Migros Fleisch gibt es seit kurzem zum halben Preis. Der Grund: Die Migros friert neu Fleischprodukte kurz vor dem Erreichen des Verbrauchsdatums ein und verkauft sie tiefgekühlt zu einem reduzierten Preis. Damit will der Detailhändler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Lebensmittelverschwendung reduzieren und den Kunden ein attraktives Angebot machen.

Hintergrund: Kampf gegen Food Waste
Die Idee, Lebensmittel kurz vor dem Ablaufdatum einzufrieren und vergünstigt anzubieten, ist nicht neu. Sie ist Teil einer umfassenderen Strategie, um der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weltweit landen im Müll. In der Schweiz sind es laut Bundesamt für Umwelt (BAFU) rund 2,8 Millionen Tonnen pro Jahr. Ein beträchtlicher Teil davon könnte vermieden werden, indem man Lebensmittel rechtzeitig einfriert und somit länger haltbar macht.
Migros zieht mit Coop gleich
Mit dem neuen Angebot folgt die Migros dem Beispiel ihres Konkurrenten Coop, der bereits seit zwei Jahren Fleischprodukte einfriert und vergünstigt verkauft. Die Migros selbst testete das Konzept bereits seit dem vergangenen Jahr in der Genossenschaft Migros Ostschweiz. Die Erfahrungen waren durchweg positiv: „Die nahezu 100-Prozent-Abverkaufsquote des eingefrorenen Fleischs zeigt, dass das Angebot bei den Konsumentinnen und Konsumenten gut ankommt“, zitiert der Blick einen Sprecher der Migros. (Lesen Sie auch: Migros halbiert Fleischpreise: Kampf gegen Food Waste)
So funktioniert das Angebot
Das Migros Fleisch, das kurz vor dem Ablaufdatum steht, wird eingefroren und in den Tiefkühlregalen der Filialen angeboten. Der Preis ist um die Hälfte reduziert. Die Migros betont, dass das Fleisch zum Zeitpunkt des Einfrierens noch bedenkenlos geniessbar ist. „So wird die Haltbarkeit verlängert, die Qualität und Sicherheit des Produktes bleiben gewährleistet“, schreibt Migros-Nachhaltigkeitsredaktorin Nina Huber auf der Migros-Website.
Wichtig zu beachten ist, dass das aufgetaute Fleisch sofort verzehrt werden muss. Es sollte nicht erneut eingefroren werden.
Kritik und Bedenken
Trotz der positiven Aspekte gibt es auch kritische Stimmen. Einige Konsumenten äußern Bedenken hinsichtlich der Qualität des Fleisches nach dem Auftauen. Andere befürchten, dass das Angebot zu einem sorgloseren Umgang mit Lebensmitteln verleiten könnte, da man sich darauf verlässt, dass die Migros die Produkte rechtzeitig einfriert. (Lesen Sie auch: Viande: Migros und Coop: Tiefkühl-Fleisch zum halben…)
Die Migros selbst betont, dass das Angebot nicht dazu gedacht ist, den bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu ersetzen. Vielmehr soll es eine zusätzliche Möglichkeit bieten, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und gleichzeitig den Kunden ein attraktives Angebot zu machen.
Migros Fleisch: Was bedeutet das für die Zukunft?
Das Angebot der Migros ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Lebensmittelwirtschaft. Es zeigt, dass Detailhändler eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung spielen können. Ob sich das Konzept langfristig durchsetzt, hängt jedoch auch vom Verhalten der Konsumenten ab. Wenn diese das Angebot verantwortungsvoll nutzen und das Fleisch tatsächlich konsumieren, kann es einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Food Waste leisten.

Weitere Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung
Neben dem Einfrieren von Fleisch gibt es noch zahlreiche weitere Maßnahmen, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Dazu gehören: (Lesen Sie auch: ORF-Werbechef Oliver Böhm beurlaubt: Vorwürfe im Raum)
- Bewusster Einkauf: Nur das kaufen, was man tatsächlich benötigt.
- Richtige Lagerung: Lebensmittel richtig lagern, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.
- Kreative Resteverwertung: Aus Resten neue Gerichte zaubern.
- Mindesthaltbarkeitsdatum richtig interpretieren: Viele Lebensmittel sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch geniessbar.
Über die Migros
Die Migros ist der grösste Detailhändler der Schweiz. Das Unternehmen wurde 1925 gegründet und ist in Form einer Genossenschaft organisiert. Die Migros betreibtSupermärkte, Restaurants, Tankstellen und weitere Geschäfte. Sie engagiert sich zudem in den Bereichen Kultur, Freizeit und Bildung. Mehr Informationen zur Migros finden Sie auf der offiziellen Webseite.
FAQ zu migros fleisch
Häufig gestellte Fragen zu migros fleisch
Warum bietet die Migros jetzt eingefrorenes Fleisch an?
Die Migros bietet eingefrorenes Fleisch an, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Fleischprodukte, die kurz vor dem Erreichen des Verbrauchsdatums stehen, werden eingefroren und zu einem reduzierten Preis verkauft. Dies ermöglicht es der Migros, weniger Lebensmittel zu verschwenden und gleichzeitig den Kunden ein günstigeres Angebot zu machen.
Ist das eingefrorene Fleisch von der Migros noch geniessbar?
Ja, die Migros versichert, dass das Fleisch zum Zeitpunkt des Einfrierens noch bedenkenlos geniessbar ist. Durch das Einfrieren wird die Haltbarkeit verlängert, während die Qualität und Sicherheit des Produktes erhalten bleiben. Es ist jedoch wichtig, das aufgetaute Fleisch sofort zu verzehren und nicht erneut einzufrieren. (Lesen Sie auch: Oliver Böhm beurlaubt: Vorwürfe gegen ORF-Werbechef)
Wo finde ich das eingefrorene Fleisch in der Migros?
Das eingefrorene Migros Fleisch finden Sie in den Tiefkühlregalen der Migros-Filialen. Es ist speziell gekennzeichnet und zu einem reduzierten Preis erhältlich. Achten Sie auf die entsprechenden Hinweise und Angebote in Ihrer Migros-Filiale.
Wie unterscheidet sich das Angebot der Migros von dem von Coop?
Coop bietet bereits seit zwei Jahren eingefrorenes Fleisch an. Die Migros zieht nun mit einem ähnlichen Angebot nach. Beide Detailhändler verfolgen das Ziel, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, indem sie Fleischprodukte kurz vor Ablauf des Verbrauchsdatums einfrieren und vergünstigt verkaufen. Der Hauptunterschied liegt im Zeitpunkt der Einführung des Angebots.
Welche anderen Maßnahmen ergreift die Migros gegen Lebensmittelverschwendung?
Neben dem Einfrieren von Fleisch engagiert sich die Migros auf vielfältige Weise gegen Lebensmittelverschwendung. Dazu gehören beispielsweise die Optimierung der Lagerhaltung, die Zusammenarbeit mit Food-Sharing-Initiativen und die Aufklärung der Konsumenten über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Ziel ist es, entlang der gesamten Wertschöpfungskette Lebensmittelabfälle zu reduzieren.


