Im eigenen Auto kennt man jedes Detail. Oder? Ein unscheinbares Symbol ist vielen Fahrern oft noch nie aufgefallen, obwohl es im Notfall enorm hilfreich sein kann.

Passionierte Autofahrer kennen ihr Fahrzeug in- und auswendig, sollte man meinen. Und würden die vermutlich auch selbst von sich behaupten. Stimmt vermutlich zu großen Teilen – doch gewisse kleine Details im Auto werden schon mal über Jahre hinweg übersehen. Selbst von Profis.
So verhält es sich mit einem kleinen Schlüsselsymbol, das in vielen modernen Fahrzeugen im Bereich des Getränkehalters, der Mittelkonsole oder anderswo im Innenraum zu finden ist. Die meisten Autofahrer nehmen es entweder gar nicht wahr oder wissen nicht, welche Aufgabe es erfüllt. Dabei kann dieses unscheinbare Zeichen verhindern, dass man im Fall der Fälle liegen bleibt. Wer weiß, wofür das Symbol steht, spart sich möglicherweise auch den unnötigen Anruf beim Pannendienst. (Lesen Sie auch: Verkehrszeichen 2771: Kennen Sie die Bedeutung? Bußgeld…)
Symbol im Auto: Klein, aber wichtig
Mit der Verbreitung von Keyless-Systemen bleibt heutzutage der Fahrzeugschlüssel meist in der Jacken- oder Handtasche, da das Auto ihn automatisch erkennt. So lassen sich bequem die Türen öffnen, der Motor wird dann einfach per Knopfdruck gestartet. Diese Technik funktioniert zuverlässig – bis zu dem Moment, in dem die Batterie des Schlüssels schwächelt oder komplett leer ist. Dann kann es passieren, dass das Fahrzeug den Schlüssel nicht mehr erkennt. Und als Fahrer hat man ein Problem.
Die Auswirkungen sind die gleichen, als sei die Elektronik ausgefallen. So manchem Autobesitzer steht dann plötzlich der Schweiß auf der Stirn: Was nun? Genau hier kommt das kleine Schlüsselsymbol ins Spiel. Es markiert eine spezielle Stelle im Fahrzeug, hinter der sich ein Notfallempfänger befindet. Dieser kann den Transponderchip auch dann noch auslesen, wenn die Batterie kaum oder gar keine Energie mehr liefert. Man muss den Schlüssel bloß nah an die markierte Position halten. Der Wagen lässt sich anschließend meist ganz normal starten.
Clevere Notlösung für Autofahrer
Wo sich diese Erkennungszone befindet, hängt vom Hersteller und vom Modell ab. Bei einigen Fahrzeugen liegt sie im Getränkehalter, bei anderen in der Mittelkonsole, auf der Ablage für kabelloses Smartphone-Laden oder direkt am Startknopf. Bei Volkswagen, BMW oder Mercedes befindet sich das kleine Notfallsymbol (oft ein klassischer Schlüssel oder ein moderner Autoschlüssel mit Wellensymbolen daneben) häufig im Bereich der Mittelkonsole. Japanische Hersteller wie Toyota, Nissan oder Mazda setzen dagegen oft darauf, es direkt neben dem Startknopf anzubringen. (Lesen Sie auch: Quiz: Würden Sie den Führerschein bestehen? Testen…)
Das Problem besteht bloß darin, dass viele Fahrer von dieser Funktion nichts wissen, bis sie sie mal benötigen. Eine leere Schlüsselbatterie kündigt sich zwar bei manchen Fahrzeugen durch Warnmeldungen an, die aber häufig ignoriert oder übersehen werden. Die Batterie fällt auch meist nicht von heute auf morgen komplett aus, sondern funktioniert irgendwann plötzlich nur noch unzuverlässig: Mal wird der Schlüssel erkannt, mal nicht. Gerade bei niedrigen Temperaturen kann sich dieses Verhalten verstärken. Fahrer gewöhnen sich daran, dass es manchmal mehrere Versuche braucht – und sind dann perplex, wenn eines Tages gar nichts mehr geht.
Experten empfehlen deshalb, die Batterie – in der Regel eine Knopfzelle – vorsorglich alle zwei bis drei Jahre auszutauschen. Die Kosten liegen meist nur bei wenigen Euro.

Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Gebrauchte Volkswagen: Diese begehrten VW-Klassiker gibt es…)






