In der Film- und Fernsehlandschaft sind Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer seit Jahrzehnten feste Größen, auch als Schauspielehepaar faszinieren sie viele Zuschauer:innen. Nun öffnet die „Im Grunde Mord“-Darstellerin die Tür zu ihrem Privatleben und gewährt einen seltenen Blick hinter die Kulissen ihrer Ehe.
Ann-Kathrin Kramer, 60, und Harald Krassnitzer, 65, zählen zu den beliebtesten Gesichtern im deutschen Fernsehen. In gegenseitiger Toleranz und Wertschätzung sieht das Schauspielerpaar das Erfolgsrezept für eine glückliche und lange Ehe. „Man darf in Beziehungen nie den Versuch starten, den anderen einzuengen und zu domestizieren“, sagte Harald Krassnitzer einst im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. Sinnvoll sei es, dem anderen Raum zu geben, dass er sich so entwickeln könne, wie er es gerne hätte. „Ich glaube, das ist die halbe Miete für eine lange und gute Beziehung.“
„Das hat eine ganze Weile gedauert“: Ann-Kathrin Kramer über die Beziehungsanfänge mit Harald Krassnitzer
Kennengelernt hat sich das Paar einst bei den Dreharbeiten zu „Hurenmord – Ein Priester schweigt“. Doch von Liebe auf den ersten Blick könne keine Rede sein, erinnert sich die Schauspielerin im Interview mit „merkur.de“. „Ich war noch in einer Beziehung, mein Kind war ganz klein, ich war mit hundert anderen Themen beschäftigt und hatte gar keinen offenen Blick dafür. Das hat eine ganze Weile gedauert“, räumt die 60-Jährige ein. Während sie Zeit brauchte, um ihre Gefühle zu erkennen, habe Harald Krassnitzer offenbar sofort gespürt, dass sie zusammengehören. Und ihre Bindung entgeht auch den Zuschauer:innen nicht.
Unvergessen bleibt ihr Besuch in der „NDR Talk Show“ im November 2024. Während die „Im Grunde Mord“-Darstellerin ein Gedicht vortrug, kämpfte ihr Ehemann sichtbar mit den Tränen, woraufhin sie ihm liebevoll eine davon aus dem Gesicht tupfte. Ist Harald Krassnitzer der Emotionalere von beiden? „Das kommt wirklich darauf an“, verrät die Schauspielerin. „Aber mein Mann ist schon ein sehr emotionaler und durchlässiger Typ.“ Gerade diese sensible Seite schätze sie besonders an ihm. Dass Männer ihre Gefühle öffentlich zeigen, werde oft stärker wahrgenommen als bei Frauen, glaubt Ann-Kathrin Kramer – umso kostbarer empfindet sie diese Offenheit.
Darum heiratete das Paar auf der Donau
Seit 1999 sind die gebürtige Wuppertalerin und der Österreicher ein Paar, zehn Jahre später gingen sie den Bund der Ehe ein. Ihre Hochzeit feierten sie ganz bewusst auf einer Donaukreuzfahrt. Für Ann-Kathrin Kramer war das Wasser der perfekte Ort für diesen besonderen Tag. „Wir wollten einfach in Ruhe heiraten“, sagt sie rückblickend. Damals standen beide beruflich stark im Rampenlicht und wollten sich fernab neugieriger Blicke ganz auf ihren Moment konzentrieren.
Doch nicht nur privat sind sich die beiden einig, auch beruflich funktioniert ihre Partnerschaft bemerkenswert harmonisch. Gemeinsam standen sie bereits mehrfach vor der Kamera (unter anderem in „Aus dem Leben“, „Eltern allein zu Haus“ und „Hurenmord – Ein Priester schweigt“) realisierten kreative Projekte und wurden sogar zusammen für Preise (zum Beispiel Deutscher Schauspielpreis 2025 in der Kategorie „Bestes Duo“ für „Aus dem Leben“) nominiert. Konflikte gebe es dabei kaum. „Manchmal reicht nur ein Blick“, sagt Kramer über die Zusammenarbeit mit ihrem Mann. Dieses tiefe Vertrauen erleichtere vieles und mache gemeinsame Projekte besonders.
Getrennte Hotelzimmer, große Liebe
Ein Detail ihrer Ehe überrascht jedoch: Wenn sie zusammen drehen, buchen sie getrennte Hotelzimmer. Für Außenstehende befremdlich, für das Paar jedoch völlig logisch. „Wir haben einfach unterschiedliche Rhythmen“, erklärt Ann-Kathrin Kramer. Während sie es warm mag und früh schlafen geht, bevorzuge er kühle Räume und bleibt länger wach. Gerade im stressigen Drehalltag sei genügend Rückzug wichtig. Ihr Fazit klingt dabei ebenso pragmatisch wie liebevoll: „Drehen ist kein Urlaub.“
Verwendete Quellen: merkur.de, sonntagsblatt.de
Quelle: Gala

