Ein seltenes Himmelsspektakel steht bevor: Am Wochenende können wir einen „Blue Moon“ beobachten, der gleichzeitig ein „Micromoon“ ist. Dieses Zusammentreffen macht das Ereignis zu etwas Besonderem, da ein zweiter Vollmond in einem einzigen Kalendermonat auf den kleinsten Vollmond des Jahres trifft.

Eine andere Definition bezieht sich auf einen „saisonalen Blue Moon„. Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Vollmond innerhalb einer astronomischen Jahreszeit, also dem Zeitraum zwischen einer Sonnenwende und einer Tagundnachtgleiche.
Der seltene „Blue Micromoon“ im Mai 2026
Der kommende Vollmond wird jedoch nicht nur ein Blue Moon sein, sondern auch ein sogenannter „Micromoon“. Dies bedeutet, dass der Vollmond aufgrund der elliptischen Umlaufbahn des Mondes besonders weit von der Erde entfernt ist. Laut AP News wird der Mond am Sonntag etwa 406.135 Kilometer von der Erde entfernt sein. Zum Vergleich: Der jüngste Supermond war nur 362.312 Kilometer entfernt. (Lesen Sie auch: Blue Origin: RaketenExplosion wirft Fragen nach Mondmission)
Gianluca Masi vom Virtual Telescope Project, der einen Live-Webcast aus Italien anbieten wird, erklärte, dass der Micromoon etwa 6 % kleiner und 10 % schwächer erscheinen wird als ein durchschnittlicher Vollmond. Diese Unterschiede seien jedoch so gering, dass sie den meisten Beobachtern wahrscheinlich nicht auffallen werden.
Ein zusätzliches Highlight am Himmel wird der Stern Antares sein, der am Sonntag in der Nähe des Mondes zu sehen sein wird. Dies sorgt für ein zusätzliches kosmisches Schauspiel.
Bedeutung und Häufigkeit
Ein Blue Moon ist ein relativ seltenes Ereignis, das etwa alle zwei bis drei Jahre auftritt, wenn sich ein zweiter Vollmond in einen einzigen Monat zwängt. Der Begriff hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Ursprünglich bezog er sich auf den dritten Vollmond in einer Jahreszeit, in der es vier Vollmonde gab. Die heutige Definition als zweiter Vollmond in einem Monat ist jedoch weit verbreitet. (Lesen Sie auch: Champions League Finale übertragung: Alle Infos zum…)
Der Begriff „Blue Moon“ hat auch Eingang in die Alltagssprache gefunden und wird oft verwendet, um etwas Seltenes oder Ungewöhnliches zu beschreiben. Die astronomische Bedeutung bleibt jedoch faszinierend und bietet eine gute Gelegenheit, den Nachthimmel zu beobachten.
Beobachtungstipps
Um den Blue Micromoon optimal zu erleben, empfiehlt es sich, einen Ort mit möglichst wenig Lichtverschmutzung aufzusuchen. Der Mond wird am klarsten in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu sehen sein. Ein Fernglas oder Teleskop kann helfen, Details auf der Mondoberfläche besser zu erkennen, ist aber nicht unbedingt notwendig, um das Schauspiel zu genießen.
Hier ist eine Tabelle mit den Auf- und Untergangszeiten des Mondes für einige mitteleuropäische Städte (ungefähre Angaben): (Lesen Sie auch: "Gefragt – Gejagt": Quizsendung im ersten erreicht)

| Stadt | Mondaufgang | Monduntergang |
|---|---|---|
| Berlin | 22:00 Uhr | 06:00 Uhr |
| München | 22:30 Uhr | 06:30 Uhr |
| Wien | 22:15 Uhr | 06:15 Uhr |
| Zürich | 22:45 Uhr | 06:45 Uhr |
Diese Zeiten können je nach Standort leicht variieren. Genaue Zeiten für Ihren Standort finden Sie auf timeanddate.com.
Nutzen Sie die Gelegenheit, den Nachthimmel zu bewundern und dieses seltene Ereignis zu genießen. Solche Momente verbinden uns mit dem Universum und erinnern uns an die Schönheit und Vielfalt der Natur.
FAQ zu Blue Moon
Häufig gestellte Fragen zu blue moon
Was genau versteht man unter einem Blue Moon?
Ein Blue Moon ist entweder der zweite Vollmond innerhalb eines Kalendermonats oder der dritte Vollmond in einer Jahreszeit, die vier Vollmonde hat. Die Definition als zweiter Vollmond in einem Monat ist heute die gebräuchlichere. (Lesen Sie auch: Zverev French Open 2026: bei 2026: Halys…)
Warum erscheint der Blue Moon nicht blau gefärbt?
Der Name „Blue Moon“ bezieht sich nicht auf die Farbe des Mondes. In seltenen Fällen kann der Mond bläulich erscheinen, wenn sich viele Staub- oder Rauchpartikel in der Atmosphäre befinden, meist nach Vulkanausbrüchen oder Waldbränden.
Wie oft kann man einen Blue Moon beobachten?
Ein Blue Moon tritt etwa alle zwei bis drei Jahre auf. Da die Mondphasen nicht genau mit dem Kalender übereinstimmen, variiert der genaue Zeitpunkt von Jahr zu Jahr. Es ist also ein relativ seltenes Ereignis.
Was bedeutet der Begriff „Micromoon“ im Zusammenhang mit dem Vollmond?
Ein „Micromoon“ tritt auf, wenn der Vollmond sich in Erdferne befindet, also am weitesten Punkt seiner elliptischen Umlaufbahn um die Erde. Dadurch erscheint der Mond kleiner und weniger hell als ein durchschnittlicher Vollmond.
Wo kann man den Blue Micromoon am besten beobachten?
Um den Blue Micromoon optimal zu sehen, sollte man einen Ort aufsuchen, der möglichst wenig Lichtverschmutzung aufweist. Dies ermöglicht eine klarere Sicht auf den Nachthimmel. Ein Fernglas oder Teleskop können die Beobachtung zusätzlich verbessern.


