Zuvor wurden die 7400 Mitarbeiter von Tegut über die Pläne informiert. Neben den Filialen übernimmt Edeka auch das neue Logistikzentrum in Michelsrombach, die Bäckerei Herzberg und die Betreibergesellschaft Smart Retail Solutions. Welche Filialen genau betroffen sind und was Edeka zahlt, ist noch nicht bekannt. Für die übrigen Standorte verhandelt Migros nach eigenen Angaben mit weiteren Handelsketten. (Lesen Sie auch: Tegut vor dem aus: Edeka übernimmt Großteil…)
Edeka will rund 200 Tegut-Filialen in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund integrieren. „Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, Markus Mosa. Durch die Schließung zahlreicher Standorte hätte ansonsten der Verlust von mehr als 4.500 Arbeitsplätzen gedroht, hieß es.
Standorte in Thüringen betroffen
Auch in Thüringen betreibt Tegut zahlreiche Filialen, unter anderem in Erfurt, Weimar, Jena, Gotha, Bad Langensalza, Mühlhausen, Eisenach, Oberhof, Ilmenau und Meiningen. Für diese Standorte bedeutet der Verkauf ebenfalls eine ungewisse Zukunft. Es wird erwartet, dass ein Teil der Thüringer Filialen ebenfalls an Edeka übergeht. Die Thüringer Allgemeine berichtete, dass durch die Schließung zahlreicher Standorte der Verlust von mehr als 4.500 Arbeitsplätzen gedroht hätte.
Reaktionen und Einordnung
Die Nachricht vom Aus für Tegut und der Übernahme durch Edeka hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. Viele bedauern das Ende einer traditionsreichen Bio-Supermarktkette. Gleichzeitig wird die Übernahme als Chance gesehen, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern und die Nahversorgung in den betroffenen Regionen zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Tanken In Polen Preise: in: locken deutsche…)
Was bedeutet die Übernahme von Tegut durch Edeka?
Die Übernahme von Tegut durch Edeka bedeutet für die Kunden zunächst einmal eine Veränderung des gewohnten Einkaufsbildes.Für die Mitarbeiter bedeutet die Übernahme eine gewisse Unsicherheit, aber auch die Chance auf eine Weiterbeschäftigung unter dem Dach von Edeka. Die Zustimmung des Kartellamtes steht noch aus.
Ausblick
Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Übernahme von Tegut durch Edeka konkret gestalten wird.Auch die Zukunft der übrigen Tegut-Standorte, für die noch Käufer gesucht werden, ist derzeit noch ungewiss.

Ein wichtiger Aspekt wird sein, wie Edeka die Bio-Tradition von Tegut in den übernommenen Filialen weiterführt. Viele Kunden schätzen an Tegut das breite Angebot an Bio-Produkten und regionalen Spezialitäten. Es wird erwartet, dass Edeka dieses Angebot beibehält und weiterentwickelt, um die Stammkunden von Tegut nicht zu verlieren. Informationen zur deutschen Wettbewerbsbehörde finden sich auf der Webseite des Bundeskartellamtes. (Lesen Sie auch: Tanken In Polen: Lohnt sich die Fahrt…)
Häufig gestellte Fragen zu tegut edeka
Häufig gestellte Fragen zu tegut edeka
Warum wird Tegut von Edeka übernommen?
Tegut schreibt seit Jahren rote Zahlen und der Mutterkonzern Migros sieht keine Möglichkeit mehr zur Sanierung. Um sich auf den Schweizer Markt zu konzentrieren, hat Migros beschlossen, Tegut an Edeka zu verkaufen. Dies soll auch dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern.
Wie viele Tegut-Filialen wird Edeka übernehmen?
Edeka wird voraussichtlich rund die Hälfte der etwa 340 Tegut-Filialen in Deutschland übernehmen. Auch Rewe übernimmt eine hohe zweistellige Anzahl an Filialen. Die genaue Anzahl der Filialen, die an Edeka übergehen, steht noch nicht fest und hängt von der Zustimmung des Kartellamtes ab.
Was passiert mit den Mitarbeitern von Tegut?
Die Übernahme von Tegut durch Edeka soll dazu beitragen, die Arbeitsplätze der rund 7400 Mitarbeiter zu sichern. Edeka übernimmt einen Großteil der Mitarbeiter zusammen mit den Filialen. Es wird erwartet, dass die meisten Mitarbeiter eine Weiterbeschäftigung finden. (Lesen Sie auch: Bam Adebayo erzielt 83 Punkte: Historische Nacht…)
Werden sich die Preise und das Sortiment in den Tegut-Filialen ändern?
Es ist noch unklar, inwieweit sich die Preise und das Sortiment in den übernommenen Tegut-Filialen ändern werden. Edeka wird voraussichtlich versuchen, die Bio-Tradition von Tegut fortzuführen und das Angebot an Bio-Produkten beizubehalten. Änderungen sind aber nicht auszuschließen.
Welche Standorte in Thüringen sind von der Übernahme betroffen?
In Thüringen betreibt Tegut Filialen in Erfurt, Weimar, Jena, Gotha, Bad Langensalza, Mühlhausen, Eisenach, Oberhof, Ilmenau und Meiningen. Es wird erwartet, dass ein Teil dieser Standorte ebenfalls an Edeka übergeht. Welche Filialen genau betroffen sind, ist noch nicht bekannt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


