Das neue Heizungsgesetz 2026, offiziell als Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) bekannt, sorgt weiterhin für Diskussionen. Während die einen darin einen wichtigen Schritt zur Klimaneutralität sehen, befürchten andere eine Überforderung von Hausbesitzern und Mietern. Im Kern geht es darum, das Heizen in Deutschland klimafreundlicher zu gestalten und den Ausstoß von CO₂ zu reduzieren.

Hintergrund: Warum ein neues Heizungsgesetz?
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg ist die Reduzierung der Emissionen im Gebäudesektor. Da ein Großteil der deutschen Heizungen noch mit fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas betrieben wird, besteht hier ein erhebliches Einsparpotenzial. Das ursprüngliche „Heizungsgesetz“, das auf Kritik stieß, wurde überarbeitet und liegt nun als Gebäudemodernisierungsgesetz vor. Die Bundesregierung will mit dem Gesetz den Umstieg auf erneuerbare Energien im Wärmebereich beschleunigen.
Aktuelle Entwicklungen beim Heizungsgesetz
Die Ampel-Regierung wollte mit dem Heizungsgesetz das Heizen in Deutschland klimafreundlicher machen. Es gab allerdings viel Kritik – auch am Gesetzgebungsprozess. Nun steht in Karlsruhe der parlamentarische Prozess hinter dem Gesetz erneut auf dem Prüfstand, wie die WELT berichtet. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt die Klage eines ehemaligen Unionsabgeordneten, der die Verabschiedung des Gesetzes im Sommer 2023 ausbremste. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. (Lesen Sie auch: Tari GNTM 2026: scheidet aus: Aufregung bei…)
Kern des neuen Heizungsgesetz 2026 ist, dass jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Es gibt jedoch umfassende Übergangsregeln, um Härtefälle zu vermeiden und den Umstieg sozialverträglich zu gestalten. So gelten die neuen Regeln zunächst nur für Neubauten. Für Bestandsgebäude gibt es Übergangsfristen und Ausnahmen, beispielsweise für ältere Menschen oder einkommensschwache Haushalte. Auch der Zeitpunkt der Umsetzung variiert je nach Kommune. Städte über 100.000 Einwohner müssen bis Mitte 2026 eine Wärmeplanung vorlegen, kleinere Kommunen haben bis Mitte 2028 Zeit.
Die wichtigsten Punkte des neuen Heizungsgesetzes im Überblick:
- 65-Prozent-Regel: Neu eingebaute Heizungen müssen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
- Übergangsfristen: Für Bestandsgebäude gelten Übergangsfristen, die sich nach der Wärmeplanung der Kommune richten.
- Ausnahmen: Härtefälle und bestimmte Personengruppen können von der 65-Prozent-Regel ausgenommen werden.
- Förderung: Der Staat unterstützt den Umstieg auf erneuerbare Energien mit attraktiven Förderprogrammen.
Reaktionen und Kritik am Heizungsgesetz
Das neue Heizungsgesetz 2026 ist nach wie vor umstritten. Kritiker bemängeln vor allem die hohen Kosten für den Umstieg auf erneuerbare Energien und befürchten eine soziale Schieflage. Hausbesitzer könnten sich gezwungen sehen, ihre Immobilie zu verkaufen, wenn sie die Investitionen nicht stemmen können. Auch Mieter könnten durch steigende Mieten belastet werden. Befürworter des Gesetzes betonen hingegen die Notwendigkeit, den Klimawandel zu bekämpfen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Sie verweisen auf die langfristigen Vorteile einer klimafreundlichen Wärmeversorgung, wie zum Beispiel geringere Energiekosten und eine höhere Lebensqualität.
Laut tagesschau.de gibt es unterschiedliche Meinungen zum Gebäudemodernisierungsgesetz. Ilanit Spinner vom ARD Hauptstadtstudio hält das Gesetz für richtig, da es die starre 65-Prozent-Vorgabe lockert und Eigentümern mehr Entscheidungsfreiheit lässt. Dominic Hebestreit sieht das kritischer und bemängelt die möglichen Folgen für das Klima. (Lesen Sie auch: NFL Schedule This Week: Was die Combine-Gespräche)
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) im Detail
Nachdem das ursprüngliche Heizungsgesetz auf breite Kritik gestoßen war, einigten sich Union und SPD auf ein überarbeitetes Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Jens Spahn (CDU) verkündete, dass damit das „Habecksche Heizungsgesetz“ abgeschafft sei und Bürger wieder frei entscheiden könnten, wie sie heizen. Laut einem Kommentar des Spiegel ist dies jedoch ein klimapolitisches Desaster, da Experten erwarten, dass dadurch mehr CO₂ ausgestoßen wird.
Neues Heizungsgesetz 2026: Was bedeutet das für die Zukunft?
Das neue Heizungsgesetz 2026 wird die deutsche Heizungslandschaft in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Wärmebereich deutlich steigen wird. Hausbesitzer und Mieter sollten sich frühzeitig mit den neuen Regeln auseinandersetzen und sich über die verschiedenen Möglichkeiten zur klimafreundlichen Wärmeversorgung informieren. Auch die Kommunen spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Gesetzes. Sie müssen Wärmepläne erstellen und die Bürger bei der Umstellung auf erneuerbare Energien unterstützen.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Meilensteine bei der Umsetzung des neuen Heizungsgesetzes: (Lesen Sie auch: World's Tallest Buildings: Rekordhöhe: Wettlauf)

| Meilenstein | Zeitpunkt |
|---|---|
| Inkrafttreten des Gesetzes | Anfang 2024 |
| Vorliegen der Wärmeplanung für Städte > 100.000 Einwohner | Mitte 2026 |
| Vorliegen der Wärmeplanung für kleinere Kommunen | Mitte 2028 |
| 65-Prozent-Regel gilt für Neubauten | Ab sofort |
Alternativen zum Heizen mit fossilen Brennstoffen
Um die Anforderungen des neuen Heizungsgesetz 2026 zu erfüllen, stehen Hausbesitzern verschiedene Alternativen zum Heizen mit Öl und Gas zur Verfügung:
- Wärmepumpe: Nutzt Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser zum Heizen.
- Solarthermie: Wandelt Sonnenenergie in Wärme um.
- Biomasseheizung: Verbrennt Holz oder andere biogene Brennstoffe.
- Fernwärme: Bezieht Wärme aus einem zentralen Heizwerk.
Welche Alternative am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel den baulichen Gegebenheiten, dem Wärmebedarf und den individuellen Präferenzen.
Häufig gestellte Fragen zu neues heizungsgesetz 2026
Was genau beinhaltet das neue Heizungsgesetz 2026?
Das neue Heizungsgesetz, offiziell Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) genannt, schreibt vor, dass neu eingebaute Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Es gibt Übergangsfristen und Ausnahmen, um Härtefälle zu vermeiden und den Umstieg sozialverträglich zu gestalten. Ziel ist die Reduzierung der CO₂-Emissionen im Gebäudesektor. (Lesen Sie auch: NBA Standings: Celtics machen Sprung in den…)
Für wen gilt das neue Heizungsgesetz ab 2026?
Die 65-Prozent-Regel gilt ab sofort für Neubauten. Für Bestandsgebäude gibt es Übergangsfristen, die sich nach der kommunalen Wärmeplanung richten. Städte über 100.000 Einwohner müssen bis Mitte 2026 eine Wärmeplanung vorlegen, kleinere Kommunen bis Mitte 2028.
Welche Alternativen gibt es zum Heizen mit Öl und Gas?
Es gibt verschiedene Alternativen, um die Anforderungen des neuen Heizungsgesetzes zu erfüllen. Dazu gehören Wärmepumpen, die Umweltwärme nutzen, Solarthermieanlagen, die Sonnenenergie in Wärme umwandeln, Biomasseheizungen, die mit Holz oder anderen biogenen Brennstoffen betrieben werden, und Fernwärme aus zentralen Heizwerken.
Gibt es Förderungen für den Umstieg auf erneuerbare Energien im Wärmebereich?
Ja, der Staat unterstützt den Umstieg auf erneuerbare Energien mit attraktiven Förderprogrammen. Die Förderungen können je nach Technologie und individuellen Umständen variieren. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen.
Was passiert, wenn ich die Anforderungen des neuen Heizungsgesetzes nicht erfülle?
Wenn Sie die Anforderungen des neuen Heizungsgesetzes nicht erfüllen, kann es zu Bußgeldern kommen. Es ist daher wichtig, sich rechtzeitig mit den neuen Regeln auseinanderzusetzen und gegebenenfalls eine Beratung in Anspruch zu nehmen. In Härtefällen sind Ausnahmen von der 65-Prozent-Regel möglich.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.


